Ungewollt Fotografiert?

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6 Antworten

Fotos machen ist ok. Sie darf diese aber nicht ohne deine Zustimmung veröffentlichen.

Es gibt kein grundsätzliches Fotografierverbot in Deutschland. Gegen Fotografieren kann man sich deshalb nur in bestimmten Situationen wehren. Das Abfotografieren durch die Tochter der Vermieterin kann man daher erstmal nicht viel sagen, da sie es sicherlich aus Beweisgründen und nicht zur Veröffentlichung gemacht hat. 

Wie du aber schreibst, musste sie Kartons usw. beiseiteräumen, um euch überhaupt fotografieren zu können. Man sollte daher überprüfen, ob ein Verstoß gegen § 201a StGB vorliegt. 

Auch Hausfriedensbruch nach § 123 StGB könnte vorliegen. Nach ständiger Rechtsprechung gehören auch solche Räume zur Wohnung, die den einzelnen Wohnungen als Teil einer Mietsache mitvermietet wurden. Schon das unerlaubte Betreten der Garage könnte den TB des Hausfriedensbruchs (§ 123 StGB) erfüllt haben.

Sicher hat die Tochter des Vermieters Recht, wenn sie sagt, dass die Garage keine Werkstatt ist. Allerdings verleiht eine einmalige Nutzung der Garage zur Reparatur ohne Belästigung anderer der Garage nicht den Status einer Werkstatt. Der Vermieter wird daher kaum gegen die Reparatur vorgehen können. 

An eurer Stelle würde ich den Vermieter aufsuchen und unter Hinweis auf die og. Paragrafen die Löschung der Fotos und den Verzicht auf zukünftiges Fotografieren  verlangen. Erklärt ihm, dass ihr nur unter diesen Voraussetzungen auf eine Strafanzeige verzichtet. 

  1. Es ist nicht verboten, jemanden ohne seine Zustimmung von öffentlichem Grund aus zu fotografieren. Lediglich ein Bildnis von ihm öffentlich zu verbreiten, auf dem der Abgebildete weder Person der Zeitgeschichte noch  zufälliges Beiwerk darstellt. Rechtsgrund: § 22 KUG
  2. Euch ist tatsächlich ein Unterstellplatz, keine Werkstatt vermietet. Bis auf Räderwechsel, Fahrradträgermontage oder Ausbesserung von Lackschäden mit Stift sind euch größerer Reparaturen darin nicht erlaubt.
  3. Das Foto darf ein Unterlassungsverlangen bzw. eine qualifizierte Abmahnung begründen.
  4. Es dürfte für den Fall einer fristlosen Kündigung im Wiederholungsfall neben der Zeugenaussage vom Gericht als Beweis der Zulässigkeit wg. einer vorangegangenen fruchtlosen Unterlassungsaufforderung zugelassen werden: In allen Fällen wäre das Veröffentlichungsverbot nicht berührt.

G imager761

Er könnte auch zurückschreiben: "Das ist vollkommen richtig!"

Es empfiehlt sich zukünftig das Handy beireitliegen zu haben oder einen Fotoapparat, damit man zurückfotografieren kann.

Es gibt häufiger Menschen, die unbedingt Probleme suchen müssen, weil die sonst keine haben und denen das Leben zu eintönig ist.

Gegen das Bild ist grundsätzlich nichts einzuwenden, es sei denn ihr ward nackig, dann könnte auch was anderes gelten:
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__201a.html

Ich würde das einfach ignorieren.

Kommentar von LouPing
02.10.2016, 10:57

Hey privatfoerster

Der Satz bringt es auf den Punkt, egal ob real oder virtuell. 

Es gibt häufiger Menschen, die unbedingt Probleme suchen müssen, weil die sonst keine haben und denen das Leben zu eintönig ist.

Danke. 

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Das kannst Du in der Tat, da Persönlichkeitsrechte verletzt wurden.

Es dürfte einen Vermieter auch nicht zu interessieren, was der Vermieter in einem Objekt macht, solange dies darunter nicht leidet und niemand gestört wird.

Wenn Du eine Rechtschutzversicherung hast, könntest Du die Person über einen Anwalt auffordern, die Bilder zu löschen und Nutzungen untersagen.

Ich hänge noch ein paar Themen dran.

Kommentar von Anaros
02.10.2016, 04:15

Leider hab ich kein Rechtsschutz..

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Kommentar von furbo
02.10.2016, 08:29

Welche Persönlichkeitsrechte wurden verletzt?

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Zeig sie bei der Polizei an, da die keine Fotos von euch machen darf ohne deine Zustimmung.

Kommentar von Dommie1306
02.10.2016, 08:58

So ein Blödsinn. Natürlich darf ich Fotos von anderen Menschen machen.

Nenne doch bitte den Paragraph, der hier tangiert sein soll...

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