Ungewollt schwanger, mit 43 austragen?

12 Antworten

Ich glaube, dass man ein Kind nicht in die Welt setzen sollte, wenn man es nicht wirklich will! Die Verantwortung ist zu groß und es gibt keinen Weg zurück! Es ist auch eine Form der Verantwortung, wenn man sich gegen ein Kind entscheidet. Ich finde es grundsätzlich am Besten, wenn man sich von fachlicher Seite beraten läßt und einfach mal mit jemandem Unabhängigen spricht (z.B. pro familia). Manchmal verhelfen solche Gespräche die eigenen Gedanken und Wünsche zu sortieren. Alles Gute!

Das ist eine Entscheidung, die du nur für dich ganz alleine treffen kannst.

Den Wunsch, das Kind nicht austragen zu wollen, kann ich mehr als gut nachvollziehen. Du bist 40, hast deine "Mutterzeit" abgearbeitet und wenn dieses Kind auf die Welt kommt und bereit ist sich "abzunabeln", dann bist du schon fast im Rentenalter.

Wenn sich niemand finden sollte, der dich unterstützt, wirst du im Alter, als Dankeschön dafür, dass du es bekommen hast, u.U. auch noch auf Grundsicherung angewiesen sein.

Die Selbstverwirklichung, die du jetzt anstrebst- meiner Meinung nach verdient- kannst du dann vergessen.

Würde ich in deine Lage kommen, wäre für mich die Entscheidung klar.

Ob ich dabei mit meinem Gewissen im Reinen gewesen wäre, ist wieder eine ganz andere Geschichte, denn ich habe ja schon 2 Kinder.

Und aus genau diesem Grund ist ja auch so schwer. Ich kenne die guten und die schlechten Aspekte des Mutterseins- und Mama ist man für immer.

Ich würde es mir nicht noch einmal antun- egal wie schön es ist ein Baby im Arm zu haben, aber diese ewige Kümmerei und immer hinten anstehen mit meinen Bedürfnissen, das hatte ich lange genug.

Und auf eine Diskussion, ab wann ein kleiner Zellklumpen in meinem Leib als Mensch zu betrachten ist, kann ich dankend verzichten. Denn ICH b in schon auf der Welt und weiß was Leben heißt!

Danke für deine offenen Worte. Ich merke daran, dass ich nicht die Einzige bin mit den Gedanken. Genauso denke ich. Vor drei Jahren wollten wir unbedingt. Nach verkraften der ganzen Sache hatte ich abgeschlossen. Mit Hilfe meiner großen Tochter. Ein Schock löste den anderen Schock ab. Meine Große lag 5 Monate nach meiner "Geburt" der Kleinen im Koma. Die Große durfte weiter leben. Das hat mich dermaßen aus dem Tief geholt. Ich war nur froh, wenigstens sie behalten zu können. Wie du schreibst, alles von vorne, Kita, Schule, Lehrstelle... Genau das ist es. So schön wie solche "Monster" sind, aber es sind bereits wieder drei Jahre vorbei. Adoption würde gar nicht in Frage kommen. Entweder gleich verabschieden oder durch. Aber ich werde alles noch einmal durchgehen. Hab ja doch noch ein wenig Zeit. Dieses WE muss es bringen. Sch.. aber passiert, ist passiert. DANKE erst einmal

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Das ist nicht einfach.Hast du mal an Adoption gedacht.Das Alter ist schon recht entscheident.Ich bin auch Mutter und Oma und muß dir ehrlich sagen,ich würde es wohl nicht mehr tun.Wäre dem nicht gewachsen.Geh noch mal tief in dich.Du wirst bestimmt das richtige tun.Alles Gute.

Hallo Pauline,

Du befindest dich gerade in den besten Jahren und selbstverständlich möchtest du jetzt endlich deine Freiheit geniesen.

Ich möchte dir einfach nur ein Paar Anhaltspunkte geben damit dir die Entscheidung vielleich leichter fällt.

