Unser Chef hat ein Käser Ausbildung gemacht. Jetzt ist er Leiter Produktion und Geschäftsführer. In der Produktion produzieren wir gar kein Käse...?

11 Antworten

Worin besteht jetzt dein Problem? Ein Geschäftsführer muss die Geschäfte führen, es geht also um das "Wie läuft der Betrieb" und nicht um "wie genau produziere ich Produkt xy?".

Welche Ausbildung er ursprünglich hat, spielt dabei keine Rolle, wenn ihm die Kompetenzen zugesprochen werden, dann ist das okay.

Was auch sein KÖNNTE:

Aus irgendwelchen negativen Gründen suchte man einen Strohmann, auch das kommt vor. Dann ist er zwar der juristisch der richtige Geschäftsführer, aber die eigentliche Führung kommt von jemandem, der diesen Posten nicht mehr besetzen darf oder möchte. Was ich allerdings in diesem Fall als verwerflich ansehe, denn der Geschäftsführer haftet in gewissen Situationen auch privat und wer die Spielregeln nicht kennt, der bekommt Probleme. Da wird dann ein unschuldiger Beteiligter geopfert.

Ja - und? Mein Chef hat nach der Schule Restaurantfachmann gelernt. Jetzt ist er Geschäftsführer in einem sozialen Projekt. Und zwar ein richtig guter!

Wieso? Weil er in den Jahren dazwischen Weiterbildungen gemacht und sich Schritt für Schritt hochgearbeitet hat! Zwischen seiner ursprünglichen Ausbildung und dem Job jetzt liegt dabei zum Beispiel noch der gesamte Weg der Weiterbildungen zum Abschluss als Betriebswirt.

Betrachte deinen Chef doch als Vorbild, das zeigt, dass sich Weiterbildungen, Fleiß und Durchhaltevermögen sehr lohnen können! Das Bildungssystem ist heutzutage enorm durchlässig, bietet also auch Menschen, die in der Jugend nicht gerade die besten in der Schule waren, die Chance, sich trotzdem nach und nach immer weiter nach oben zu arbeiten und sich weiterzubilden. Geht natürlich nicht so nebenbei und easy, sondern erfordert den Willen, es zu schaffen (und auch schon die grundsätzlichen Fähigkeiten dazu, klar).

Es ist ein gutes Beispiel, dass man es auch mit einer soliden Ausbildung in einem eher gering angesehenen Beruf es mit dem nötigen Einsatz, Weiterbildung und Sozialkompetenz sehr weit bringen kann.

Er bringt den massiven Vorteil gegenüber einem studierten Oekonomen mit, dass er die einzelnen Produktionsschritte kennt und somit auch besser einschätzen kann, wie viel Aufwand etwas bedeutet und somit seine Mitarbeiter nicht permanent überfordert, weil er die Arbeit unterschätzt hat, die hinter dem Produkt tatsächlich steht.

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