Unfallgegner begeht Fahrerflucht. Chancen?

7 Antworten

Zwischen dem Unfallhergang und dem dich deiner Angabe nach bedrängenden Fahrzeug gibt es keinerlei Sachzusammenhang. Du bist als Fahrzeugführer verpflichtet, dein Fahrverhalten den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen, was bei nasser Fahrbahn und zudem einer Gefällstrecke eine vorsichtige und defensive Fahrweise geradezu erzwingt. Selbst wenn du das Kennzeichen des hinter dir fahrenden Fahrzeugs notiert hättest, würde das auf den Unfallhergang respektive dessen rechtliche Würdigung keinerlei Auswirkung haben; du hättest ggfs. eben anhalten und das Fahrzeug passieren lassen müssen, wenn du dir unsicher warst.

Sei froh, dass dir nicht mehr passiert ist; alles, was man ersetzen oder reparieren kann, ist letztlich unwichtig, auch wenn die Kosten natürlich ärgerlich sind. Deine Gesundheit ist nicht beeinträchtigt, und auch dein Unfallgegner ist mit einem Schreck und etwas Blechschaden davongekommen. Nicht in vielen derartigen Fällen geht das so gimpflich aus.

Ergänzung: Das Bußgeld dürfte zwischen € 100.-- und € 145.-- liegen, je nach Tatbestandsnummer. 103600 wären € 100.-- das Minimum, sonst 103602 mit € 145.--.

Sei froh, dass dir nicht mehr passiert ist; alles, was man ersetzen oder reparieren kann, ist letztlich unwichtig, auch wenn die Kosten natürlich ärgerlich sind.

Klar das ist mir bewusst und ich bin auch froh, dass mir nichts passiert ist, dennoch ist es einfach nur unfair, dass der Typ mich abdrängt und dann auch noch Fahrerflucht begeht.

Du bist als Fahrzeugführer verpflichtet, dein Fahrverhalten den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen, was bei nasser Fahrbahn und zudem einer Gefällstrecke eine vorsichtige und defensive Fahrweise geradezu erzwingt.

Ich bin ja ursprünglich langsam gefahren (ca. 30 KmH). Das Problem ist ja, dass der Typ mich abdrängen wollte. Hätte ich gebremst, wäre ein anderes Auto hinter mir in mich reingefahren. Wäre ich langsamer gefahren, hätte mich der Typ abgedrängt und ich wäre in die Parkenden Autos neben mir gefahren under wäre unter dem SUV gelandet... Also habe ich doch keine Schuld. ICh wollte ja einen möglichen Unfall verhindern!

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Ergänzung: Das Bußgeld dürfte zwischen € 100.-- und € 145.-- liegen, je nach Tatbestandsnummer. 103600 wären € 100.-- das Minimum, sonst 103602 mit € 145.--.

Wie soll ich das denn bezahlen? Ich bin ja nichtmal Schuld an dem ganzen. Das ist einfach nur unfair... :(

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@Thyljo
Wie soll ich das denn bezahlen?

Zum Beispiel durch einen Minijob am Wochenende. Übrigens kommen noch ein A-Verstoß + 1 Punkt in Flensburg hinzu.

Ich bin ja nichtmal Schuld an dem ganzen.

Das ist so nicht richtig. Dein Fahrzeug, deine Verantwortung.

Das Problem ist ja, dass der Typ mich abdrängen wollte. Hätte ich gebremst, wäre ein anderes Auto hinter mir in mich reingefahren.

Ob du "bedrängt" wurdest in tatsächlicher Hinsicht oder ob es sich nur um eine im Straßenverkehr stüändig auftretende starke Annäherung innerorts gehandelt hat, ist nicht feststellbar, ergo auch nicht beweiskräftig (reine subjektive Wahrnehmung). Fest steht nur, dass dich das Fahrzeug nicht touchiert hat, und du stattdessen auf nasser Fahrbahn ins Rutschen gekommen bist. Fertig.

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@FordPrefect
Zum Beispiel durch einen Minijob am Wochenende.

Wie im Text geschrieben, gehe ich seit 2 Jahren durchgängig nach der Schule und auch in den Ferien und Wochenenden arbeiten. Vor 2 Jahren auch schon, nur gehe ich seit 2 Jahren exzessiv nur für das Motorrad arbeiten.

