Unfallversicherung private?

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2 Antworten

Hi liebe schnute71,

du mußt erst mal unterscheiden zwischen der MDE (Minderung der Erwerbsfähigkeit) über die BG (Berufsgenossenschaft) und der privaten Unfallversicherung mit einer evtl. Invalidität bzw. einem Dauerschaden anhand der Gliedertaxe!


Bei der erste urologische Gutachten bekam mein Mann 15% MDE...

Ab einem MDE von 20% hätte er Anspruch auf eine Verletztenrente über die BG...


2. Voraussetzungen


Die Unfallversicherungsträger zahlen nach Arbeitsunfall, Wegeunfall oder Berufskrankheit Verletztenrente, wenn



hierdurch die Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 % gemindert ist (in landwirtschaftlichen Unternehmen 30 %)
und
wenn die Erwerbsfähigkeit länger als 26 Wochen gemindert ist.


 


2.1. Minderung der Erwerbsfähigkeit weniger als 20 %


Beträgt die Minderung der Erwerbsfähigkeit weniger als 20 % (bzw. 30
%), zahlt die Unfallversicherung nur dann Verletztenrente, wenn die
Erwerbsfähigkeit durch weitere Versicherungsfälle zusätzlich gemindert
ist:



Dabei muss die Minderung der Erwerbsfähigkeit durch die Folgen eines Versicherungsfalls mindestens 10 % betragen
und
sich eine Minderung der Erwerbsfähigkeit aus allen Versicherungsfällen zusammen von insgesamt 20 % (bzw. 30 %) ergeben.



Kann man Widerspruch einlegen bei der Unfallversicherung, wegen den 10% des urologischen Gutachten?

Bei der BG muß ich leider passen - bei der privaten Unfallversicherung gibt es den für dich kostenlosen Versich.ombudsmann:

http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Gruß siola55

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Kommentar von schnute71
05.11.2016, 00:10

Hallo und lieben Dank für die schnelle Beantwortung. Das mit der BG ist mir bekannt. Die Gesamt-MDE aus den Begutachtungen beträgt 80 %. Mein Mann erhält diese Rente schon eine Weile, vorläufige BG Rente. Nun waren die 3 Jahre nach dem Unfall um, wo die BG Rente auf Dauer festgesetzt wird. Die neuen Begutachtungen sind abgeschlossen, Bescheid steht noch aus.
Gleichzeitig stand nun die Begutachtung der privaten Unfallversicherung an. Zufällig wurde von der Unfallversicherung der gleiche Gutachter ausgewählt, wie von der BG.
Der Gutachter hat die Gutachten der BG für die private Unfallversicherung herangezogen. Er schrieb, dass die urologische Begutachtung der BG eine MDE von 10% ergab und er diese 10% auch für die private Unfallversicherung übernehmen wird. Die private Unfallversicherung hat somit 10% für die urologischen Schäden übernommen.
Nur müsste laut Tabelle MDE mein Mann 20-40% für den urologischen Schaden erhalten, statt 10%, da seine Blasenentleerung mittels Blasenschrittmacher erfolgt.
Wenn er mindestens die 20% erhalten hätte, hätte die private Unfallversicherung diese sicher auch übernommen und somit wäre er über 50% gekommen. Mit der 500 Progression wäre die Summe doppelt so hoch ausgefallen.
Nun war meine Frage, kann man bei der privaten Unfallversicherung wegen dem  urologische Gutachten Widerspruch einreichen?

Lieben Dank im Voraus

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Kommentar von schnute71
05.11.2016, 17:47

Lieben Dank für deinen Tipp mit dem Obusmann. Lieber diesen oder Anwalt einschalten? Rechtsschutz ist vorhanden.

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@Schnute71,

dein Anhang zu deiner Frage bezieht sich nur auf die MDE, aber nicht auf die Invaliditäts-Tabelle der privaten Unfallversicherung.

Kontaktiere deine Unfallversicherung und frage nach, wie man auf 10 % Invaliditätsschaden kommt.

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Kommentar von schnute71
05.11.2016, 15:43

Im Gutachten steht, dass die 10% MDE der BG Begutachtung eins zu eins für die Unfallversicherung übernommen werden kann, da außerhalb der Gliedertaxe. Ich gehe davon aus das die Blasenfunktionsstörung nicht in der Gliedertaxe aufgeführt ist und deshalb die 10% von der MDE der BG Begutachtung übernommen wurde.

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Kommentar von schnute71
06.11.2016, 15:41

Wurde so aber getan. 37,5% waren chirurgisch und 10% urologisch. Insgesamt 47,5% die angerechnet wurden und für die Zahlung errechnet wurde.

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Kommentar von schnute71
06.11.2016, 18:01

Die 37,5 % wurden auf der Grundlage der Invaliditätstabelle (Gliedertaxe) der privaten Unfallversicherung festgelegt vom Gutachter.

Die 10% urologischen ergeben sich aus der Begutachtung im
Auftrag der BG, MDE Tabelle.

Diese 10% wurden von der privaten Unfallversicherung übernommen mit dem Hinweis "10% außerhalb der Gliedertaxe (urologisch)".

Somit ergab es eine Invalidität der privaten Unfallversicherung von 47,5%.

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