Unfall, keine Polizei gerufen?

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9 Antworten

Hallo Orges,

bitte melde den Schaden unverzüglich deiner Kfz-Haftpflichtversicherung. Das ist auch noch nach 3 Monaten möglich. Schildere den bisherigen Ablauf. Du bist nicht der erste Kunde, dem es so ergeht.

Deine Versicherung wird den Schaden des Unfallgegners prüfen, berechtigte Ansprüche erstatten und unberechtigte abwehren.

Du hast dann innerhalb 6 Monate nach der Schadenregulierung Zeit, den Schaden zurückzukaufen. Machst du hiervon keinen Gebrauch, wird dein Vertrag zum nächsten 01.01. gestuft. Das heißt für dich, die SF-Klasse reduziert sich wieder und der Beitrag steigt entsprechend.

Rufe bitte bei deiner Versicherung an. Die Kollegen können dir schnell und unkompliziert sagen, bis zu welcher Schadensumme sich für dich ein Rückkauf lohnt.

Alles Gute für dich!

Schöne Grüße

Sandra vom Social Media-Team

Die Poizei nicht zu rufen war kein Fehler, die hätten allenfalls den Unfall aufgenommen, das hätte nochmal extra gekostet und Du hättest noch eine gebührenpflichtige Verwarnung wegen Verursachen eines Unfalls erhalten.

Deine Versicherung hättest Du eigentlich informieren müssen, soweit mir bekannt ist dies bei Versicherungen eine Geschäftsbedingung, auch wenn Du nicht schuld wärst und auch wenn Du den Schaden selber begleichen möchtest.

Es sollte aber möglich sein diesen Unfall jetzt noch zu melden, wenn Sowas nicht ständig vorkommt macht die Versicherung gewöhnlich auch keine Probleme.

Der Betrag kommt schon hin, neue Tür, lackieren und umbauen würde wohl schon diesen Betrag kosten. Wenn aber die Reparatur den Zeitwert des Fahrzeugs übersteigt ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden und der Geschädigte bekommt nur den Zeitwert (abzüglich eines evtl Restwerts) und eine Pauschale wegen Unannehmlichkeiten (Zulassung,..).

Dieser Betrag fällt nicht mehr unter Bagatell-Fall, also kann bei der Versicherung nicht einfach mit einem Kostenvoranschlag abgerechnet werden. Der Geschädigte bräuchte ein Schadensgutachten. Dies zu zahlen würde nun zwar auch Dir (bzw Deiner Versicherung) angelastet werden, aber da steht dann auch wie viel das Auto ohne diesen Unfall wert gewesen wäre und was es noch wert ist.

Also melde es Deiner Versicherung, sag dem dass Du dies nicht zahlen kannst und schick den auch zu Deiner Versicherung. Die wird ihm dann schon erklären dass sie nur zahlen was gerechtfertigt ist. Alternativ kannst Du ihm ja anbieten ein Auto bei mobile&Co zu kaufen das dem entspricht was er hat, bzw kannst ihm einen angemessenen Betrag anbieten den er annehmen kann oder den schwierigen Weg gehen kann in dem er wahrscheinlich das Gleiche erhält, nur dafür kämpfen muß.

Hallo Orges,

auf Grund des Alters eines Fahrzeugs kann ein Laie  keinen Wert schätzen. Dies kann nur ein Kfz-Sachverständiger.

Ich kann dir nur raten, melde den Schaden schnellstens deinem Kfz-Versicherer, der alles weitere überprüfen wird. Berechtigte Forderungen wird er zahlen, unberechtigte Forderungen wird er ablehnen.

Sollte die Schadenserstattung nicht besonders hoch sein, hast du dann immer noch die Möglichkeit die Kosten deinem Versicherer zu erstatten.

Gruß Apolon

Hallöle,

ich hoffe, Du hast alles richtig gemacht und den Unfall auch Deiner Versicherung gemeldet, also auch wenn Du evtl. davon ausgegangen bist, dass Du den Schaden selbst zahlen willst?

Falls ja, lass den Kostenvoranschlag Deiner Versicherung zukommen, denn die werden keinen "übermäßig großzügig geschätzen Phantasiewert" einfach so akzeptieren.

Falls nicht, war das schon ein echter Fehler und solltest Du vielleicht besser noch nachholen! Und wenn Du Dir bzgl. des Wertes des Autos vor dem Unfall sicher bist, hier noch eine evtl. geldsparende Info incl. einem bereits diesbezüglich gefallenem Urteil:

Auszug aus http://www.abc-recht.de/ratgeber/auto/faq/totalschaden.php
"... Liegen die vom Sachverständigen geschätzten Reparaturkosten über 130 % des Wiederbeschaffungswerts, ist eine Reparatur unwirtschaftlich. Der Geschädigte erhält deshalb nur den Wiederbeschaffungswert (netto) abzüglich Restwert, selbst wenn er das Fahrzeug reparieren lassen würde. Mehrwertsteuer erhält er nur, soweit sie nachgewiesen wird. ..."