Ob du "bedrängt" wurdest in tatsächlicher Hinsicht oder ob es sich nur um eine im Straßenverkehr stüändig auftretende starke Annäherung innerorts gehandelt hat, ist nicht feststellbar, ergo auch nicht beweiskräftig (reine subjektive Wahrnehmung).

Er ist auf einer Einspurigen spur neben mir gefahren und hat versucht mich abzudrängen. Das ist doch nicht normal... Oder passiert dir das jeden Tag. Mir auf jeden Fall nicht. (Ich will nicht unfreundlich klingen)

und du stattdessen auf nasser Fahrbahn ins Rutschen gekommen bist. Fertig.

Ja, weil er mich sonst abgedrängt hätte und ich sonst entweder von ihm überfahren worden würde, in die Parkenden Autos gefahren wäre, oder Das andere Auto hinter mir bzw. uns in mich reingefahren wäre. (nässe, gefälle und der hinter mir hatte nichtmal 10m Abstand).

Übrigens kommen noch ein A-Verstoß + 1 Punkt in Flensburg hinzu.

Die Polizistin meinte, da ich mich nicht verletzt habe, werde ich keinen Punkt und auch keine Probezeitverlängerung bekommen. Nur das Bußgeld.

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Tut mir leid, ich öffne den Link nicht.

Generell: es gibt immer Chancen Fahrerflüchtige zu finden. Immer. Wenn man NIE welche finden würde, würde Polizei usw. wirklich aufgeben.

Das war deine Frage, die ich hiermit beantwortet habe....

Naja. Im Link steht alles nochmal ausführlicher. Jedoch konnte ich mir sein Nummernschild natürlich nicht merken. Also wie sollen sie ihn dann finden?

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@Thyljo

Wenn das deine Frage ist, kann dir diese NIEMAND beantworten. Stichwort Spurensicherung....Zeugen....frag doch bei der Polizei nach nach gegebener Zeit, was sie unternehmen konnten auch.

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Da kann man rein gar nichts machen. Zahle das Bußgeld, zahle die Reparatur des Motorrads (da du wohl keine Vollkasko hast), zahle deine Schutzkleidung (da du wohl keine Hausrat inkl. "Transportmittelunfall" hast) und zahle ab nächstem Jahr die erhöhte Haftpflichtversicherungsprämie.

Dass dir bei ner Bremsung der hinter dir draufgefahren wäre, halte ich nicht für glaubwürdig.

Woher ich das weiß:Beruf – Versicherungskaufmann seit 2009
Dass dir bei ner Bremsung der hinter dir draufgefahren wäre, halte ich nicht für glaubwürdig.

Es hat geregnet, es ging bergab und das andere Auto war nichteimal 10m hinter mir. Hätte ich bremsen können, dann hätte ich das doch logischerweise gemacht. Wieso sonst sollte ich denn mit ner 125er, dessen Reifen so dünn wie Fahrradreifen sind bei Regen, bergab und einer Kurve beschleunigen?!

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@Thyljo

Der Bremsweg bei Tempo 30 km/h liegt bei 9m normal, 4,5m im Gefahrenfall. Da du beim Bremsen ja nur langsamer wirst und nicht zum Stehen kommst, ist der Anhalteweg umn die entsprechende Strecke länger (das Objekt vor dem bremsenden Fahrzeug ist ja auch weiterhin in Bewegung). Abstände von 5 - 8 m sind im Ortsverkehr völlig normal und stellen kein zu dichtes Auffahren dar.

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@FordPrefect

Ja, berechnungen kann immer aufstellen. Aber ich war doch logischerweise selber in der Situation und habe gesehen, dass wenn ich gebrembst hätte, er mir hinten rein gefahren wäre.. Wie gesagt: Wieso sonst sollte ich denn mit ner 125er, dessen Reifen so dünn wie Fahrradreifen sind bei Regen, bergab und einer Kurve beschleunigen?!

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@Thyljo
Wieso sonst sollte ich denn mit ner 125er, dessen Reifen so dünn wie Fahrradreifen sind bei Regen, bergab und einer Kurve beschleunigen?!

