Ungefirmt heiraten?

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2 Antworten

Nein, ein "Muss" ist der Empfang der Firmung insofern nicht, als das er kein Gültigkeitskriterium für die Eheschließung darstellt.

Aber, so wie ich den Wortlaut von c. 1065 § 1 CIC verstehen würde, ist damit schon ein gewisser Verpflichtungsgrad verbunden. Heißt, dass der vorherige Empfang der Firmung zur Erlaubtheit der Eheschließung notwendig ist, sofern dies ohne große Beschwernis geschehen kann. Meines Wissens ist der Sachverhalt im Bereich der DBK partikularrechtlich so geregelt, dass dem für die Eheschließung zuständigen Pfarrer die Entscheidung obliegt.

Meine kritische Rückfrage wäre aber: Inwieweit ist für einen Katholiken, der vermutlich aufgrund der eigenen Entscheidung nicht vollständig - eben durch Taufe, Firmung und Eucharistie - in die Kirche initiiert ist, überhaupt sinnvoll, sich bewusst im sakramentalen Bereich der Kirche durch die christliche Ehe senden zu lassen? Oder einfach ausgedrückt: Warum entscheidet man sich bewusst zur kirchlichen Hochzeit, wenn man noch gar nicht wirklich in der Kirche angekommen ist? Ich möchte das weniger werten als verstehen, auf welchem Reflexionsniveau der Entschluss zur kirchlichen Hochzeit gefällt oder inwiefern die Kirche hier möglicherweise als Dienstleister und Eventmanager verstanden wird. Das ist einfach auch aus einer pastoralen Perspektive höchst interessant.      

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Es ist in Deutschland nicht Pflicht, wird aber sehr empfohlen.

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