Universum wächst?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Hallo helfedir,

Im Rahmen einer neuen Art von Relativitätstheorie könnte man auch das Umgekehrte annehmen. Nicht das Universum oder der Raum wächst, sondern die Materie verkleinert sich (bzw. die Dimensionen welche die elektrische, die schwache und die starke Wechselwirkung vermitteln) . Dieser Ansatz würde zumindest das Problem der Anfangssingularität lösen. Siehe hierzu auch die Antwort von soehl 09.07.2012 - 13:15 auf die Frage "wie-ist-das-universum-urspruenglich-entstanden" (http://www.gutefrage.net/frage/wie-ist-das-universum-urspruenglich-entstanden). Die Rotverschiebung des Lichtes weit entfernter Objekte müsste dann z.B. interpretiert werden als relative Vergrößerung der Wellenlänge bezüglich unserer zwischenzeitlich zusammengeschrumpften Materie. Falls jemand in diesem spannenden Ansatz der Materieverkleinerung wissenschaftliche Widersprüche findet oder ihn wissenschaftlich widerlegen kann, ist er/sie herzlich eingeladen dies mitzuteilen. Eine Richtung in der man nach Widersprüchen suchen könnten wäre eventuell die Energieerhaltung: z.B würde aus der Sicht des Raumes die Materie mit der Zeit immer höherfrequente Strahlung aussenden... Auch die Beschreibung der Schwerkraft müsste dann nochmal überdacht werden - Würden weit entfernte Objekte dann schwerer oder größer erwarte werden als sie es tatsächlich sind?

Die zwei bedeutenden Vorteile dieser Theorie wären jedenfalls: (1) Vermeidung der Singularität am Anfang (2) Konstante absolute Größe des Raumes.

PS: Wenn diese Vorstellung den menschlichen Verstand nicht überfordert, dann wird ihn wahrscheinlich nichts mehr überfordern - außer das Nachdenken über ein paar kleine Extra-Multiversen.

Der Raum wächst mit dem Universum. Sonst müsste ja das Universum in den "Unraum" hineinwachsen. Das Universum ist, wie der Name sagt, universell, somit allumfassend, auch jeden Raum umfassend. Es kann niemals ein "Außerhalb von allem" geben.

Hallo helfedir,

Es ist eigentlich ganz einfach. Eine Menge Leute haben eine fehlerhafte Vorstellung davon, wie sich der Raum ausdehnt. Es kommt dann zu Missverständnissen wie "was ist dahinter" oder "wie kann sich etwas Unendliches ausdehnen".

Eigentlich ist der Begriff Raumausdehnung falsch. Besser wäre es zu sagen, der Raum wird mehr.Das heißt also, im Raum entsteht einfach neuer Raum, es ist also plötzlich mehr vorhanden. Eine Expansion von einem gemeinsamen Punkt irgendwo innerhalb des Universums findet also gar nicht statt. Deswegen ist auch müßig zu fragen wo denn im Universums der Urknall stattfand. Aus heutiger Sicht müsste man sagen überall im Universum - wobei das Universum zu jenem Zeitpunkt auf die Größe weit jenseits von Atomkernen geschrumpft war.

Verursacht wird die Raumausdehnung ( oder besser besagt, die Raumvermehrung) vermutlich durch die so genannte dunkle Energie. Aber über dieses Phänomen wissen wir bisher einfach zuwenig, als dass dir irgenein Mensch adäquate informationen liefern könnte.

LG Gim

Das Universum ist begrenzt. Begrenzt auf jenen Raum der durch die Materie des Universums gefüllt ist. Der unendliche, leere Raum darum herum gehört nicht zum Universum.
Nun wdiersprechen sich die Begriffe Raum und unendlich ja irgendwie. ;-)
In der Vorstellung des Menschen muss ja alles irgendwo seine Grenzen haben. Jeder Raum, jede Zeit. Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei ;-P).
Nur, was kommt hinter diesem Ende? Irgendwie muss es ja weiter gehen. (hat nun doch nicht alles ein Ende? ;-P)
Das sind alles Sachen die sich der Mensch in seinem einfachen Denken einfach nicht vorstellen kann. ;-)

Das Universum macht sich seinen Raum selbst. Aber es gibt verschiedene Thesen darüber. Alles wissen wir auch noch nicht, über das Universum, aber viel. Was wir heute real wissen, das es den Big Bang vor 13,75 Milliarden Jahren gab, aber genau können wir das Geschehen erst 10hoch43 Sekunden nach den Urknall verstehen! Was davor geschah(Die "Plank-Ära")also der Sekundenbruchteil davor, liegt weiterhin im Dunkeln! Man Weiß, das die Planktemperatur bei 100000 Milliarden Milliarden Milliarden Kelvin lag. Die Verschmelzungstemperatur von Raum und Zeit. Was man noch sicher weiß, das in dem realem Zeitraum des Urknalls (Singularität) die Gesetze der bekannten Physik noch keine Gültigkeit hatten! Kaum eine Minute danach hatte sich schon ein Raum von einer Millionen Milliarden Kilometer Durchmesser aufgebläht! Die Ausdehnung verlangsamte sich nach einiger Zeit und beschleunigt sich wieder. Heute liegt die Ausdehnungsgeschwindigkeit, erneut über der Lichtgeschwindigkeit.