Leichtsinn, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, es dem SUV "zeigen wollen"...alles Möglichkeiten. Wir kennen dich nicht persönlich.

Vielleicht hast du auch einfach nur falsch eingeschätzt, wie nah der dran war. Du hast ja noch nicht so viel Fahrerfahrung.

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@Valnar25

Ich bin ein sehr vorsichtiger Fahrer. Ich bin nicht leichtsinnig oder so. Meistens fahre ich auch bei normalem wetter knapp unter 50 oder in unübersichtlichen Straßen 35 oder 40. Ich habe schon mal einen tödlichen Motorradunfall gesehen und bin daher keinesfalls leichtsinnig und bin mir den Folgen, die ein leichtsinniges fahren haben können, durchaus bewusst. Ich bin zwar "erst" 16, jedoch habe ich einen voll ausgeprägten Verstand und konnte sehr wohl die Situation einschätzen. Mir blieb in der Situation nichts anderes übrig. Wieso hätte ich es dem SUV zeigen wollen, wenn ER mich abdrängt??? Und dann auch noch wie gesagt bei Regen, in einer Kurve, Bergab und mit einer 125er? Ich bin 1,95m groß, wiege 130Kg und bin mit einer Maschine unterwegs die 15 PS, 125ccm, gefühlte Fahrradreifen, und eine Sitzhöhe von 79cm hat? Warum sollte ich es einem SUV mit der 15 fachen Leistung zeigen wollen? Ich will nicht unhöflich oder aufmüpfig klingen, aber ich verstehe nicht, wieso alle die Schuld in mir sehen? Seid ihr schonmal Motorrad gefahren? Dann wisst ihr wie es sich anfühlt neben einem SUV zu fahren, der einen abdrängen will. Im besten Falle dann auch noch mit einer 125er. Da hat man nicht einmal den Gedanken es ihm zeigen zu wollen. Als Motorradfahrer ist man "IMMER" der schwächere. Egal ob 125er oder 1000er.!

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@Thyljo

Ist ja schön und gut, ändert aber an deiner Situation nichts.

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@Valnar25

Ich weiß.. Leider. Ich werde an der Unfallstelle und in der Umgebung Zettel aufhängen und fragen, ob jemand den Unfall beobachtet und sich sogar vielleicht das Nummernschild des SUV's gemerkt hat.

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glaubst Du ernsthaft, ich lade mir den langen Text hoch. So wichtig bist Du nun auch nicht. Aus den bereits gegebenen Antworten und meiner langjährigen Erfahrung als Zweiradfahrer, kann ich mir aber auch so das Geschehen vorstellen.

Und solche Situationen, hat man als Biker öfter als einem lieb sein kann. Warum machst Du denn so einen Aufstand. Lerne daraus und achte mehr auf das Fahrgeschehen um Dich herum und weniger auf Dich. Dann meisterst Du solche Situationen auch besser.

Sei froh, wenn Deine Probezeit nicht verlängert wird. Und wenn Du kein Geld für das Busgeld und die Reparaturen hast, solltest Du nicht fahren.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – eigene Erfahrung

Achso... Vielen Dank für deine "Hilfe"... Ich wünschte, man könnte die Rollen mal tauschen. Dann weißt du wie sich das anfühlt.

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@Thyljo

Glaubst Du ernsthaft, soetwas passiert nur Dir. Träum weiter.

Fahre erstmal so lange mit dem Motorrad, wie ich, dann sprechen wir uns wieder. Wenn Du diese Zeit überhaupt schaffst.

Da werden noch andere Situationen auf Dich zukommen. Also jammere hier nicht rum. Lerne aus den Verkehrssituationen heil herauszukommen. Und gut ist.

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... worauf?

Solche Schäden bezahlt doch die Vollkasko und wenn Dein Berater/Makler Dir diesen Baustein verweigert hat, prüfe einen Regress.

Viel Glück.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich habe eine Haftpflichtversicherung, wie schon erwähnt. Und was meinst du mit Markler?

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@Thyljo

... der, vom Check z.B. bzw. der, der Dir die Versicherung verkauft hat.

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