Uni verklagen?

3 Antworten

Das ist schon eine komplexere Geschichte, die man mit einem Anwalt zusammen prüfen sollte. Es kommt insbesondere darauf an, was der genaue Grund für die Verzögerung ist. Ich befürchte jedoch, dass die Aussichten eher schlecht sind. 

Da hier jedoch Rechtsberatung unzulässig ist, rate ich dir, dass Du eine Beratung durch einen Rechtsanwalt in Anspruch nimmst. In der Regel kostet eine Erstberatung nicht viel.

Der Sachverhalt sah wie folgt aus:

Ich hatte in einer Prüfung 11 Punkte. Offiziell hatte man mit 12 bestanden. Aber in der Prüfungsordnung gab es seinerzeit die folgende Regelung:

"Die Gleitklauselregelung wird in die Studien- und Prüfungsordnung für den Modellstudiengang Humanmedizin analog zur  Regelung der ÄAppO eingepflegt. Es wird also das arithmetische Mittel der Referenzgruppe (=alle Erstschreiber) gebildet und anschließend 22% abgezogen (dies ist dann die „relative“ Bestehensgrenze)."

So war es auch in der o.g. Prüfung. Also hätte ich mit 16 bestanden, weil die Klausur so schlecht ausgefallen ist. Allerdings weigerten sich die Anatomen, dies anzuerkennen, sodass ich über die Rechtsabteilung gegangen bin.

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@Retrohure

Ich habe den Satz oben nur schnell im Internet gefunden. Studiere im regulären Studiengang. Nicht Modell

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Nur wenn du nachweisen kannst, dass allein die Uni dafür verantwortlich ist, dass sich dein Physikum verzögert hat. Zum Beispiel durch Organisationsversagen...

Das Physikum musstest du doch längst hinter dir haben.Die Uni zu verklagen halte ich für mittelschwer aussichtlos. Die haben auch Anwälte. Die Kosten, die da auf dich zukommen, wiegen den möglichen Gewinn wohl kaum auf. Welche Geldgewinne erwartest du denn? Bzw. welche Kosten willst du erstattet bekommen?

Andererseits: Hat die Rechtsabteilung der Uni ihr Verschulden schriftlich bestätigt oder nur so mündlich "Jau, das haben wir verbockt"?

Ja, habe ich auch. Aber prinzipiell hätte ich ja schon 1/2 Jahr früher anfangen können zu arbeiten - sprich Gehalt zu bekommen.

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@Saftpresse24

Potentiell finde ich da, dass du das hättest früher angehen müssen, nicht kurz vorm Hammerexamen (oder schon Approbation?).

Da du dieses Verschulden aber schriftlich bestätigt hast, würde ich aber doch mal zum Anwalt gehen - das kann eventl. einige Rechtsschritte vereinfachen; schließlich hast du bereits ein "Geständnis" der Uni. Der ASTA hat üblicherweise auch eine Rechtsberatung, da kann man ganz kostenlos hin und wird sicher kompetenter beraten als hier auf gutefrage.net ;)

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@Saftpresse24

Potentiell könntest du aber auch Schwierigkeiten haben einen Job zu finden, hättest also kein Einkommen welches Erstattet werden müsste.

Alles nur Eventualitäten für die es werder Nachweise noch Garantien gibt. 

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