Unnütze Tiere?

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11 Antworten

Jede Tierart ist auf der Suche nach einer ökologischen Nische, wo es genug Nahrung gibt und möglichst wenig Feinde, die die Art gefährden könnten.
Da ist der Grottenolm auf eine geniale Nische gestoßen. Er bezahlt mit dem Verlust von Licht, Luft und Sonne, er kann nicht mehr sehen. Wozu auch, im Dunkeln gibt's halt nicht zu sehn.
Läßt er sich außerhalb seiner Höhle blicken, wird er genauso Opfer von Raubtieren, wie alle anderen. Aber wie schon gesagt: his cave is his castle (seine Höhle ist seine Burg ;-)))

Man verzeihe mir die Personifizierung einer Tierart, aber so ist es leichter klar zu machen.

Es ist auch nicht die Aufgabe und die Absicht einer Tierart, sinnvoll für die Nahrungskette zu sein. Im Gegenteil, es ist eine Leistung, wenn es einer Tierart gelingt, sich (etwas) außerhalb zu stellen. Insofern; Hut ab Grottenolm.

Ein wirklich "unnützes" Tier gibt es in der NATÜRLICHEN Nahrungskette eigentlich nicht.

Selbst der "Grottenolm" hat als extrem spezialisierte Lebensform in Höhlen je nach Region auch noch ebenso spezialisierte Fressfeinde.

Ich würde daher eher diesen unrühmlichen "Titel" an jegliche Form von parasitischen Lebewesen vergeben, welche sich stark schädigend im Körperinneren des Wirtstieres ( jeglicher Art ) ansiedeln und nicht einfach in "Symbiose" leben, sondern den Wirt ganz rücksichtslos sogar bis zu seinem Tode durch ihr Handeln schädigen. ( hier sogar noch spezieller all jene Parasiten, deren eigene Arterhaltung nicht direkt vom Tod des Wirtstieres abhängig ist )

Ein Parasit, der seinen Wirt tötet, ist ein dummer Parasit.

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@Dackodil

Ist doch mein Reden...aber solche Parasiten bringt die Natur halt leider auch hervor.

Das sind in der Regel fehlgeleitete Parasiten ohne Anpassung zwischen Wirt und Wirtsorganismus zum Reproduktionszyklus der PARS. 

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@Parhalia

Die Worte "leider", fehlgeleitet" und auch mein "dumm"  sind menschliche Beurteilungen und Kategorien, die eigentlich in einer Betrachtung von Beziehungen verschiedener Tierarten nichts zu suchen haben.

Auch die Beziehung von Parasit oder Krankheitserreger mit seinem Wirt ist einer Entwicklung unterworfen.
Man darf z.B. vermuten, daß das HI-Virus, das ja maximal seit 100 Jahren den Menschen befällt, irgendwann seinen Schrecken verlieren wird, weil es sich so adaptieren wird, daß es zu einer Koexistenz des Menschen mit einem "harmlosen" Virus kommt.

Diese Hoffnung wird genährt, seit man im Regenwald der Insel Bioko vor der Westküste Afrikas Affen entdeckte, die zwar SIV pos. sind, aber nicht erkranken. Guckst du hier:
www.Zeit.de/wissen/gesundheit/2010-09/HIV-SIV-Ursprung

Die Beispiele ließen sich fortsetzen.

Für was steht eigentlich bei dir die Abkürzung PARS? Panzer-Abwehr-Raketen-System?

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Hallo! Kein Tier ist wirklich unnütz und schädlich - wir Menschen schon. Früher lebte der Mensch im Einklang mit der Natur - heute ist er dabei alles - und auch sich selbst - zu vernichten. 100 Tierarten lässt er täglich aussterben, in 3 Jahren wird Wald in Größe von Deutschland vernichtet. 

Der Mensch vernichtet die Festplatte der Natur und eine Kopie gibt es nicht.

Alles Gute.

Es ist der Mensch. Ohne die Menschheit kann die der natürliche Lebenslauf weitergehen. Er kann dann sogar endlich überhaupt natürlich sein.

Jedes noch so "unwichtige" Insekt kann ein wichtiger Bestandteil der Ernährung eines Vogels sein. Stirbt dieses Insekt, dann stirbt der Vogel. Das würde dann so weitergehen, bis es kaum bis gar kein Leben mehr gibt. 

Andere Tiere erfüllen alle einen Zweck in der Natur. Nur der Mensch halt nicht...

Es kommt immer darauf an, was du alles in die Nahrungskette inkludierst. Für Zersetzer und Aasfresser ist jedes Lebewesen wichtig, für Parasiten ebenfalls, genauso wie für Krankheitserreger wie Viren und Bakterien.

Es gibt kein "sinnlos" in der Natur.

Menschen natürlich sonst gibt es eigentlich nicht viel glaube ich...
Vielleicht Würfel Qualen oder Zecken?

Solche Tiere gibt es nicht. Kein Tier der Welt ist wirklich unnütz. 

Hi, jesuscrystal.

Grins: Treffen sich 2 Planeten.

Sagt der eine: Ich hab Human. Lächelt der Andere: Macht nix. Das vergeht wieder.

Der Grottenolm https://de.wikipedia.org/wiki/Grottenolm , fasziniert schlicht.

Die Zecke nährt zwar keinen Vogel, ist aber der Wirt in einer faszinierenden Fortpflanzungskette für gleich 2 Schlupfwespenarten.

# 1 legt ihr Ei in den Zeck und # 2 pflanzt ihres in genau das Teil.

Es gibt kein unnötiges Tier, lG.

In einigen Landstrichen der Erde gibt es auch auf äusserliche Parasiten ( u.A. Zecken ) spezialisierte Vogel- / und Echsenarten. Die kommen aber an Land eher nur dort vor, wo warmblütige Tiere ein sehr kurzes Fell haben und Symbiosen mit den "Sammlern" entwickelten.

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@Parhalia

Du meinst sowas wie Madenhacker auf Gnu und Co. Okay, an die dachte ich nicht, weil die nicht hier wohnhaft sind...

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Der Mensch! 

den Menschen

Ein Teil der Menschheit hat es geschafft, sich seit kurzer Zeit (wenige hundert Jahre) in einem begrenzten Teil der Welt (Europa, Amerika, Australien, Teile Afrikas und Asiens) seinen Freßfeinden zu entziehen.

Am Prinzip, daß wir nämlich zum Beuteschema vieler Raubtiere gehören und damit Teil der Nahrungskette sind, ändert das nichts.

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Ich frage mich immer, wieso Noa die zwei Stechmücken nicht erschlagen hatte.

Womit sollten dann die Meisen ihre Küken füttern?

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@Dackodil

Genau! Die gesamte Nahrungskette inklusive vermeintlichem Ungeziefer musste mit.

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@Dackodil

Alles was Stechmücken frisst, frisst auch Fliegen. Die Meisen werden also nicht verhungern.

Höchstens gewisse Viren bekommen Probleme, bei der Verbreitung.

PS: Meisen fressen  im Sommer Insekten, Würmer, Larven, Läuse, Beeren und im Winter fressen die Obst, Nüsse, Haferflocken, Rosinen und Sämereien.

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