Unglücklich mit dem Beruf- aufgeben oder durchhalten?

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9 Antworten

Versuch, Dich "durchzubeissen" - dann hast Du immerhin einen Abschluss.

Dann kannst Du immer noch was anderes lernen - darauf aufbauend oder etwas neues.

Vielleich gefällt es Dir ja auch mit der Zeit noch besser.

Hi du!

Ich fühle wirklich mit dir. Eines muss dir klar sein: Du beschreibst oben die Probleme einer jeden Altenpflegerin.

ABER:

Die Ausbildung IST hart! Hab mal einen Dozenten in einer solchen Schule sagen hören, dass er nicht in der Haut derer stecken möchte, die er unterrichtet, weil man in der Ausbildung u.a.a ein halbes Rechtsanwaltsstudium, ein halbes Med. studium, eine Apothekerausbidung machen und nebenbei zum Psychologen werden muss....wobei man ganz nebenbei noch arbeiten soll.

Du wirst die Ausbildung mit einem Staatsexamen abschließen. Das ist kein kleiner Test in der Grundschule. Auch das ist klar. Das ist kein Zuckerschlecken!

In dem Beruf hast du eine große Verantwortung, das wird sich auch nicht ändern. Aber du wirst nach der Ausbildung das nötige Wissen vollständig haben und genug Erfahrungen sammeln. Du bist ganz am Anfang. Klar ist der Druck da noch um einiges größer.

Ich rate dir trotzdem: Halte durch und vorallem: Sei stolz auf dich! Ich kann dir sagen: Auch wenn es alles mit totalem Stress verbunden ist: Es lohnt sich!

Wenn dir der Druck später im Heim mal zu groß wird: Du hast genügend andere Möglichkeiten, in dem Berufsbild zu arbeiten.

Übrigens: Altenpflegerinnen werden nicht umsonst zu den Schwerstarbeitern gezählt.

Hallo Nachtelfe,

letzten Endes ist es eine Entscheidung, die wir dir nicht abnehmen können. Du sagst, alles hinzuschmeißen wäre schlecht für deine Zukunft. Aber denkst du nicht, es wäre mindestens genau so schlecht, wenn du dich durch die Ausbildung regelrecht durchquälen musst? Zumal du ja dann denke ich mit einiger Sicherheit sagen kannst, dass du eh niemals in dem Beruf arbeiten wirst!? Wenn du wirklich so unglücklich bist und dich überhaupt nicht mit dem Beruf anfreunden kannst, wäre es aus meiner Sicht eher "weggeworfene Zeit", wenn du es durchziehen würdest. Und wenn du daran total zugrunde gehst, hast du erst recht nichts davon.

Also. Letzten Endes musst du das selbst wissen, aber wenn ich merken würde, dass mir die Arbeit so überhaupt gar nicht gefällt, dann würde ich wohl abbrechen.

Nachtelfe 18.02.2013, 11:51

Ja, ich denke dass dieses durchquälen auch schlecht ist und wäre auch erleichtert wenn es vorbei wäre. In dem Beruf als Altenpflegefachkraft werde ich nie arbeiten, aber ich weiß, dass ich mit dem Abschluss auch studieren kann oder z.B in einem Behindertenwohnheim arbeiten, wo es angenehmer ist.

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Sunmary 18.02.2013, 12:00
@Nachtelfe

Ja, das ist ein guter Plan, da müsstest du doch dann sogar bei der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin/ Heilerzieherin verkürzen können?!

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Nachtelfe 18.02.2013, 12:08
@Sunmary

Ich müsste diese Ausbildung garnicht machen, ich könnte einfach als Altenpflegerin arbeiten. Ich habe jetzt schon nachgefragt, das kann man. Aber mir wird trotzdem bange dabei, als Fachkraft zu arbeiten. Ich kann mir mich in einer Position als Chefin garnicht vorstellen, wenn ich mir die anschaue, die das machen müssen...

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Sunmary 19.02.2013, 16:32
@Nachtelfe

Das ist aber ganz normal. Geht jedem so in der Ausbildung, aber die Verantwortung ist in so einer Einrichtung nicht geringer!

Aber vielleicht solltest du das ganze nochmal überdenken: Mach doch die Zweite Ausbildung: So sammelst du noch mehr Erfahrungen und wirst sicherer in deinem Tun!

Es sind zwei unterschiedliche Berufe. Wenn du einen kannst, kannst du nicht automatisch den anderen. Wenn man sich mal eingearbeitet hat, ist es ok, aber diese Zeit...als Neuling in der Pflege...

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Nun meines Erachtens können zwei unterschiedliche Gründe ursählich sein.

  1. der Job an sich und
  2. Deine eigene Persönlichkeit.

Du sollest das zunbächst klären. Möglicherweise ist das doch Dein Traumjob, aber Deine Persönlichkeit passt (noch nicht). ganz dazu.

