Unglücklich in der Ausbildung

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10 Antworten

Hallo :)

In unserem Unternehmen bin ich als Jungend und Auszubildendenvertretung tätig. Wir hatten erst letztes jahr einen fall, der so ähnlich war wie deiner. Das mädel wollte bei uns, auch auf Wunsch ihrer Familie Kauffrau im Gross und Aussenhandel werden.

Aber zu aller erst mal : du musst nicht so von deinem Chef runter machen lassen! Du bist Azubi und darfst Fehler machen. Du darfst auch X - Mal nachfragen wenn was unklar ist! Solch ein Verhalten ist nicht angebracht - hast du das deinem Ausbilder schon berichtet? Die IHK kann da auch helfen.

Wir haben dem Mädchen aber geraten die Ausbildung abzubrechen. Wenn du schon gesundheitliche Probleme hast und abend schon denkst :" jetzt muss ich da morgen schon wieder hin" und dich quälst - hat das keinen Sinn. Mann verbringt so viel Zeit auf der Arbeit - dann muss man sich am Arbeitsplatz schon wohl fühlen und mit dem Klima zurecht kommen. Deine Eltern müssen doch auch wollen das du glücklich bist und das du gern zur Arbeit gehst . Wir haben uns damals mit dem Chef und den Eltern des Mädchens zusammengesetzt und so alles geklärt. Das würde ich dir auch raten. Klar so eine Lücke im Lebenslauf sieht nicht sonderlich gut aus - aber ich finde das persönliche Wohlbefinden hat vorrang. ich wünsch dir auf jeden fall viel Glück in der zukunft! ^-^

Such Dir was anderes, zumindest einen neuen Chef. keiner muss sich beleiduigen lassen. Und beim RA ist nun mal viel routine, und es kommt auf Details an. Hast Du schon mal über einen handwerklichen beruf nachgedacht? Der Wunsch Deiner Familie sollte nicht entscheidend sein, es ist Dein Leben.

M. E. ist es besser, die Ausbildung möglichst früh abzubrechen, wenn man merkt, dass es nicht das Richtige ist, und sich etwas Neues zu suchen, als sich durchzuquälen und im schlimmsten Fall später die Abschlussprüfung nicht zu schaffen.

Wenn der Beruf Dir gar keinen Spaß macht, könntest Du Dich ja mal nach Alternativen umsehen u Dich um eine andere Ausbildung bewerben. Zur Überbrückung kann vielleicht schon mal ein Praktikum gemacht werden. Ich gehe davon aus, dass Deine Eltern keine Probleme machen werden, wenn Du ihnen die Situation erklärst. Und wenn Du bereits einen Alternativplan hast, fällt es auch den Eltern meist auch leichter zu akzeptieren.

Falls es lediglich an Deinem Chef liegt, solltest Du vielleicht mal mit Deiner Lehrerin sprechen, ob die Möglichkeit besteht, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln, und Dich vielleicht auch mal in der Klasse umhören. Schon mal werden noch Auszubildende gesucht, da der ursprüngliche die Ausbildung nicht angetreten oder abgebrochen hat.

Vielleicht könntest Du mit Deinem Chef mal sprechen, wenn er gute Laune hat. Oder, falls Du Dich nicht traust, könnten Deine Lehrerin oder eine Kollegin mit Deinem Chef sprechen. Nach meinem Eindruck bekommen Rechtsanwälte nicht immer so ganz mit, was sie da anrichten, da sie häufig alles auf den letzten Drücker machen und dementsprechend unter Strom stehen (das Gefühl hatte ich bei meinem früheren Chef, aber da hielt sich das Getobe in Grenzen). Ich kenne Deinen Chef aber nicht, so dass ich nicht weiß, ob es was bringen kann.

Hört sich ja nicht gerade nach nem tollen Arbeitsklima an. Also mir wurde in der Ausbildung auch ständig gesagt Lehrjahre sind keine Herrenjahre. War auch echt hart manchmal. Und chronische Unlust hatte ich auch. Habe die Lehre aber durchgezogen. Einige meiner Klassenkameraden kamen ebenfalls mit dem Chef nicht klar. Eine hat ihre Lehre nicht abgebrochen sondern hat nach ca. 1,5 Jahren ihren ausbildungsbetrieb gewechselt. Und trotzdem ihre Ausbildung beendet. Es lag bei ihr nur an den Leuten und wie man was erklärt bekommt. Vielleicht nur ein kleiner Rat um nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Lg

Möchte denn deine Familie, dass Du während deiner Ausbildung ernsthaft krank wirst? Und Berufsentscheidungen sind nicht endgültig. Wichtig ist das du dir eine Alternative zu deiner jetzigen Berufssituation überlegst. Andere GFler werden auf deine Geschichte noch auch noch einige hilfreiche Aspekte bringen.

