Ungerechtigkeiten verarbeiten und gelassen bleiben wie Ghandi?

7 Antworten

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Ich habe mal einen kurzen Tipp gelesen, was man in einer Situation tun soll, die einem nicht gefällt:

Love it, leave it or change it.

love it: Entweder du findest dich damit ab, aber das bitte nur, wenn es dich nicht weiter belastet.

leave it: du weichst dieser Situation aus (indem man sich z.B. einen neuen Job sucht oder sich mit bestimmten Menschen nicht mehr abgibt),

change it: man geht ernsthaft dran, die Sache zu ändern - sofern man dazu in der Lage ist.

Betrachte dir deine Situation und entscheide dich zu gegebener Zeit für eine dieser Möglichkeiten.

Eine Belastung ist es, wenn man ständig zwischen diesen Möglichkeiten hin und her schwankt und keine Lösung findet.

Gut erklärt!

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Peter, Du hast mein Problem auf den Punkt gebracht.

Ich schwanke zwischen diesen drei Optionen hin und her. Dabei spielen handfeste Existenzängste eine Rolle.

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@MsDoolittle

Lass mich mal an deine Aussage anknüpfen: "...Manchmal kocht die Wut über diese Ungerechtigkeit in mir hoch..."

Meine Frage: nützt es dir was? Hilft dir deine Wut, das Problem anzupacken und zu beseitigen? Oder ist es einfach ein nachträgliches Ärgern, das dir nur den Tag versaut aber an der Sache nichts ändert?

Wenn Letzteres der Fall ist, dann mach dir bitte klar, dass du dir selbst schadest, wenn du den Ärger zulässt. Vielleicht hast du mehr davon, wenn du dir etwas gönnst, was dir gut tut. Hör deine Lieblingsmusik, geh in der Sonne spazieren, geh ins Kino oder rede mit jemandem, der dich versteht. Man kann viele Dinge finden, mit denen man seine Zeit angenehmer verbringen kann als mit Ärger. Und in gewissem Maß kann man in der Tat selbst entscheiden, ob man sich mit einem ärgerlichen Thema befasst oder nicht.

Kleines, aber häufiges Beispiel: wenn mir auf der Straße ein rüpelhafter Autofahrer begegnet, dann kann mich das ärgern. Nach kurzer Zeit kann ich mir aber sagen: "lass den Idioten doch fahren, ich kann es dagegen genießen, wenn ich entspannt fahren kann."

Würde ich den Ärger über den Idioten länger mit mir herumtragen, dann würde ich mir höchstens den Tag versauen. Ändern könnte ich ihn eh nicht. Also entscheide ich mich dafür, dass ich es keinesfalls zulassen will, dass ein Idiot mit den Tag versaut. Fertig ist das Thema!

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@PeterSchu

Solche Leitsätze helfen ja bei vielen Dingen.

Ich spreche daher gerade diesen Satz vor mich hin: "Ich lasse nicht zu, dass ein Idiot mir den Tag versaut." Oder noch besser: "Ich lasse mir von keinem Idioten den Tag versauen." Ohm. Dabei lächle ich überzeugend und selbstsicher: "Ich lasse mir von keinem Idioten den Tag versauen."

Wow. :-)

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@MsDoolittle

Viel Erfolg damit. ;-)

Es gehört unter Anderem dazu, die Probleme dort zu lassen, wo sie sind. also beruflichen Ärger z.B. nicht in die Freizeit mitzunehmen. Dabei kann dir deine Methode helfen.

Wenn es aber immer wieder Begegnungen mit den gleichen "Idioten" gibt, wird das Ignorieren nicht auf die Dauer helfen.

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ich denke, daß ghandi oder mutter teresa die ungerechtigkeit mit demut ertragen haben - denn das leben ist nicht gerecht. situationen, die wir als ungerechtigkeit empfinden, sind vllt. die aufgaben, die das leben uns stellt, um uns weiter zu entwickeln. vllt. sollen wir daraus etwas lernen. ich weiß ja nicht, worum es bei dir ging. womöglich empfindest du es nur als ungerechtigkeit. wenn du das geschehene analysieren kannst, wäre es möglich, daß du deine meinung änderst und nicht mehr darunter leidest.

