unglücklich mit Therapeutin-wie komme ich aus dieser Situation raus?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Wenn du dich nicht ernst genommen fühlst, solltest du dir einen anderen Therapeuten suchen, sonst hat das Ganze keinen Sinn. Nicht alle Therapeuten sind auch gute Therapeuten. Zudem ist EMDR in der Wissenschaft umstritten und da du dich an nichts erinnern kannst, scheint die Sitzung bei dir irgendwie misslungen zu sein, denn eigentlich geht es dabei auch um Konfrontation. Du musst in deiner Situation zunächst an dich denken, denn die Kommunikation zwischen Therapeuth und Patient muss stimmen. Zudem verbindet euch keine Freundschaft, sondern du bist ein zahlender Kunde. Wenn du dich dort nicht wohlfühlst, solltest du dir nun wirklich keine Gedanken darum machen, ob es deine Therapeutin verletzen könnte, wenn du die Zusammenarbeit beendest. Mach dir lieber Gedanken um dich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nach 5 Sitzungen kannst du noch nicht viel erwarten. Eine EMDR Sitzung ist gar nichts. Da baucht man schon mehrere bis sich ein Erfolg zeigt. Wenn du dich an gar nichts mehr erinnerst ist, dann bedeutet das nicht, dass es 0 Erfolg gebracht hat. Das bedeutet vielleicht, dass es mehrere Sitzungen benötigt bis du dich soweit öffnen kannst um dich den Dingen zu stellen.

Wenn du bei einer PTBS erwartest, dass nach ein paar Sitzungen schon deutliche Besserung eintritt, dann bist du auf dem Holzweg. So eine Therapie zieht sich über Jahre,


Im Dezember anfangen und im Januar hin schmeißen ist etwas übereilt, vor allem, wenn du dich bei der Therapeutin wohl fühlst.

Sie nimmt mich nicht ernst

Ist das nicht nur dein subjektives Gefühl? Sagt sie Sätze wie "Jetzt haben sie sich nicht so. Das ist doch alles nur Pippifax." ?

Sie lenkt das Gespräch in small talk ebene


Also wenn von den 5 Sitzungen eine schon EMDR war, dann wird sie nicht nur über das Wetter reden. Es mag dir so vorkommen, dass das Smalltalk ist, aber sie tastet sich vielleicht nur heran.

wenn ich kurz davor versucht habe es therapeutisch zu lenken

Bist du die Therapeutin oder sie? Hast du Psychologie studiert, oder sie? Ist es deine Aufgabe das Gespräch zu lenken, oder ihre? Stellst du dich neben deinen Automechaniker und erklärst ihm, wie er dein Auto zu reparieren hat? Stellst du dich neben den Bauern und erklärst ihm, wie er deinen Spargel zu behandeln hat, damit er am Besten gedeiht?

Ich würde mich auf ihre Art die Dinge anzugehen mehr einlassen und nicht mit vorgefertigten Vorstellungen ankommen, wie das zu laufen hat. Lass ihr etwas Zeit. Nach 5 Sitzungen kannst du meiner Meinung nach noch nicht sagen, ob es etwas bringt oder nicht. Wenn nach einem halben Jahr noch gar nichts passiert ist und sie bei jeder Sitzung 45 Minuten lang nur über das Wetter palavert, dann kannst du dich nach einem/einer anderen Therapeuten/in umsehen.

Ansonsten bist du halt ein Patient. Jeder Therapeut hat schon öfter den Satz "Ich finde keinen Draht zu ihnen und kann kein Vertrauen aufbauen. Es tut mir leid ich suche mir einen anderen Therapeuten." gehört. Keiner nimmt das persönlich. du hast die freie Arztwahl und kannst wechseln, wenn du willst. Ich würde die Flinte aber nicht nach einem läppischen Monat ins Korn werfen.

P.S.: Leider spinnt die Zitierfunktion des Editors gerade total. Packt das Zitat immer an den Anfang und wenn ich es korrigieren will wird alles was ich geschrieben habe als Zitat markiert. Naja, ich denke man sieht, wo ich aus deiner Frage zitiert habe.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von djNightgroove
19.01.2016, 13:59

Finde nicht in Ordnung, dass du die Wahrnehmung der Fragestellerin in Frage stellst. Sicher ist es ein subjektives Gefühl, wenn man sich nicht ernst genommen fühlt, aber das haben Gefühle eben so an sich, dass sie subjektiv sind. Entscheidend ist, dass sie sich als Patientin überhaupt nicht gut aufgehoben fühlt, und die Therapeutin das nicht einmal wahrnimmt, denn mit Absicht gibt sie ihr sicher nicht das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Sicher ist nach 5 Sitzungen noch keine Heilung zu erwarten, aber zumindest, dass sich langsam ein Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Patienten entwickelt. Das Gegenteil ist hier der Fall, was zu einem Teufelskreis führt: Patientin fühlt sich nicht ernst genommen, traut sich nicht, es anzusprechen aus Angst, wieder nicht ernst genommen zu werden, Therapeutin kiegt diese Entwicklung nicht mit und fährt weiter ihr Programm, wourch sich die Patientin immer weniger ernst genommen fühlt. Und seit wann muss der Patient sich auf den Therapeuten einstellen statt umgekehrt?

1

Dies ist eine unangenehme Situation, die ich durchaus nachvollziehen kann.

Meiner Erfahrung nach kommt es besonders bei einer solchen Therapie darauf an, dass die "Chemie" zwischen Therapeuten und Patienten stimmt. Passt das auf einer von beiden Seiten nicht, dann gibt es nunmal Probleme, die der andere, wenn auch nur unterbewußt, wahrnimmt.

Es ist sicherlich leichter gesagt, als getan, wenn ich meine, dass du die Karten freundlich auf den Tisch legen solltest. Anschuldigen, wie: "ich habe das Gefühl nicht ernstgenommen zu werden" sind sicherliche richtig, lassen sich aber selten sachlich begründen und führen eher zu Missverständnissen.

Wenn es denn einer Begrüdnung bedarf, dann sollte es reichen zu sagen, dass die eben diese "Chemie" nicht vorhanden ist und es deswegen schwierig für beide Seiten wäre, deine Probleme anzugehen.

Der / die Therapeut/in sollte Profi genug sein, dies nicht persönlich zu nehmen. Aber schaue dich bezeiten nach einem Ersatz um, damit du bei deiner Therapie auch weiterhin am Ball bleibst.

Ich kenne Leute die haben dies nach dem Wechsel schleifen lassen und stehen nun wieder am Anfang da.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich kann mir schon denken, dass es Dir schwerfallen wird es ihr so zu sagen, aber eine andere Möglichkeit, hast Du glaube fast nicht. Möglicherweise könntest Du zum Hausarzt gehen und um eine neue Überweisung oder Adressen bitten. Ich glaube Du musst keinen Grund angeben, wenn Du den Terapeuten wechselst.

Ganz so einfach, und ohne Überwindung scheint es nicht zu gehen. Du kannst nur den weniger unangenehmen Weg gehen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du wirst sie schon nicht verletzen. Versuch ihr zu sagen, dass es mit ihr nicht passt und aus welchen Gründen. Wenn du sie dennoch haben möchtest, kannst du ihr Tipps geben, wie sie sich verbessern kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sag ihr ins Gesicht wie du darüber denkst.

Das verletzt sie nicht (wenn sie halbwegs professionell ist) sondern hilft ihr sich besser auf dich einzustellen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?