Hey ich kann dich so gut verstehen! Habe letztes Jahr meine ausbildung als bäckereifachverkäuferin abgeschlossen. Ich war in 2 Betrieben. Mein erstes jahr war so schlimm, ich habe jeden tag nur geweint und bin mit angst auf die arbeit. Ich wurde nach nur 2 wochen alleine in einen laden gestellt, bei jedem kleinsten fehler wurde ich angemeckert. musste jeden samstag 9 stunden alleine die backstube und konditorei putzen. War fast nur am putzen und musste viel am we arbeiten... habe dann den betrieb gewechselt....wurde zwar nie angebrüllt aber angemeckert wenn ich mal en blech nicht gespült hatte in der backstube...naja habe es da so einigermaßen ausgehalten. Brech nicht ab das ist ein fehler! wechsle den betrieb und versuche selbstbewusst es durch zuziehen, nirgendwo ist es einfach. viel glück!

Die Frage Deines Chefs ist ja genau das, was Du schreibst: Er sieht, dass es nicht der richtige Beruf ist für Dich. Und Fehler darf ein Rechtsanwalt halt auch wirklich nicht machen (in anderen Berufen auch nicht, aber da ist es sicher noch gewichtiger!) Also, Du scheinst kreuzunglücklich zu sein. Wenn es der Job an sich ist (Du musst es ja nicht ein Leben lang machen nach der Ausbildung), dann höre auf - aber erst, wenn Du genau weißt, was Du wirklich möchtest. Und kümmere Dich um einen Ausbildungsplatz bevor Du aufhörst (es gibt noch welche, frag beim Arbeitsamt nach , schau im Internet...)

Wenn es nur der Chef ist und Du Dir vorstellen könntest, die Ausbildung in dem Beruf fertig zu machen, dann such einen anderen Rechtsanwalt und schau, dass Du dort Deine Ausbildung zu Ende machst (evtl.mal bei der Rechtsanwaltskammer fragen, ob die eine Kanzlei kennen, die noch Azubis sucht....).

Überlege es Dir gut, in anderen Lehrberufen geht es auch nicht alle Tage fröhlich zu und langeweilige Arbeiten sind in jedem Beruf zu erledigen. Aber das weißt Du sicher, aber überstürze nichts, ja?

Hallo, ich bin gerade zufällig hier gelandet. Meine Anwort kommt zwar etwas spät, aber vielleicht hilft sie einem anderen Leser.

Ich bin Rechtsanwaltsfachangestellte und seit 2008 ausgelernt. In der Ausbildung stellte ich fest, dass es eigentlich auch nicht so mein Ding ist... Aufgrund des Umzuges (wegen der Ausbildung) und auch wegen meinen Eltern habe ich die Ausbildung durchgezogen. Es hieß immer: wie sieht es denn aus, wenn man eine Ausbildung abbricht und und und.

Jetzt bereue ich meine Entscheidung sehr. Ich hätte die Ausbildung einfach abbrechen sollen! Ich bin super unglücklich in meinem Job. Habe fast jeden Morgen Bauchschmerzen, weine häufig ....

Fazit: Die Ausbildung abbrechen, sofern es noch nich zu spät ist. Das ist überhaupt nicht schlimm, da man nach der Schule einfach noch zu jung und unerfahren ist, um zu entscheiden, was man sein ganzes Leben beruflich machen möchte.

PS: wäre nun viel lieber Kindergärtnerin/Erzieherin

ja, lange rede, kurzer sinn. werde dir klar was du willst. entweder beißt du die zähne zusammen, hängst dich richtig rein und ziehst die schule+ausbildung durch....dann: jedesmal wenn der penner rumbrüllt vorstellen wie er aufm klo sitzt, aa machen muss und des würstel bei hochrotem kopf nicht aus bekommt :-) ansonsten ne vernünftige begründung für die abbruchspläne zurechtlegen und mit deinen eltern drüber sprechen. überleg dir aber was du weiter machen willst, bewirb dich schonmal woanders. der zug für ausbildungsstellen ist aber für dieses jahr fast überall schon angefahren. schlecht wärs, wenn du jetzt nix mehr bekommst. aber sollte sich eine gute alternative auftun, ist es was anderes. was auch noch zu überklegen wäre: rechtsanwalt wechseln. hast du vorerfahrungen? wie ist es anderen in der ausbildung bei deinem chef ergangen? die schule kann dir bei einem lehrstellenwechesel zu nem anderen anwalt garantiert helfen!

Also wenn dich das so belastet , würde ich ernsthaft über einen Wechsel nachdenken. Sohnemann hat auch eine abgebrochene Ausbildung hinter sich. Es hat in den Bewerbungen danach aber auch niemanden gestört.

Eventuell könntest du natürlich auch nur den Arbeitgeber wechseln , das ist auch schon manchesmal sehr hilfreich gewesen. In einem anderen Betriebsklima kommt dir der Beruf vielleicht gleich gar nicht mehr so schrecklich vor.

Viel Glück

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