Unnormale Migräneschmerzen die nicht auszuhaltbar sind?

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3 Antworten

Hallo JokingFace,

leider wissen viele Ärzte nicht viel über Migräne, obwohl die Migräne mittlerweile schon gut erforscht ist und es auch Medikamente dagegen gibt. Paracetamol und Aspirin sind „normale“ Schmerzmittel. Die üblichen Schmerzmittel sind aber bei Migräne nicht ausreichend wirksam. Deshalb nehmen Migränepatienten meistens zu viele davon ein. Das kann zu zusätzlichen Kopfschmerzattacken führen, den so genannten Medikamenteninduzierten Kopfschmerzen. Zu einem Medikamentenkopfschmerz kann es kommen, wenn an mehr als 10 Tagen im Monat und länger als 3 Tage hintereinander Schmerzmittel eingenommen werden.

Es gibt spezielle Migräneschmerzmittel – Triptane (z. B. Sumatriptan) - die im Notfall zuverlässig gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome wie Übelkeit helfen. Die soll man aber (wie alle Schmerzmittel) höchstens an 10 Tagen im Monat einnehmen, da sonst der medikamenten-abhängige Kopfschmerz hinzukommt. Die Triptane, die am besten wirken, sind verschreibungspflichtig. Ein Neurologe ist bei Migräne der zuständige Facharzt.

Mir hilft bei meiner Migräne auch die Vorbeugung, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Menschen, die zugleich auch eine Histaminintoleranz haben, auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräneattacken.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Auf dem MRT-Bild ist Migräne übrigens nicht zu erkennen. Ein MRT wird nur gemacht, um andere Ursachen für die Kopfschmerzen auszuschließen. Die Ursache der Migräne ist eine geerbte Migräneveranlagung, bei der die Nervenzellen im Gehirn besonders leicht reizbar sind.

LG Emelina

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Ich bin zum Glück kein Migränekandidat und kann daher nichts Persönliches empfehlen. Würde aber dieselben Bedenken haben, wie du, wenn es um einen permanenten Einsatz von Paracetamol geht.

Lass dich nicht abservieren beim Arzt. Suche nochmals den Neurologen auf und finde mit ihm zusammen eine Therapie. Wenn du mit deinem jetzigen Arzt unzufrieden bist, hol' dir eine Zweitmeinung ein.

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Kommentar von JokingFace
22.05.2016, 07:54

Es hat nichts mit dem Artzt zutun, die Ärtzte finden einfach keine Erklärung und Sie finden auch nichts bei den Kopfbildern etc. (MRT)

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Das ist kein medizinischer Rat an dich, aber ich kann dir sagen, was mein Doc geraten hat, da ich wegen einer Herzkrankheit keine Migränepräparate nehmen sollte:

Bei mir kündigt sich Migräne durch Sehstörungen an. Ich soll beim geringsten Anzeichen 1.000 mg ASPIRIN Plus C (Brausetablette) trinken. Und was soll ich sagen ... es funktioniert bei mir.

Ich bin zwar der Meinung, dass jedes andere (deutlich preiswertere) ASS-Präparat genauso helfen müsste, aber mein Doc ist da eben anderer Meinung und "besteht" ausdrücklich aus ASPIRIN Plus C Brausetabletten.

Allerdings sind die Ursachen für Migräne sehr unterschiedlich und es kann sich dabei um ein Anzeichen für ernste Erkrankungen handeln. Also solltest du in jedem Fall die Ursachen ärztlich abklären lassen und das nicht einfach als "Befindlichkeitsstörung" abtun.

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Kommentar von JokingFace
22.05.2016, 07:55

Ich versuche es mal mit dem ASPIRIN, in letzter Zeit hatte ich eh zuviele Medikamente in mir genommen

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