Der Anfängliche Raum war mit purer Energie erfüllt. Genau zu jenen Zeiten entstanden die kleinsten Teilchen des Universums, auf die sich später alles aufbaute und weiter bildete. Die Elementarteilchen (Quanten). Sie schossen durch den entstehenden und sich ausdehnenden Raum wie Geschosse. Das waren Zeitspannen von wenigen Millisekunden, in denen das geschah. Die Elementarteilchen fügten sich in den nächsten Minuten zu den nächstgrößeren Teilchen zusammen. Zu Neuronen, Protonen und Elektronen. So entstand die Materie. Daraus entstand ein dichter und undurchdringlicher Nebel. Der Urnebel. In der Phase konnte nichts aus dem Nebel dringen. Auch nicht Photonen(Licht), die durch die Aktionen der Elementarteilchen andauernd entstanden und wieder vergingen. Die Photonen wurden immer wieder in dem dichtem Nebel von den Elementarteilchen eingefangen. Eine Kettenreaktion also. 380 000 Jahre später ist die Temperatur des Universums auf 2700 Grad gesunken und der dichte Nebel lichtete sich. Nun konnten die ersten Atomkerne entstehen die aus Neutronen und Protonen zusammen gesetzt sind. Jeder Atomkern fing sich einen Elektronen ein, die ihn umkreisen. Nun konnte das erste Licht endlich dem Nebel entkommen, und durch das Universum reisen. Dieses erste Licht können wir heute noch nachweisen. Es wurde durch die Ausdehnung des Universums seit dem zwar sehr gestreckt und so zu sagen, in die Länge gezogen bei uns an, aber was wir heute unter Mikrowellen Hintergrundstrahlung kennen, ist genau dieses veränderte Licht aus jenen Zeiten. Und da es erst nach dem lösen des Ur-Nebels in den Raum entweichen konnte, können wir auch nur bis zu dem Zeitpunkt zurückblicken. Die ersten 380000 Jahre bleiben also im dunklem.

Über das davor gibt es lediglich, Vermutungen. Die Multiversentheorie als Beispiel. Demnach ist unser Universum nur eines zwischen unzähligen anderen Universen. So wie die Galaxien in unserem Universum, soll es genau so auch im großem zu gehen. Auch der Urknall soll so ausgelöst worden sein. Durch die Kollision zweier viel älterer Universen. Da in jedem Universum, andere Raumzeit Gesetze und physikalisch chemische Prozesse gelten, neutralisierten sich so, zwei Universen, und lösten den uns bekannten Urknall aus. Aber diese Theorie ist natürlich noch nicht, belegbar. Aber es gibt erste Indizien dafür. Neue Gesamtstrukturaufnahmen des Universums, auf dem an 4 Stellen, Dellen zu sehen sind. Sie könnten durch vorbei schrammen, anderer Universen entstanden sein. Aber es könnte dafür natürlich auch noch andere Erklärungen geben. Daher, warten wirs mal ab, was die Zukunft noch bringt und ob wir jemals das Rätsel lösen können. Ich gehe aber von der Multiversentheorie aus, was viele Fragen klären würde.

helfedir 15.03.2012, 21:41

ok danke mal.. da muss ich mal was lesen :D

0
chrisif96 15.03.2012, 23:17

Planck zeit = 10 hoch MINUS 43 Sekunden.

0
sasukeuchia97 16.03.2012, 15:16
@chrisif96

@ chris nein das ist ein wichtiger aspekt ;D den zwischen 10 hoch minus 43 sekunden und 10 hoch 43 sekunden ist doch ein beträchtlicher unterschied ;D

0

Der Fehler ist dass du dir das Universum dreidimensional vorstellst, Quasi wie ein sich ausdehnende Blase. Das Universum ist aber multidimensional, es gibt weder unten noch Oben, es ist unmöglich sich dass zu visualisieren. Nach der Quantenphysik könnte das Universum einen in sich selbst schließenden Komplex oder einen solchen mit anderen Multiversen bilden.

helfedir 15.03.2012, 21:36

Habt ihr studiert? also ich check das jetzt i-wie.. aber i-wie bekomme ich auch kopfschmerzen -.-

0

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen dehnt sich unser Universum, in dem wir uns befinden aus. Das besagt aber nicht, daß das alles sein soll, was es an "Raum" bzw. "Räumen" im Weltall gibt. Meines Erachtens existiert als Basis für unser Universum gar kein Raum. Jedenfalls nicht das, was wir uns unter einem Raum vorstellen. Es ist vielmehr so, daß überall etwas ist: Und zwar die reine Existenz, das Sein. Unendlich nach allen Richtungen und in unendlich vielen Dimensionen. Dazu kann man dann nicht mehr Raum sagen, da ein Raum als etwas Begrenztes definiert ist. Und es gibt auch nicht nur ein Universum sondern unendlich viele. Sogenannte Multiversen.

David Bohm, ein amerikanischer Wissenschaftler und Schüler Einsteins ist sogar der Ansicht, daß in jedem Punkt das gesamte Weltall enthalten ist (Weltall = Gesamtheit aller Universen bzw. Multiversen). Ist natürlich nur eine Theorie. Aber wenn sich diese irgendwann mal bewahrheiten sollte, wären wir in der Lage unser kaum zu begreifendes und in vielerlei Hinsicht widersprüchliches Weltbild erheblich besser zu verstehen...

Was möchtest Du wissen?