Unfall mit einer 125er

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7 Antworten

tut mir leid für deinen sohn, da hat er wohl pech gehabt. und das gleich aus mehreren gründen:

  1. du schreibst, dass er am montag gestürzt ist. jeder winterdienst endet mit 15. april. dieses argument würde also auf jeden fall schon einmal wegfallen (wenn die straße etwa ungeräumt gewesen wäre. wenn im mai schnee liegt - was schon vorgekommen ist - ist das immer höhere gewalt)
  2. fragt sich, ob er auf dieser straße überhaupt hätte fahren dürfen, ob diese also überhaupt eine öffentliche verkehrsfläche ist?
  3. er ist "am ende des abbiegevorgangs" gestürzt. der abbiegevorgang ist beendet, wenn ich wieder geradeaus fahre. imho kann er da nur zu sturz kommen wenn er das gas aufreißt. ganz abgesehen davon, müsste er da die verschmutzte straße auf jeden fall gesehen haben und sein fahrverhalten entsprechend anpassen.
  4. später schreibst du: "Wenn man beim Abbiegen auf Schotter wegrutscht, hat man doch gar keine Chance, zu reagieren. Das hat nichts mit Unaufmerksamkeit zu tun"

sicher hat es das. wenn du aufmerksam fährst (wozu dich die stvo verpflichtet), siehst du, dass da dreck liegt. dann musst du deine geschwindigkeit so anpassen, dass du keine große schräglage hast, und somit nicht wegrutschen kannst. du musst auch so fahren, dass du innert der eingesehenen strecke gefahrlos anhalten kannst. handelt es sich dabei um eine schmale straße (wie meist bei feldwegen) und erst recht wenn diese unübersichtlich ist, muss ich auf der hälfte der eingesehenen strecke anhalten können (es könnte mir ja jemand entgegenkommen).

wie schon mehrmals geschrieben hat dein sohnemann sich nicht adäquat verhalten und trägt wohl die alleinschuld am sturz.

ich glaube auch, dass es ein typischer anfängerfehler war. und mit "anfänger" meine ich nicht nur einen reinen motorradneuling (wie vermutlich der betroffene), sondern auch "alte hasen", die sich nach der (langen) winterpause erstmals wieder aufs bike setzen.

sei froh dass nicht mehr passiert ist und für die zukunft zwei tipps:

  1. motorrad vollkasko versichern (überhaupt ein neufahrzeug) und
  2. noch wichtiger: ehe man sich auf die straße wagt (vor allem als anfänger - siehe oben) erst einmal ein kleines fahrtraining bei einem automobilklub deines vertrauens. die paar euro ist es allemal wert.

Was nützt das Winterdienst-Schild, wenn er nicht auf Glatteis, sondern auf Rollsplit ausgerutscht ist? Nix. Auf einer Nebenstraße braucht kein Warnschild aufgestellt zu sein, weil die Straße verschmutzt ist. Die ginge dann wohl deutlich über die Sicherungspflichten der Kommune hinaus. Sie können natürlich gegen alles und jeden klagen, fallen damit aber zu 100% auf die Nase.

Pedi389 05.05.2010, 12:18

Dieses Winterdienstschild habe ich nur erwähnt, weil gleich danach der Feldweg anfängt und da natürlich kein Schild stehen muss, dass vor irgendwelchem Splitt oder Schotter warnen muss.

Ich dachte nur, da der Unfall vor dem Schild stattgefunden hat, dass die Kommune noch dafür haftbar gemacht werden kann.

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Mit welchem Tempo ist der Nachwuchs denn da um die Ecke gebogen? Das dürfte eine erhebliche Rolle spielen, falls es darum gehen sollte, wer den Schaden bezahlt. Grundsätzlich hat man so zu fahren, dass man jederzeit anhalten bzw. sich auf andere Situationen einstellen kann. Ob hier jemand beispielsweise eine Verkehrssicherungspflicht verletzt hat, kann man so nicht beurteilen.

Pedi389 05.05.2010, 12:16

Mein Sohn meinte, er wäre 20 km/h beim Abbiegen gefahren.

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Man muss sein Fahren der Strassensituation anpassen. Wenn da Rollsplit liegt, muss man halt langsamer fahren. Genau diesselbe Antwort bekommt man übrigens auch bei Schlaglöchern.

Pedi389 05.05.2010, 12:12

Aber muss dort kein Warnhinweisschild stehen? Bei Rollsplitt z.B. steht eigentlich immer ein Schild, dass davor warnt

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kekskruemmel 05.05.2010, 12:15
@Pedi389

vielleicht ja vielleicht nein. meiner meinung nach ist der weg zu eng fuer ein warnschild.dann muss man noch ein schilg aufstellen,was vor dem warnschild warnt

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Denke da hast du keien Chance, das ist Gefährdungshaftung. (Wie bei Steinen die in dei Scheibe fliegen) , wenn er anzeigt , bekommt er wegen fahrlässigkeit vielleicht noch ein´s drüber.

meiner meinung nach ist ihr sohn voll schuld.er muss immer vorausschauend fahren,so dass er die situation gut abschaetzen kann um rechtzeitig abbremsen zu koennen.seien sie gluecklich,dass es ihm gutgeht.sachshcaden kann man immer beheben...

alles gute

Pedi389 05.05.2010, 12:20

Ich bin ja auch froh, dass ihm nichts weiter passiert als als ein paar Schrammen. Ich habe auch zu ihm gesagt, eine Maschine kann man gegebenenfalls ersetzen, ein Leben nicht.

Er war so tierisch sauer, weil dieser Schotter ihn so überrascht hat und er deswegen Klage einreichen wollte.

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Das ist jetzt nicht dein ernst, dein Sohnemann fährt unaufmerksam durch die Gegend und die Allgemeinheit soll jetzt dafür Zahlen.

Pedi389 05.05.2010, 12:26

Wenn man beim Abbiegen auf Schotter wegrutscht, hat man doch gar keine Chance, zu reagieren. Das hat nichts mit Unaufmerksamkeit zu tun.

Und zu Deiner Aussage mit der "Allgemeinheit" sage ich jetzt lieber nichts dazu, obwohl mir da jetzt so einiges einfällt.

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Drachentoeter 05.05.2010, 13:35
@Pedi389

ich weiß was dir dazu so einfällt, das selbe wie mir ;-) Das ändert aber nichts am meiner Meinung zu diesem Thema.

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