Unregelmäßige, schwache Periode als Auswirkung von Magersucht?

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5 Antworten

  • Mädchen mit weniger als 18% Körperfettanteil leiden oft an Zyklusstörungen, sehr geringer Brustgröße und Libidoschwäche. Für Sexualität, Fortpflanzung, regelmäßigen Zyklus und normale Libido ist dieser Mindestwert an Körperfettanteil einfach nötig.
  • Eine sehr schwache oder unregelmäßige Blutung deutet auf genau diese magersuchtbedingten Zyklusstörungen hin -- nicht mehr und nicht weniger. Durch die Magersucht werden die hormonellen Regelkreisläufe gestört und die Periode kann früher, später, gar nicht, schwächer auftreten und Schmierblutungen treten oft an beliebigen Tagen auf.
  • Du kannst dich natürlich NICHT darauf verlassen, unfruchtbar zu sein, sondern musst trotzdem jederzeit zuverlässig verhüten. Es kann gerade bei unregelmäßigen Zyklen jederzeit irgendwann zu einem Eisprung kommen. Auf der anderen Seite ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Fruchtbarkeit zur Zeit eingeschränkt.
  • Ratschlag 1: Falls du sexuell aktiv bist, auf jeden Fall zuverlässig verhüten, am besten mit einer nicht-hormonellen Methode, zum Beispiel Gynefix. Lass dich von deinem Frauenarzt beraten. 
  • Ratschlag 2: Dringend wieder genug essen und den Körperfettanteil erhöhen. Du schädigst deinen Körper auf mannigfache Art nachhaltig und zum Teil unwiderruflich.

Das liegt an Deiner Magersucht, da brauche ich gar nicht größer drüber nachzudenken.

Bleib am Ball, schreibe alle Therapeuten an, die sich auf Jugendliche mit einer Essstörung spezialisiert haben. Die findest Du hier

http://lppkjp.de/fur-patienten-und-ratsuchende/psychotherapeutensuche/

Erst das Bundesland anklicken, dann auf Patienten gehen und dann links Psychotherapeutensuche anklicken

oder hier

https://www.therapie.de/psychotherapie/-ergebnisse-/?ort=64293

Da muss man viel Energie aufwenden. Als ich meinen Therapeuten gesucht habe, habe ich 17 Therapeuten per Mail angeschrieben und sehr vielen auf den Anrufbeantworter gesprochen; grade mal 5 haben mir geantwortet, und nur eine Zusage. Lass Dich also nicht entmutigen.

Dein Hausarzt kann Dich dabei evtl. auch unterstützen und kennt evtl. Psychotherapeuten,die er empfehlen kann bzw. - wenn Du einen guten Arzt hast - kann er selbst mal zum Hörer greifen und für Dich einen Termin ausmachen.

lg Lilo


Eine genaue Prognose wird Dir keiner geben können, da müsstest Du schon einen Gyn konsultieren. Aber ja, wenn eine Frau physisch am Existenzminimum lebt, unterernährt ist und zu wenig Körperfett hat, dann stellt der Körper den Zyklus ein, um eine Schwangerschaft zu verhindern, für die er keine Reserven und Kräfte zur Verfügung hat.

Je nachdem wie lange Du schon magersüchtig bist, kann sich das dann allmählich in diese Richtung entwickeln. Diese Unfruchtbarkeit kann temporär sein und sich wieder legen, sobald Du Deine Krankheit einigermaßen im Griff hast und wieder zunimmst. 

Immerhin weißt Du, dass Du Hilfe brauchst, das ist schon mal ein großer, wichtiger Schritt! Wünsche Dir alles Gute auf dem Weg zum Gesundwerden!

Mach einen Termin bei deinen Frauenarzt oder Hausarzt aus. In der Regel ist die Periode bei jungen Menschen selten gleichmäßig. Such dein Untergewicht wird diese noch mehr durcheinander gebracht

Ja, das hat mit deinem langanhalten Energiemangel zu tun und nennt sich Hungersterilität. Ist von abgemolkenen Hochleistungskühen wohlbekannt.

Bei länger anhaltendem Mangel schaltet der Körper Luxusaktivitäten ab, das ist unter anderem die Sexualität. Erstens kostet Sexualität selbst zu viel Energie, zweitens würde das Ergebnis von Sexualität, nämlich eine Leibesfrucht, nicht erhalten werden können.

Alles konzentriert sich auf das schiere Überleben.

Zunächst stottert der Motor der Sexualität. Mal früher mal später, mal schwächer mal stärker - der Rhythmus kommt durcheinander, bis sie ganz aufhört.

Die gute Nachricht ist: das ist reversibel; also wenn du's nicht ganz und gar zu weit getrieben hast.

 

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