Du solltest Dir auf der gelinkten Seite am besten den ganzen Text ab "2. ..." durchlesen, weil da noch ein paar nicht unwichtige Infos mehr drin stehen!

Also, Du siehst, jetzt kommt es ziemlich auf die wirklichen Gegebenheiten an! Aber lass Dich nicht einschüchtern, sondern werde jetzt am besten "pingelig wie ein Finanz-Beamter"!

Viel Erfolg bei der Gegenwehr!

wölfin

Auch wenn keine Polizei gerufen wurde, hast du das hoffentlich zeitnah deiner KFZ-Versicherung gemeldet.

Wenn nicht, könnte die jetzt die Regulierung wegen Obliegenheitsverletzung ablehnen.

Die Haftpflichtversicherung wirkt hier für dich wie eine passive Rechtsschutzversicherung. Sie besichtigt den Schaden und wird hier wahrscheinlich auf "wirtschaftlichen Totalschaden plädieren.

Das wäre längst erledigt, wenn du deiner Verpflichtung nachgekommen wärst, Schäden UMGEHEND anzuzeigen.

Ich verstehe die Frage nicht. Was macht man denn bei einem Blechschaden, wenn beide Parteien sich im Prinzip einig sind? 

Man tauscht mit dem Unfallgegner die nötigen Daten aus, erstellt einen Schadensbericht - der ja KEIN Schuldanerkenntnis ist - und gut ist. 

Der Schadensbericht geht an die eigene Haftpflichtversicherung und die leitet alles in die Wege. Sie bezahlt und wehrt auch unberechtigte Forderungen des Unfallgegners ab. 

Was genau erwartest Du von uns, was Deine Versicherung nicht besser erledigen kann? 

"Er wird ja wohl kaum das Geld in die Instandsetzung seines Fahrzeugs investieren sondern eher in die eigene Tasche stecken." 

Das ist eine durch (bisher) nichts bewiesene Unterstellung; damit solltest Du vorsichtig sein. 

Aber noch einmal: Was sagt/macht denn Deine Versicherung? 

Bei einem Unfall ohne Personenschaden ist es ok, nicht die Polizei zu rufen. Der Unfall muss aber natürlich trotzdem aufgenommen werden, und zwar mit dem europäischen Unfallprotokoll. Beide Unfallbeteiligte reichen eine Kopie des Protokolls an ihre Versicherungsgesellschaft weiter. Alles Weitere regeln die Versicherungen miteinander. Habt ihr das gemacht?

Wenn nicht, wird es etwas komplizierter. Grundsätzlich bist du als Schadenverursacher auch schadenersatzpflichtig, allerdings nur soweit wie ein Schaden überhaupt entstanden ist und nicht mehr.

Es geht für dich jetzt darum, dem Unfallgegner klar zu machen, dass sein Schaden nicht mehr sein kann als der Restwert seines Fahrzeugs.

Viel Glück!

Apolon 05.07.2017, 10:36

Der Unfall muss aber natürlich trotzdem aufgenommen werden, und zwar mit dem europäischen Unfallprotokoll.

Nein!

Es geht für dich jetzt darum, dem Unfallgegner klar zu machen, dass sein Schaden nicht mehr sein kann als der Restwert seines Fahrzeugs.

Nein - dafür hat er seine Kfz-Haftpflichtversicherung. Den Schaden kann er auch heute noch melden.

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Für solche Fälle hast du eine Haftpflichtversicherung. Warum machst du dir überhaupt einen Kopf? Die prüfen den Schaden notfalls per Gutachter.

Da ich denke das du Versichert bist wird die Versicherung das übernehmen und du wirst eine Risikostufe höher eingestuft.Heißt du wirst künftig mehr für die Versicherung bezahlen.Genau so einen Fall hatten wir auch mal .Kleiner Kratzdr sofort 2.800 Reperatur.

Ala34m 05.07.2017, 03:58

Was ich mich mehr Frage woher weißt du das das Auto 500€ Werr ist?

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Orges 05.07.2017, 04:12
@Ala34m

Mobile und Autoscout24 durchschnittswert. Kannst ja selbst schauen: Volvo V70 Bj: 1996  296000km und überwiegend verrostet und Lack war überall spröde der Wagen hätte wahrscheinlich nicht mal die nächste TÜV Untersuchung bestanden.

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Apolon 05.07.2017, 10:46

Heißt du wirst künftig mehr für die Versicherung bezahlen.

Du bist ein Hellseher? Kennst also den Vertrag von Orges?

Es könnte doch auch einen Rabattschutz oder Rabattretter geben.

Oder er könnte die Kosten seinem Versicherer erstatten.

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