Ungültige Punkte im Mietvertrag

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Der Passus ist etwas eigenwillig formuliert, definiert aber im Endeffekt nichts, was nicht ohnehin nach BGB haftungsrechtlich vorgegeben wäre. Denn für das Inventar des Mieters haftet der Vermieter (hier "Hauptmieter", also wohl ein Untervermietungsvertrag) ohnehin nur insoweit, als das eigentlich verursachende Schadensereignis ihm schuldhaft zuzurechnen wäre. Kommt es also zu einem Feuchtigkeitsschaden ohne Fremdverschulden (typischer Fall z.B. Rohrbruch), ist das Inventar des Mieters nicht versichert und es entstehen auch diesbezüglich keine haftungsrechtlichen Ansprüche gegen den Vermieter. Deswegen (hint!) gibt es Hausratversicherungen.

Ob es da steht oder nicht, ist eigentlich egal. Der Vermieter haftet nicht für Schäden an deinem Eigentum (Möbel etc.). Das ist allgemein gültiges Recht. Es sei denn, wie er erwähnt, das es vorsätzlich beschädigt wird.

Da irrst du wohl. Es kann durchaus sein, dass bei bestimmten Schadensereignissen der Vermieter haftet. Dazu hat er eine Haftpflichtversicherung. Deren Kosten legt er auf die Mieter um (Betriebskosten). Hier sehe ich zum Beispiel ein undichtes Dach.

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Er will sich wohl gegen Schimmelbildung absichern..Eventuell gabs da mal was in seinen Wohnungen, Häusern^^ Sobald eine Vertragsklausel gegen geltendes Recht verstößt, den Mieter unangemessen benachteiligt oder auch gegen zwingende Rechtsvorschriften verstößt, sei sie unwirksam, erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin - und der Streit werde zugunsten des Mieters entschieden. “Das gilt auch dann, wenn beide Parteien ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen.“ Quelle: http://www.merkur-online.de/service/wohnen-leben/ratgeber/unwirksame-klauseln-nicht-mietvertrag-stehen-darf-750106.html

Der zitierte Passus ist nur leider ebenso beliebig wie im Kontext unzutreffend. Denn auch bei Schimmelbildung (um mal bei Deinem Beispiel zu bleiben) müsste ein Kausalzusammenhang zwischen Schaden und einem vom Vermieter schuldhaft zu verantwortendem Handeln hergestellt werden können. Ist dem nicht so (und das ist in den allermeisten Fällen leider Fakt), haftet der Vermieter nach BGB ohnehin nicht für Inventarschäden des Mieters. Die mögliche Unwirksamkeit dieser zitierten Klausel würde dem Mieter also auch nichts bringen.

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