Unfallkasse will nicht

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Hoi.

Naja, warum bist du den operiert worden? Es kann sein, dass die Unfallkasse meint, die OP sein nicht aufgrund des Unfalles notwendig, sondern weil die Schulter aus anderen Gründen kaputt ist.

Es reissen keine Schulterbänder etc., wenn man sich die Schulter auskugelt. Machst du sonst noch Sport, z.B. Handball im Verein? Was sagen denn die Ärzte, die dich operierten?

Ansonsten wie die anderen schon sagten: Widerspruch einlegen.

Ciao Loki

Ne, meine Verletzungen an der schulter kamen ausschließlich durch den Unfall zustande. Bei mir ist die Gelenklipppe um den schulterknochen abgerissen. Das ist eine sehr häufige Verletzung nachdem man sich die schulter ausgekugelt hat. Auch der Arzt hat eine frische Verletzung an der schulter festgestellt, die ganz sicher durch den Unfall passierte. Das Problem ist einfach nur das, dass sie mir nicht glauben dass sowas im Badminton passieren kann. Ich konnte es zwar selbst nicht glauben aber eine ausholbrwegung hat anscheinend gereicht um die schulter auszukugeln.

0
@Minussa

Eine normale körpereigene Ausholbewegung soll die Ursache sein? Da hätte auch ich meine Zweifel, dass die Schulter nicht schon vorher geschädigt war.

Auch ich habe einige Jahre Badminton gespielt und mir oder anderen ist sowas nie passiert.

Wie gesagt: die Unfallkasse wird sagen, dass du einen Vorschaden hattest und nun musst du beweisen, dass deine Schulter vorher gesund war und diese Bewegung ausreichte, die Schulter auszukugeln.

Viel Glück!

0
@Lokicorax

Ja hab vorher auch Badminton gespielt und es ist nie was passiert. Aber es war nicht unbedingt eine normale ausholbewegung , ich bin gesprungen dabei hab ich meinen Arm nach hinten gerissen und volle Kanne nach vorne ausgeholt und raus war sie. Also ich war richtig motiviert und ich habe richtig heftig ausgeholt mit voller Kraft. ;) klingt irgendwie komisch, aber ich kann nur das erzählen was passiert ist ;P

0
@Minussa

Habe mal etwas rumgeschaut:

http://www.schulter-berlin.de/20040sch_schulter6.htm

"Bei einem Teil der Patienten besteht von Geburt an eine Laxität (Gelenklockerheit) des Schultergelenkes mit einem vergrößerten Bewegungsumfang in allen Richtungen. Bereits ohne Unfallereignis kann es hierbei zum „Auskugeln des Schultergelenkes“ kommen. In besonderen Fällen kann die Luxation durch den Patienten selbst ausgelöst werden."

Ich sehe weiter das Problem mit dem Unfall, bzw. dem "von aussen schädigenden Ereignis", was zu dem Körperschaden führt. Es gab ja kein schädigendes Ereignis - nur deine Ausholbewegung. Und ohne die erwähnte "Gelenklockerheit" gäbe es keine verletzte Schulter -> sogn. "innere Ursache".

0
@Lokicorax

Ja klar. Aber das kann man ja auch nur vermuten. Ich finde die Unfallkasse muss dafür zuständig sein, es ist ja in der Schule passiert. Und man könnte ja immer mit dem Argument kommen dass da eine Vorerkrankung da war. Außerdem kann auch eine schwache Muskulatur diesen Unfall begünstigt haben und das kann ja kaum als Vorerkrankung angesehen werden. Hab jetzt Widerspruch eingelegt, glaubst du dass ich da durch soll mit Sozialgericht oder dass ich das einfach akzeptieren soll und meine Krankenkasse beauftragen soll?

0
@Minussa

Da dich auch ein Gerichtsverfahren nix kostet und man keinen Anwalt braucht, kannst du das ruhig durchziehen. Beratung leisten die Gewerkschaften, VDK, SozVD oder auch die Verbraucherzentralen.

Wie gesagt, laut Definition in

§ 8 SGB VII Arbeitsunfall

(1) Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach § 2, 3 oder 6 begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit). Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen.

Es fehlt das äußere Ereignis. Und wie gesagt: das Gelenk war wohl vorgeschädigt, sonst wäre es bei einer körpereigenen Bewegung, auch bei einer heftig-schwungvollen, nicht zu dem Schaden gekommen. Auch andere Sachen wie Herzinfarkte, Epilepsie, reissen von Knie- oder Sprunggelenksbänder/Achilles- oder Biszepssehne ohne fremde Ursache wird von der BG/Unfallkasse nicht entschädigt, sondern von der Krankenkasse.

Ein Tipp: lass mal deine andere Schulter untersuchen, ob die zu locker sitzt oder ganz "normal" ist. Wenn die "normal" ist, kann sich der Stress mit dem Gericht lohnen.

0
@Lokicorax

Ja, aber man kann sowas glaube ich garnicht untersuchen ohne die schulter aufzuschneiden. Man muss das Schultergelenk spiegeln und das geht nur mit einer Operation. Vielen Dank schonmal ich wende mich an die VdK und danke dass du mir geholfen hast :)

0

Du musst durch deine Eltern, wenn du noch keine 18 Jahre alt bist, schriftlich Widerspruch einlegen innerhalb von 4 Wochen nachdem du den Bescheid bekommen hast.

Dort widerspruchst du bzw deine Eltern und teilst ihnen ferner mit, das du Zeugen fuer den Unfall angeben kannst, sowohl den Sportlehrer und auch deine Klassenkameraden.

Sie bezweifeln, das das vom Sportunterricht herruehrt, weil du erst zwei Monate nach dem Unfall eine Anzeige bei der Unfallkasse gemacht hast. Normalerweise macht man das direkt nach dem Unfall, wenn man Schmerzen hat und bei einem Arzt gewesen ist.

Es waere auch gut, wenn du Zeugen haettest, die dir bescheinigen koennten, das du nach dem Unfall schmerzen gehabt hast in der Schulter.

Diesen Widerspruch kann man formlos an die Unfallkasse senden, also mit einem ganz normalen Brief. Als Nachweis, das du Widerspruch eingelegt hast muss das Schreiben per Einschreiben befioerdert werden. Dann hast du einen schriftlichen Nachweis.

Ja, ich wurde sogar vom Krankenwagen abgeholt und mir wurde unter starken Schmerzmitteln die schulter wieder eingerenkt. Hab direkt nach dem Unfall das Formular abgeben hab aber erst jetzt den Brief bekommen.

0

wiederspruch einlegen, wenn es nichts bringt klagen

deine mitschüler sind egal. der unfall wurde protokoliert und ist zweifellos in der schule wärend der schulzeit passiert. ob eine verletzung vor liegt oder nicht kann der amtzsarzt sagen. also brauchst du deine klassenkammeraden nicht

Was möchtest Du wissen?