Meine Gedanken gehen bereits in diese Richtung. Schon für meine persönliche Gesundheit versuche ich jeglichen Groll von mir abzustreifen, in dem ich mein Gegenüber verstehe.

Das Thema ist ein harter Brocken.

Trotzdem hilft mir Dein Rat bereits einfach so. - Er erinnert mich nämlich daran, dass ich schon weit gekommen bin. :-) Danke!

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Gandhi hat kein Unrecht und keine Ungerechtigkeit ignoriert oder vergessen. Er hat einfach nicht mit Gewalt oder Geschrei reagiert, sondern weiterhin gesagt, was er dachte. Und weil viele so dachten wie er, war er erfolgreich gegen Unrecht und Imperialismus.

Ja. Und wie hat er es geschafft, dabei so ruhig zu bleiben? Die Leute hat er damit doch erst nach und nach überzeugt. :-)

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@MsDoolittle

Klugheit. Gandhi wusste, dass er nur mit Ruhe und auf lange Sicht etwas erreichen konnte.

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@Schuhu

Der war also heimlich doch ein bisschen wütend. Er hat es nur keinem erzählt. ;-)

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@MsDoolittle

Ja, war er bestimmt. Er war nur ein absoluter Kontrollfreak. Ein Kopfmensch, mit einem ausgeprägten Willen. Er konnte also seine Gefühle komplett kontrollieren und seinem Verstand unterordnen. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile. Überschwängliche und leidenschaftliche Liebe wirst du von so einem Menschen nicht erwarten können.

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Dein Frage und die Diskussion ist jetzt schon ein paar Tag eher...

Würde Dir denn ein Coaching helfen, bei dem Du konkret Lösungsmöglichkeiten entwickeln kannst?

Gerade Deine Beispiele Gandhi und Mutter Teresa sind ja Personen, die trotz scheinbar unüberwindlichen Barrieren unglaublich viel bewegt haben.

Zum konkreten Beispiel: Deine Vorgesetzten kannst Du nicht ändern. Die Beurteilung steht nun auch mal so da. Wo Du immer anstezen kannst, ist an Deiner Position dazu. Das kann sein: ich bemühe mich noch viel mehr, ist mir egal oder die Vorgesetzten betreffen meine Tätigkeit nicht, mir ist wichtig, dass ich für jene um mich herum wichtige, erfüllende Arbeit leiste (oder ganz etwas anderes).

Magst Du denn Deine Arbeit (abgesehen von den Vorgesetzten), schaffst Du es da jeden Tag gerne hin zu gehen? Ich persönlich kann nur gut arbeiten, wenn ich das Umfeld gerne mag, klar gibt es Situationen, die nicht wunderbar sind, aber unterm Strich passt es.

Ich glaube das Leben ist nicht böse oder gut zu mir, es ist so, wie es ist und ich reagiere darauf und handle entsprechen. Vielleicht ist die schlechte Bewertung nun der Anstoß den Du brauchst um in ein Unternehmen zu wechseln in das Du richtig gut passt, um endlich die vieleicht mühselige Zusatzausbildung zu machen, .... Bewerbungen in einer bestehenden Anstellung zu schreiben ist allemal besser als aus einer Arbeitslosigkeit heraus.

Ich unterziehe meine Tätigkeiten regelmässig dem Prinzip: change it - love it - leave it ich änder Dinge, versuch bei Dingen, die ich gerne mache, mich auf die schönen Sachen zu konzentriere und gebe Projekte und Tätigkeiten ab, für die ich nicht richtig bin (ja, das abgeben kann durchaus dauern, aber es hilft schon zu wissen, dass man da nicht mehr ewig drin hängt). Natürlich kann ich so nicht die Wirtschaftslage ändern, die mich nervt, aber ich habe immer Handlungsspielraum und Möglichkeiten - und die nutze ich!

man kann nicht viel großes im leben bewegen aber viel kleine dinge kann jeder ändern und verbessern das hat mal die mutter theresa gesagt, halt dich daran

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