Unfall nach Spurwechsel, war hat Schuld?

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8 Antworten

§7 StVO
(5) In allen Fällen darf ein Fahrstreifen nur gewechselt werden, wenn
eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.
Jeder Fahrstreifenwechsel ist rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei
sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen.

Die Frau trägt die volle Schuld, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Alles Andere was hier behauptet wurde wie "Wer auffährt hat Schuld" oder "bei Spurenwechsel Rechtsvorfahrt" ist schlichtweg Blödsinn.

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Kommentar von bronkhorst
10.10.2016, 18:45

Von der Rechtslage her ist die Darstellung absolut richtig.

Sollte die Unfallgegnerin allerdings bestreiten, die Spur gewechselt zu haben und behaupten, dass dies ein reiner Auffahrunfall auf der gemeinsamen Spur gewesen sei, sähe es für den Fragesteller eher schlecht aus.

Man kann also hoffen, dass sie entweder so etwas nicht versucht - oder dass es Zeugen gab, die den überraschenden und unangekündigten Spurwechsel bestätigen können.

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Kommentar von imsopretty
10.10.2016, 19:05

Vielen dank für Ihre antwort. Sie haben wie ich finde vollkommen recht.

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der Golf trägt die volle Verantwortung, Sorgfaltspflichtverletzung. Schulterblick - Blinker haben einfach gefehlt. Man kann nicht einfach so die Fahrstreifen wechseln

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Die Polizei hat sich eigentlich auch nicht anzumassen an Ort und Stelle die Schuldfrage zu klären, trotzdem würde ich erwarten dass sie den Unfallverursacher aus derer Sicht benennen. Nach der Beschreibung hat die Golffahrerin eindeutig diesen Unfall verursacht und demnach verschuldet.

Hat die Polizei möglicherweise Wichtigeres zu tun gehabt als sich um Euch zu kümmern?

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Das sollte man differenzierter sehen:

War der Anstoß in Fahrtrichtung, liegt eher bei Dir die Schuld, da bei den innerstädtisch üblichen kleinen Differenzgeschwindigkeiten allemal genug Zeit zum Abbremsen bleibt (wenn Du die 50-55 km/h im Schadensbericht genannt hast und an der Stelle ist nur 50 km/h erlaubt, sieht es eh schlecht aus).

War der Anstoß jedoch seitlich, liegt m.E. die gesamte Schuld bei der Unfallgegnerin.

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Kommentar von imsopretty
10.10.2016, 19:10

"da bei den innerstädtisch üblichen kleinen Differenzgeschwindigkeiten allemal genug Zeit zum Abbremsen bleibt"

Das stimmt zwar teilweise, aber es kam ja plötzlich und OHNE blinken. In der Situation gab es leider nicht genug Zeit zum Abbremsen, auch wenn ich nur 30 gefahren wäre.

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Kommentar von Crack
10.10.2016, 19:10

da bei den innerstädtisch üblichen kleinen Differenzgeschwindigkeiten allemal genug Zeit zum Abbremsen bleibt

Wie kommt Ihr denn fast alle darauf das es Aufgabe des "Unfallopfers" wäre diesen zu verhindern und wenn er das nicht kann die Schuld für den Unfall trägt?
Eine solche Annahme ist völlig Realitätsfremd!

Natürlich muss man abbremsen und ausweichen wenn das möglich ist - ist das nicht möglich trägt man aber noch lange keine Schuld für das Fehlverhalten eines Anderen.

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Was die genauen rechtlichen Umstände angeht bin ich überfragt. Aber ich würd sagen da sie Spur gewechselt hat wärs ihre Schuld - man muss schon vorher gucken ob da jemand neben einem fährt bevor man wechselt.

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Wer auffährt hat Schuld.

Natürlich gibt es auch Situationen wo das nicht so ganz stimmt. Deine zum Beispiel. Da wären aber Zeugen ganz gut. 

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Kommentar von imsopretty
10.10.2016, 17:24

Das mit dem "Wer auffährt hat Schuld" ist ja klar, nur war ich ja schon kurz am vorbeiziehen und dann hat sie einfach die Spur gewechselt, ohne blinken o.ä. Aber leider gibt es keine Zeugen..

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Kommentar von Crack
10.10.2016, 18:35


Wer auffährt hat Schuld.

Ich bitte Dich...

Wie um alles in der Welt will man denn einen solchen Unfall verhindern?
Verursacht wurde er eindeutig von der Fahrerin durch den unkontrollierten Wechsel des Fahrstreifens, und dafür willst Du jemandem die Schuld geben der überhaupt nichts dafür kann?

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So wie Du es schilderst, sehe ich da null Schuld Deinerseits.

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Kommentar von imsopretty
10.10.2016, 17:26

Sehe ich auch so, bleibt nur zu hoffen das die Versicherungen das auch so sehen.

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Die Regel besagt auch bei Spurenwechsel Rechtsvorfahrt. Die Regel besagt aber auch dass man seine Absichten klar und deutlich machen muss

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Kommentar von imsopretty
10.10.2016, 17:26

Es gibt ja auch ein Rechtsfahrgebot und sie war auch langsamer unterwegs als ich und war auch eigentlich korrekterweise auf der rechten Spur, aber ob Rechtsvorfahrt oder nicht, sie hat nicht klar gemacht, dass sie die Spur wechseln will, also sehe ich da wirklich keine Schuld bei mir..

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Kommentar von Crack
10.10.2016, 18:37

Die Regel besagt auch bei Spurenwechsel Rechtsvorfahrt.

Was soll das denn sein?

Derjenige der rechts fährt darf unbesehen den Fahrstreifen wechseln und soll dann auch noch im Recht sein?

Völliger Unsinn!

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Kommentar von machhehniker
11.10.2016, 06:49

Was soll denn eine Rechtsvorfahrt sein? Spurwechsel ist Spurwechsel, ob von rechts nach links oder von links nach rechts macht in der Vorrangfrage keinen Unterschied, der der schon auf der Spur ist hat Vorrang, nur bei endender Spur kann das anders aussehen.

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Kommentar von claushilbig
16.10.2016, 02:15

Die Regel besagt auch bei Spurenwechsel Rechtsvorfahrt

Wo soll den bitteschön diese Regel stehen? - in er deutschen StVO sicher nicht ...

Du "Vorfahrt" schon gar nicht, die gibt es nämlich nur an Kreuzungen und Einmündungen.

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