Sprich: Wenn Du generell ein sehr angst- oder stressanfälliger Typ bist, könnte Dir das Gleiche in einem anderen Job wieder passieren.

Hast Du schon mal drüber nachgedacht, Dein Problem einem Facharzt zu schildern?

Hast du denn keine Möglichkeit den Betrieb zu wechseln? Hinschmeißen würde ich an deiner Stelle auch nicht, weil du hast ja schon einen Teil dieser mühsamen Strecke geschafft.

Mit dem Problem der Frühschicht: das ist nicht alleine so bei dir, das ist eine der Nachteile der Schichtarbeit. Wenn du besser die Spätschichten schaffst, kannst du doch mal bescheid geben, dass du diese lieber machen möchtest, die ersten Jahre wird es bestimmt praktischer für dich sein, und wenn es dir dadurch besser geht....

Was ist denn mit deinen Arbeitskollegen, verstehst du dich gut mit denen?

Sunmary 18.02.2013, 11:51

Was nützt es, den Betrieb zu wechseln? Es liegt an den Gegebenheiten in diesem Berufsbild. Mal ganz ehrlich!? Sogar die Ärzte sagen immer, sie würden nicht mit uns tauschen wollen.

Zudem, gerade in der Ausbildung ist es wichtig, in allen Schichten zu arbeiten, sich auszukennen und Erfahrungen zu sammeln. Wird auch vorgeschrieben. und sorry, aber BITTE, sprich das nicht an...die lachen sich über dich kaputt!

Die Gewöhnung an das Schichtsystem dauert. Es ist nicht einfach. Man muss auch mal damit leben, Spät und am nächsten Tag früh zu haben, auch mehrere Male hinter einander und das während man 14 Tage durch geht. Es ist einfach so. Lässt sich nicht vermeiden. Es nervt, aber ich möchte nicht mit denen tauschen, die sich ihren Kopf über einem "normalen Dienstplan" zerbrechen und dann sollen die sich noch mit so was auseinander setzten.

Die bräuchten dann nämlich, wenn das erlaubt wäre, einen anderen AZUBI, der nur Früh macht, der Anleiter könnte dann auch nur noch Spät machen, eine andere Fachkraft müsste also da sein, die immer Früh macht....ja sehr realistisch.

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akamee 18.02.2013, 12:05
@Sunmary

Ich habe solche Dienstpläne gemacht, und ich habe die Wünsche des Personals berücksichtigt. Und es gab bei uns wesentlich mehr Leute, die lieber Frühschicht gemacht haben als Spätschicht.

Was das Gewöhnen an Schichtarbeit macht: naja, egal wie, es macht einfach nur kaputt.

Aber nicht jede Institution arbeitet unter dem gleichen Druck, manche sind halt besser besetzt als andere, aber eigentlich immer zu wenig, ich weiß. War bei uns aber nicht der Fall (hab' in Luxemburg in einem Privatheim gearbeitet). Dort konnte man besser arbeiten als bei euch, man hatte sogar Zeit zum Aktivitäten machen, man konnte den Pensionären auch mal Wellness gönnen UND es gab eine Nachtschicht, die nur Nächte gemacht haben, nichts anders.

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Nachtelfe 18.02.2013, 12:06
@Sunmary

ich könnte vielleicht wechseln , wenn es mir in einem Betrieb, in dem ich mein Außenpraktikum mache besser gefällt. Ich bin bei Spätschichten zwar fitter, aber möchte sie nicht immer arbeiten, weil man nur sehr wenig vom Tag hat. Mit meinen Kollegen ist es verschieden, ab und zu gibt es schon Ungerechtigkeiten... Es gibt zwei Fachkräfte , mit denen ich die meisten Probleme habe, aber mit den meisten Pflegehelfern komme ich gut klar. Ich bin auch eher ruhig und kann mich nicht so durchsetzten und wehren aber ein Glück werde ich trotzdem nicht gemobbt.

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Sunmary 19.02.2013, 16:36
@akamee

Andere Länder, andere Sitten! In fast jedem Land sind die Umstände in den Pflegeberufen besser als bei uns. Auch werden Menschen, die in diesen Berufen arbeiten dort ganz anders behandelt und mehr respektiert.

Das mit der Nachtschicht gibt es ja bei uns auch in vielen Einrichtungen.

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Blöde Situation, kannst Du mit einem Ausbilder (Falls es einen gibt) reden, und versuchen manches, dass Dich sehr belastet abzustellen. Der Betrieb hat nämlich auch ein Interesse daran, Dich nicht zu verlieren - im 2. Ausbildungsjahr ersetzt Du eine volle Kraft, bist aber viel billiger. Für Dich persönlich musst Du abwägen. Eine Ausbildung abbrechen wird immer blöd in Deinem Lebenslauf auffallen, einmal abgeschlossen, kannst Du einen Betrieb finden, wo die Arbeitsbedingungen besser sind, und Dir die Arbeit u.U. Spaß macht. Andererseits kannst Du Dich jetzt zuerst, nach einer Alternative umschauen, vielleicht geht auch ein Wechsel in einen anderen Ausbildungsbetrieb.