Abbruch ist entgültig,da gibt es kein zurück mehr......kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren?

Austragen , auf die Welt bringen und zur Adoption freigeben..............jeden Tag wirst du an dein Kind denken und dich Fragen .....was macht es jetzt,wie geht es ihm/ihr.

Austragen und behalten heisst wiederrum alles von vorne,schlaflose Nächte,Windeln,Fläschen,usw....und das alles ohne Partner in deiner Nähe. Und das ist nur der Anfang:)

Beschäftige dich intensiv mit allen drei Möglichkeiten und lass dich von niemanden beeinflussen........nicht mal von mir.....ich muss da nicht durch sondern alleine du.

Was ist für dich die beste Lösung?

Ich bin mir sicher dass du die richtige Entscheidung treffen wirst,deine innere Stimme wird es für dich entscheiden.

Höre auf dein Herz und deine Vernunft und versuche es zu vereinbaren.

Aus Liebe und Respekt vom Leben sind wir heute alle auf der Welt!

Alles Gute und viel Glück!!!

Dass ihr beide wirklich kein Kind wollt, scheint klar zu sein.

Die anstehenden Fragen sind jetzt: wenn Du Dich entscheidest, das Kind zu bekommen, beteiligt sich der Vater dann in irgendeiner Form an der Aufzucht, oder packst Du es, das ganz alleine zu machen? Würdest Du es schaffen, dem Kind die Liebe und Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die es verdient, oder rührt sich in die Richtung kein Gefühlchen? Schaffst Du das alles nervlich? Und kannst Du Dir ernsthaft vorstellen, das in den nächsten 20 Jahren gut hinzubekommen?

Wenn Du nicht alle Fragen mit eindeutigem Ja beantworten kannst, solltest Du über die Alternativen nachdenken: Adoption: Sind Schwangerschaft und Geburt etwas, dass Du Dir gesundheitlich und emotional noch einmal antun kannst? Wenn es nicht so gut läuft, ist dann jemand da, der Dich unterstützt? Schaffst Du es dann, das Kind auch wirklich abzugeben?

Ich bin in Deinem Alter und kann Deine Bedenken mühelos nachvollziehen. Für mich persönlich käme es absolut nicht in Frage, das alles nochmals durchzumachen, nachdem ich jetzt endlich auch bei meiner kleinen Tochter ein Aufzuchtende vor mir sehe (22 von 29 Jahren geschafft...). Ich würde es nervlich auch wirklich nicht mehr verkraften, von Krankheiten bis Kindergarten- und Schulproblemen, bin ich heilfroh, das Ende meiner Zeit als aufziehende Mutter vor mir zu haben. Ich kenne einige Menschen, die als ungeliebtes Kind großwerden mussten, und die immer noch sehr darunter leiden, deshalb finde ich die Frage, ob man dem Kind genug Liebe entgegenbringen kann, immens wichtig. Deshalb war das meine Hauptfrage, als ich mich mit der ungeplanten, ungewollten und überraschenden Schwangerschaft mit meiner kleinen Tochter konfrontiert sah. Die Situation war ähnlich wie bei Dir jetzt, auch eine Beziehung, die schon lange aus war und nicht mehr aufgewärmt werden sollte. Damals war ich aber auch erst 30, und hatte noch wesentlich mehr Nervenkraft übrig. Heute würde ich es mir beim besten Willen nicht mehr zutrauen, und auch eine Schwangerschaft nicht (Geburt schon eher).

Niemand kann in Dich hineinsehen, und in die Zukunft schon gar nicht, deshalb ist hier, wenn man gut raten will, kein konkreter Ratschlag möglich. Versuch, Dich nicht zu zerfleischen, sondern das Problem über seine Teilfragen anzugehen - und wenn Dir das nicht gelingt, dann such eine Beratungsstelle auf, am Besten eine, die nicht auf ein konkretes Beratungsergebnis hinarbeitet.

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