Unfallursache Überhöhte Geschwindigkeit

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.. weißt, das ist ja das Schöne an der Begründung "überhöhte Geschwindigkeit" oder "nicht angepasste Geschwindigkeit" - die zieht immer; da brauchst gar keine Ahnung haben, was letztendlich passiert ist.

Trotz Richtgeschwindigkeit Unfall? - Klar, "nicht angepasste Geschwindigkeit", weil neblig, Nässe, wasweißich.

So in etwa denke ich mir das nämlich auch. Und das wiederum ist dann das Totschlagargument für weitere Restriktionen...

Ich denke mit der Meinung liegen wir nicht so verkehrt ...

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@RalRam

Wenn du nen Reifenplatzer hinten links hast, und in der Folge verunfallst, sollte das ein Sachverständiger feststellen. Wenn du aber vorne einen hast, und mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem Unfall natürlich vorne einschlägst, wird es schon schwerer, den vorausgehenden Platten nachzuweisen.

Ich denke, die Gutachter haben da eine Checkliste, die sie abarbeiten können (etwa: "Reifen intakt? Fahrwerk?, Beschädigungen außerhalb des offensichtlich verunfallten Bereichs) - aber wenn sie letzendlich nix eindeutiges finden, wird's halt die "nicht angepasste Geschwindigkeit" gewesen sein...

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Natürlich kann man das feststellen, aber das zu erklären würde hier den Rahmen sprengen, aber Du kannst aus den Restunfallspuren, das sind nichtnur die Bremsspuren sondern auch die Gierspuren und die Endpositionen der Kraftfahrzeuge angeben wie schnell wer gewesen sein muß. Die anderen Parameter sind ja auch bekannt, Masse der Fahrzeuge usw. Die Forensiker die sich damit beschäftigen können hinterher sogar nachweisen, ob Du Deinen Fahrrichtungsanzeiger gesetzt hattest oder nicht. Das kann man z.B. an Hand der zerstörten Glühlampe ermittel, ob und wie der Glühfaden gerissen ist. Da läßt sich auf feststellen, ob der Reifen geplatzt war oder nicht. Aber wiegesagt, das würde hier den Rahmen sprengen

Das ist doch egal ob der "Schildgeschwindigkeit" fuhr oder darüber. Überhöhte Geschwindigkeit kannst du mit "nicht den Verkehrsgegebenheiten angepasste Geschwindigkeit" gleichsetzen. Die Beschilderung regelt ja nicht die erlaubte Mindest- sondern die erlaubte Höchstgeschwindigkeit.

Wenn auf einer Landstraße eine enge 180-Grad-Kurve ist, sollte klar sein dass man die nicht mit 100 km/h sondern vllt. mit maximal 60 km/h nehmen kann. Das sollte selbst dann einleuchten, wenn kein Schild dabei steht. Versucht nun also jemand diese Kurve mit 90 km/h zu fahren und landet im Graben dann war die Ursache dafür wohl die überhöhte Geschwindigkeit. Selbst dann, wenn diese im erlaubten Rahmen von 100 km/h lag.

Genau richtig, Du beschreibst exakt meine Argumentation.

Wenn man jetzt die Kurve aber theoretisch mit tatsächlichen 120km/h durchfahren kann, es aber laut Schild nur 70 erlaubt sind und der Unfallbeteiligte mit 90km/h dort durchgefahren ist und einen Unfall gebaut hat...

Ist dann laut Verkehrsmeldung 'Überhöhte Geschwindigkeit' automatisch als Unfallursache deklariert worden, weil er 20km/h mehr fuhr, als erlaubt, oder wird die tatsächliche Unfallursache erst ermittelt?

Das könnte ja auch ein Hase gewesen sein, dem der Fahrer auswich.

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