Unser 19 jähriger Sohn ist ohne Ausbildung und nicht ausbildungsplatzsuchend. Er arbeitet arbeitet teilzeit in Gastronomie. Bin ich unterhaltspflichtig?

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8 Antworten

Ich denke auch, dass er nur während einer Ausbildung Anspruch auf Unterstützung hat. Da er Teilzeit arbeitet, verdient er ja Geld und kann sich somit selbst finanzieren.

Jedoch würde ich Dir den Rat geben, ihm ein Ultimatium zu setzen. Wenn er sich nicht um seine Zukunft kümmern will, sondern sich über Kellnerjobs oder dergleichen meint über Wasser halten zu können, dann kann er das ja gerne tun. Nur dann sollte er alle Konsequenzen daraus tragen. Und zwar in der Form, als das er sich eine eigene Wohnung sucht und nicht mehr im Schosse von Hotel Mama Zuflucht findet. Dann müsste er unter Umständen auch Vollzeit arbeiten gehen und würde sich vielleicht überlegen, ob es nicht besser ist, einen Beruf zu erlernen, der ihm die Zukunft sichert.

Nein. Wenn das Kind sich bewusst gegen eine Ausbildung entschieden hat und meinst auch ohne durchs Leben zu kommen, soll es das bitte auch tun / zusehen wie es mit dem Einkommen einer Aushilfskraft über die Runden kommt.

Deine Unterhaltspflicht ist in dieser Zeit in Pause. Wenn das Kind aber vor dem 25. Geburtstag nochmal eine Ausbildung anfängt / sich ausbildungssuchend meldet, bist Du wieder unterhaltspflichtig bis zum Ende der Erstausbildung oder der Vollendung des 25. Lebensjahres.

Nein. Mit erreichen der Volljährigkeit muss eine Ausbildung oder ein Studium absolviert werden, um eine Unterhaltsberechtigung durch die Eltern zu erhalten. 

Grundsätzliches!

Das sollten Sie wissen

Eltern sind auch für volljährige Kinder unterhaltspflichtig: Der Unterhaltsanspruch ist nicht an ein Alter, sondern an das Verwandtschaftsverhältnis geknüpft.

Nach Abschluss einer beruflichen Ausbildung entfällt grundsätzlich der Unterhaltsanspruch, da das Kind auf eigenen Beinen stehen kann.

Eine Zweitausbildung müssen die Eltern im Regelfall nicht finanzieren.

Ab dem 18. Lebensjahr sind beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet. Jeder Elternteil hat dann entsprechend seinem Einkommen einen Anteil zu zahlen.

Die Höhe des Unterhalts eines volljährigen Kindes ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle, wenn das Kind noch bei einem Elternteil wohnt.

Lebt das volljährige Kind nicht mehr bei einem Elternteil, beläuft sich der monatliche Unterhalt auf 670 Euro. Studiengebühren und die Kosten von Kranken- und Pflegeversicherung können als Mehrbedarf geltend gemacht werden.

Eltern sind gemäß § 1601 BGB gesetzlich dazu verpflichtet, den Lebensbedarf ihres Kindes sicherzustellen. Die Unterhaltspflicht endet nicht mit der Volljährigkeit. Erst wenn das Kind in der Lage ist, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, entfällt der Unterhaltsanspruch.

(Quelle: http://www.finanztip.de/unterhalt-volljaehrige-kinder/)

Da er aber weder Krank noch sich  in einer Ausbildung befindet, muss er eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, sollte er dies nicht tun verliert er seinen Anspruch auf Unterhalt. Allerdings würde er den Anspruch wiedererlangen sobald er eine Ausbildung beginnt.!

Warum solltest Du Deinen Sohn unterstützen? Er wird ja wahrscheinlich bei Dir leben, so dass ihm ein Teilzeitjob ausreicht. Du kannst ihn nur vor die Tür setzen, damit er feststellt, dass er nicht weit kommen wird.

Selbst wenn nicht, es ist dein Kind also solltest du es auch unterstützen. Ich erlebe sowas gerade mit einer Freundin und sie leidet sehr darunter, dass ihr Vater ihr kein Geld zahlt

sie leidet sehr darunter, dass ihr Vater ihr kein Geld zahlt

Von mir kein Mitleid. Sie könnte ja sofort wieder Unterhalt bekommen, wenn sie nach den Regeln spielt. Entweder Ausbildung antreten oder zumindest Ausbildungssuchend melden. Wenn ihr das zuviel ist, leidet sie offenbar nicht genug darunter.

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Was meinst Du denn, was es Deiner Freundin bringt, wenn sie von ihrem Vater unterstützt wird? So viel, dass sie sich weiterhin nicht um ihre Zukunft kümmern braucht, da sie ja weiß, dass Papa Geld rüberschaufelt? Ich denke nicht, dass ihr damit geholfen ist. Ab einem gewissen Alter muss ein Mensch Verantwortung für sich selbst übernehmen und kann sich nicht auf Papa oder Mama berufen. Wenn sie in dem Alter ist, eine Ausbildung anzustreben, dann soll sie das bitteschön auch tun und nicht darüber klagen, dass Papa den Geldhahn zudreht. Dies ist eine Geschichte, die hat mit geben und nehmen zu tun. Sollte sie während einer Ausbildung finanzielle Unterstützung brauchen, weil sie zu wenig verdient, könnte man immer noch mal mit Papa sprechen und wenn es ihm dann einleuchtet, ist er mit Sicherheit auch gewillt Töchterlein zu unterstützen.

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@conelke

Sie hat letztes Jahr ein FSJ gemacht und hat nun leider keinen Studienplatz bekommen. Jetzt macht sie erstmal mit Aushilfsjobs weiter. Es ist also nicht so, dass sie sich nicht um ihre Zukunft kümmert. Ihre Mutter hat sehr wenig Geld und sie musste ihren Gesamten verdienst vom FSJ ihrer Mutter geben, damit die beiden über die Runden kommen. Da finde ich schon, dass ihr Vater sich ruhig mal beteiligen kann. Ihr Bruder bekommt von dem Vater eine Wohnung und tolle Urlaube bezahlt während sie gar nichts bekommt. Und ja stellt euch vor sie leidet da ziemlich drunter.

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@Horzi96

Deine Freundin sollte sich Ausbildungssuchend melden (beim Arbeitsamt) - DANN stünde ihr nämlich Unterhalt von ihrem Vater zu ... tut sie das nicht ist es ein selbstgewählter Verzicht auf Unterhalt

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@Cerealie

Ja nur dann fangen die ja auch an, ihr immer Ausbildungsplätze zu vermitteln oder sie muss Bewerbungen schreiben oder sowas. Und sie möchte ja keine Ausbildung machen sondern das Studium und nächstes Jahr bekommt sie höchstwahrscheinlich einen Platz...

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Nein, wenn er sich derartig verweigert nicht mehr.

Nein, aber darfst probieren ihm mal den Kopf zu waschen.^^

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