Ich habe unglaubliche Angst vor dem Tod. Wie kann ich lernen, damit umzugehen?

27 Antworten

Wenn man das Internet absucht, findet man immer die gleichen Fragen und keine echte Antwort darauf. Tod ist genau das was du vor der Geburt warst. Tod könnte das sein was du fühlst wenn du schläfst. Es bleibt nur ein Weg damit umzugehen, Ignorieren oder/ und Akzeptieren...du wirst es im Alltag wieder vergessen. Länger darüber philosophiert kommt man darauf wie Quantenphysik, Atome und die gesamte Welt inklusive deren atomaren Bestandteile vermutlich funktioniert. Alles relativiert sich wird unwichtig in Anbetracht dessen das man selber irgendwann weg ist und die Welt nicht mehr erlebt. Der Zerfall von Körper und Geist, der bis zu 100 Jahren dauert ist schleichend. Trost kann man sich nur selber zusprechen, man muss stark sein um es hinzunehmen, es gibt kein Weg vorbei, dennoch sind 100 Jahre sehr lang wo man sein Leben genießen kann, der Sinn darin ist vermutlich nur Fortpflanzung und Befriedigung von Bedürfnissen, es gibt keinen echte Wichtigkeit als die dass man selber egoistischer Weise stirbt und nur das zählt. Natürlich werden alle anderen auch sterben, also wirklich alle Menschen werden dies tun müssen, weil es der Lauf der Natur ist.

Trost finden viele in der Religion und verschleiern die Angst damit dass man in den Himmel kommt und dort Gott trifft oder im buddhismus zu einem Stein wird oder eine Kuh. Das kann aber auch gut eine Metapher sein für die Auflösung des Körpers in die atomaren Bestandteile welche dann irgendwie Teil von allem werden, also ALLEM. Ich finde die Idee gut das man unwissendlich Teil von allem wird. Man könnte theoretisch, wenn man Atome markieren könnte, feststellen das Atome von Albert Einstein ins Wasser gelangt sind, welches du getrunken hast und nun ein Bestandteil von dir sind.

Immerhin bleibt fast alles auf der Erde, alle Verstorbenen sind nun Teil der Erde, unwissentlich.

Wie oft denkt und dachte man über den Tod nach, hat ihn erforscht, erklärt und hat ihn doch nie recht verstanden. Fakt ist in deinem jetzigen Zustand der Selbsterkenntnis wirst du irgendwann nicht mehr sein, eben so als würdest du schlafen oder in der Zeit gefangen sein ohne es zu Wissen.

Unweigerlich dessen kommt der Solipsismus ins Spiel. Aber hier wirds schon crazy, so crazy das man nicht mehr weiß wie man sich verhalten soll, wie man leben soll, das ist auch der Punkt wo ich aufhöre weiter zu schreiben. Ich lenke mich ab und finde es gut dass man darüber nachdenkt und nicht den Alltagstrott verfällt.

Gute Zeit und erkunde die Welt mit allen Sinnen.

Das klingt jetzt vielleicht etwas unsensibel, aber vor dem Tod braucht man keine Angst zu haben, denn entweder gibt es ein Leben nach dem Tod oder eben nicht. Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, gibt es dazu verschiedene Vorstellungen, wie etwa im Paradies oder die Wiedergeburt. Gibt es kein Leben nach dem Tod, wird man das nie erfahren. 

Ich für meinen Teil glaube in der Tat an ein Weiterleben in der Ewigkeit, aber selbst wenn ich mich täuschen sollte und es kein Leben danach gibt, sehe ich keinen Anlass mich vor einer entsprechend dauerhaften Bewusstlosigkeit zu fürchten, denn ich war in meinem Leben mehrfach unter Vollnarkose in Bewusstlosigkeit und das Einzige, was einem da passiert, ist vom Erleben her, dass man einige Zeit verpasst hat. Der einzige Unterschied, sollte es kein Leben nach dem Tod geben, liegt darin, dass die mit dem Tod eintretende Bewusstlosigkeit nicht mehr endet.

Wie es auch kommen mag, ist die Vorstellung vom Tod mit Sicherheit weit schlimmer als das Erleben, sofern es überhaupt ein Erleben in dieser Hinsicht gibt.

Oh das ist ein Thema.. Ich kenne diese Angst sehr gut. Mich hat sie sowohl als Kind wie auch jetzt mit 30 gepackt. Allerdings bin ich die Angst wieder los geworden. Auch ich habe diese "irgendwann bist du einfach weg" Gedanken gehabt, mich haben sie fast in den Wahnsinn getrieben, weil ich mich nur noch mit diesem Thema beschäftigt habe. Ich bin nachts aufgewacht mit dieser Angst, Morgens das gleiche und Abend konnte ich nicht einschlafen vor lauter Angst. Ich konnte es nicht akzeptieren, dass es ich irgendwann nicht mehr bin. Irgendwann bin ich an dem Punkt gewesen, wo ich dachte, jetzt ist Schluss. Ich habe mir diese Gedanken verboten, ich habe mir gesagt, du bist noch jung, wenn du 80 Jahre alt wirst, willst du dann noch 50 Jahre in Angst leben?? Ich bin kein gläubiger Mensch, für mich gab es also auch keinen Halt in einer Religion. Aber ich habe mit meiner Mutter und meinem Partner geredet, ich war sogar bei einem Pfarrer, einfach um mit ihm zu reden. Ich finde meinen Frieden mittlerweile darin, dass der Mensch noch lange nicht alles erklären kann und wer weiß, vielleicht ist man ja gar nicht "einfach weg"?? 

Du scheint noch am Anfang dieser Angst zu sein. Unternimm jetzt etwas, wie z.B mit deinem Vertrauenslehrer zu reden. Du bist noch viel jünger als ich und würdest ja noch vieeel länger in Angst leben als ich. 😉 Genieß dein Leben, hab wieder Spaß, lache viel und denk dran, der Tod ist noch ganz ganz ganz weit weg. Lass dein Leben nicht vom Tod beherrschen. 

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