Rede doch mal mit den anderen in Deine Berufsschule.

Vielleicht findest Du einen Ausbildungsberuf wo Dein Erlerntes von Vorteil ist, und Du deshalb als Bewerberin sofort genommen wirst, das sieht dann nicht mehr blöd im Lebenslauf aus, wenn Du keine beschäftigungslose Zeit hast.

Sunmary 18.02.2013, 11:55

Versuchen, manches belastende abzustellen? Der Umgang mit alten, kranken Leuten ist alleine schon eine rießige Belastung und mal ganz ehrlich, der Beruf ist hammerhart, jetzt in der Ausbildung schon so anzufangen...manchmal muss man einfach auch kämpfen.

Was wahr ist: Die Betriebe kämpfen um ihre Azubis!

Man ist von Anfang an...ungefähr nach einer Woche als volle Kraft eingesetzt, auch wenn man auf dem Plan nur mit 0,33 gerechnet werden sollte.

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andreas03o 18.02.2013, 12:02
@Sunmary

Noch dazu habe ich wenig frei , weil Personal fehlt

Das muss wirklich nicht sein, und hat nichts mit dem Beruf an sich zu tun.

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andreas03o 18.02.2013, 13:47
@Sunmary

Eigentlich kein Wunder, dass Fachkräfte fehlen, wenn man so schon mit Auszubildenden umgeht. Die sagen "das ist so", "das war schon immer so", usw.., tolerieren ein System, dass sowohl für die Beschäftigten, aber besonders für die Patienten nicht zu tolerieren ist - und dringend einer Änderung bedarf.

manchmal muss man einfach auch kämpfen

Wenn man Boxer, Samurai, Soldat o.ä. ist, unter einer Altenpflegerin stellt sich die Gesellschaft was anderes vor.

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Sunmary 19.02.2013, 16:28
@andreas03o

Nur dann muss man im Leben kämpfen? Zum Glück denkt nicht die ganze Gesellschaft so!

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andreas03o 19.02.2013, 21:56
@Sunmary

Für bessere Zustände in der Altenpflege ist Kämpfen ist ok - sich durch die Arbeit "kämpfen" ist nicht ok.

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Nachtelfe 18.02.2013, 11:59

das könnte ich versuchen . ich mache bald einige Außenpraktika , aber das geht leider erst ab Mai. Vielleicht würde es mir dort dann besser gefallen und ich kann dahin. Ich muss mal im abmbulaten Dienst arbeiten, mal sehen ob es dort vielleicht besser ist..

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solche leute werden natürlich unbedingt gebraucht,aber es ist ein harter job.sowas sollten leute machen die stark sind,aber nicht für alle zeiten.leider wird auch mit der gutherzigkeit oft ein geschäft gemacht.wenn du es irgendwie schaffst,mache was anderes,es sollte nämlich ein bischen spass machen und leben willst du ja auch!

Nachtelfe 18.02.2013, 11:53

genau, das ist auch mein Problem dass ich nicht stark genug bin. ich wünschte nur, ich könnte so einfach was anderes finden, was auch gut für meine berufliche und finanzielle Zukunft ist..

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Sunmary 18.02.2013, 11:57
@Nachtelfe

Rede dir das doch nicht von vorne herein ein. Du bist stark. Hör bloß nicht auf Kollegen, die was anderes sagen. Manche raten prinzipiel JEDEM diese Ausbildung sofort abzubrechen. Ist leider so!

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Halte durch. Du hast es doch bald geschafft. Halte dich an die positiven Dinge in diesem Beruf.

"...dass ich eher für die soziale Betreuung geeignet wäre "

was meinst du damit ?

Nachtelfe 18.02.2013, 12:09

damit meine ich z.B Alltagsbetreuer

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Durchhalten im 2. Lj hast du es doch fast geschafft. Lehrjahre sind für die meisten oft "beschi....."!

Sunmary 18.02.2013, 11:57

Hast du die Ausbildung auch gemacht?

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Sunny2003 18.02.2013, 14:56
@Sunmary

Nein. Ich habe eine Konditorausbildung gemacht. Chef ein volles Arschl.... Kein geld pünktlich bezahlt, 12 Stunden arbeiten war fast täglich angesagt,...! Habe aber durchgehalten. Und jetzt bin ich froh das ich die 3 Jahre geschafft hatte!

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Sunmary 19.02.2013, 16:25
@Sunny2003

Gut, vielleicht war das dann bei euch anders, aber bei uns ist das dritte Lehrjahr am härtesten gewesen.

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