"Ungerechte" Aufteilung der W-Lan Bandbreite?

5 Antworten

Wenn man mal optimistischerweise annimmt, dass alle Rechner im WLAN näherungsweise gleich guten Funkempfang haben, dann hat jede Stationen auch gleich gute Chancen auf Datentransfers.

Allerdings gibt es unterschiedliche Dienste, die auch ein unterschiedliches Lastprofil mit sich bringen.

Streaming beispielsweise bedeutet, dass meist nur eine, oder maximal wenige TCP-Verbindungen gleichzeitig offen sind. Auf einer Streamingverbindung ist aber beim Sender die Warteschlange immer voll, d. h. es werden kontinuierlich Daten gepumpt, was die Leitung hergibt. (Das ist auch so beabsichtigt, denn sonst würde z. B. ein Film ruckeln.)

Bei anderen Diensten, z. B. interaktive Terminalsitzung, fließen nur relativ wenige Daten. Und für den Anwender ist gefühlt wichtig, dass die Reaktionszeiten kurz sind.

Wenn nun diese beiden Typen von Nutzung in einem Netz aufeinanderprallen, und die Außenanbindung (z. B. DSL) kapazitätsmäßig begrenzt ist, dann kommt es unterm Strich dazu, dass zwar alle Teilnehmer theoretisch die gleiche Transferleistung bekommen. Aber Anwender von interaktiven Diensten leiden unter (deutlich) steigenden Reaktions- bzw. "Pingzeiten".

Wie in einer anderen Antwort schon erläutert kann man bei einigen Routern sogenannte "quality of service"-Einstellungen vornehmen, um z. B. Verbindungen zu bestimmten Ports/Dienste bevorzugt oder gezielt nachrangig zu behandeln. Allerdings funktioniert das auch nur so lange, wie tatsächlich auch verschiedene Netzwerkdienste genutzt werden.

Wenn z. B. der eine Teilnehmer HTTP-Streaming macht und damit die Leitung verstopft, während ein anderer Teilnehmer eine ssh (Terminalsitzung) offen hat, dann kann man Regeln konfigurieren: Port 80 (HTTP) depriorisieren oder sogar bandbreitenmäßig limitieren, Port 22 (ssh) bevorzugen.

Wenn HTTP-Sitzungen gegen andere HTTP-Sitzungen konkurrieren (z. B. großes Streaming vom einen Nutzer versus Abruf kleiner Seiten von anderen Nutzern), dann wird es rein auf Routerebene schwierig, da ein Prioritätenmanagement zu betreiben.

Beim W-Lan wird die Leitung quasi 1:1 geteilt. D.h. wenn ein zweiter im Netz ist hat jeder die Hälfte. Wenn noch jemand beitritt, jeder ein Drittel usw. Deswegen sind Hot-Spots meistens unendlich langsam, wenn sich dort viele Menschen aufhalten.

Ich weiß nicht ob ich dir mit dieser Antwort helfen kann, aber du könntest falls der Router in der nähe deines PCs steht mit dem Router verbinden. Ansonsten würde ich an deiner Stelle deinen Netzbetreiber kontaktieren (bei mir wäre es die Telekom) die könne dir meistens ganz gut helfen. Eventuell hast du auch eine recht schlechte Leitung.

Mfg Brokkoli

deinen Netzbetreiber kontaktieren

WLAN hat nichts mir dem Netzbetreiber zu tun, das ist eine rein interne Netzwerkfunktion. Tripper hat bereits die richtige Antwort gegeben.

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