Unfallversicherung vor beginn kündigen. Start 1.1.17 meine Mam wurde etwas überrumpelt. Geht das?

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6 Antworten

Wo ist der Kontext zu dieser Frage?

Eine Risikounfallversicherung wird mit einer Laufzeit geschlossen (1 bis maximal 5 Jahre).

Beträgt die Laufzeit 3 Jahre oder mehr so kann frühestens zum Ablauf von 36 Monaten der Vertrag mit einer Frist von 3 Monaten ordentlich gekündigt werden.

Ansonsten kann bei einer Erhöhung des Beitrags, ohne dass sich gleichzeitig auch die Leistung erhöht (§ 40 Abs. 1 VVG), oder im Versicherungfall (§ 92 VVG) außerordentlich gekündigt werden.

Davon unabhängig kann ein Versicherungsvertrag binnen 14 Tagen nach Erhalt der Police und aller wichtigen Unterlagen ohne Angabe von Gründen widerrufen werden (§ 8 VVG).

Handelt es sich um eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewäht (UBR), dann gilt die verlängerte Frist von 30 Tagen nach § 152 Abs. 1 VVG.

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Eine Widerspruchsfrist steht in den Versicherungsbedingungen.

Wenn Deine Mum nicht nachweislich auf die Widerspruchsfrist hingewiesen wurde, hat sie sehr viel Zeit damit. 

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Kommentar von Wokrenter
04.07.2016, 18:28

Sie wusste es. Hat nur es erst jetzt mir gebeichtet. Vertrag im Mai abgeschlossen.

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Kommentar von kevin1905
04.07.2016, 19:22

Steht auch im VVG

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Also, eine Frau und Mutter, und die wurde überrumpelt? Das glaube ich nun gar nicht.

Ist aber wohl auch egal.

Im Mai abgeschlossen, gibt es schon den Versicherungsschein?

Nein, natürlich nicht.

Somit kann nach Eingang der Vertrag in der vereinbarten Frist widerrufen werden und gut ist.

Viel Glück.

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Wann wurde der ANTRAG denn gestellt? Wurde ordnungsgemäß auf das Rücktrittsrecht hingewiesen (2. Unterschrift erforderlich)

Was sagt das Beratungsprotokoll aus?

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Hallo,

wenn der Antrag bereits im Mai gestellt wurde und der Mutter die entsprechenden Versicherungsunterlagen (inkl. Hinweis auf Widerrufsfristen, etc.) bereits zugegangen sind, sind die formellen Möglichkeiten zum Widerruf des Vertrages wahrscheinlich bereits abgelaufen.

Sehr wohl empfiehlt es sich aber, das entsprechende Beratungsprotokoll daraufhin zu überprüfen (bzw. überprüfen zu lassen), ob der vorgeschriebenen Beratungspflicht Genüge getan wurde. Sofern es hier dann einen Ansatzpunkt gibt, kann man die Gesellschaft auffordern, den Vertrag rückabzuwickeln oder aufzuheben.

Möglicherweise reicht aber auch bereits die direkte Kontaktaufnahme mit der Gesellschaft, in der man auf die Fehler beim Abschluss hinweist. Nicht selten sind Versicherer an dieser Stelle entgegenkommender als man denkt und sind ggf. freiwillig bereit, den Vertrag zu stornieren. Ein Versuch macht kluch...(klug).

Viele Grüße

Loroth

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pacta sunt servanda. Das gilt auch für eine Mutter.

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