Unfall im Urlaub

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6 Antworten

Hallo,

ich kann nur etwas zur 2. Frage sagen:

Eine zusätzliche private Auslands-Krankenversicherung ist m.E. immer sinnvoll. Das sieht auch die Verbraucherzentrale so.

http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/Auslandsreise-Krankenversicherung-Wichtiger-und-guenstiger-Schutz-1858453-1860159/

Hintergrund:

In den EU-Staaten, in der Türkei und im ehemaligen Jugoslawien bekommt man die Leistungen wie ein dort Versicherter. Es gelten die besonderen Voraussetzungen, Leistungsausschlüsse und Eigenbeteiligungen nach dortigem Recht. Welche Kosten dadurch entstehen, kann man sehr schlecht abschätzen. Kosten durch reine Privatbehandler werden fast nie erstattet. Gerade in typischen Touristenorten gibt es Leistungserbringer, die sich auf die "Gewinn bringenden" Touristen spezialisiert haben. Z.B. der Arzt , der vom Hotel empfohlen wird. Ich habe auch von einem Fall gehört, der mit dem Krankenwagen in die nicht anerkannte Privatklinik gefahren wurde, Nach den EU- und deutschen Regeln war eine Erstattung durch die deutsche Krankenkasse nicht möglich. In einigen Läönfdern, z.B. Frankreich, bekommen auch Einheimische immer eine Privatrechnung vom Behandler. Die dt. Krankenkase kann dann später nur einen Teil erstatten. Ggf. verhalten sich Leistungserbringer ungesetzlich, wenn sie bei Touristen immer eine Privatrechnung ausstellen. Das Argument, er müsse dann so lange auf sein Geld warten, zieht übrigens nicht, da die ausl. Krankenkasse die Zahlung übernimmt. Beschwerden über den ausl. Arzt sollte man am besten direkt an die ausl. Krankenkasse vor Ort richten.

Einen Rücktransport kann die dt. Krahnkenkasse nie bezahlen. Das ist nur über eine Privatversicherung versicherbar.

Bei den Privatversicherungen sollte man immer das Kleingedruckte genau durchlesen:

  • Fristen zur Meldung von Versicherungsfällen (auch wenn man ggf. noch auf eine Entscheidung der gesetzl. Krankenkasse wartet)

  • Auschlussklauseln: Ich habe von einem Fall gehört, wo jemand zu einem Marathon nach Rio geflogen ist, dort einen Blinddarmdurchbruch hatte und im Krankenhaus operiert wurde. Die Privatversicherung hat nicht erstattet, da die Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen ausgeschlossen war. Das war überraschend und ärgerlich!

Häufig kooperieren die gesetzlichen Krankenkassen mit einer Privatversicherung, die sie empfehlen. Ggf. das Angebot des Automobilklubs, der Bank und des "Haus"-Versicherungsvertreters zum Vergleich daneben legen.

Gruß

RHW

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Wenn du dich mit dem KFZ ins Ausland begibst solltest du einen "Schutzbrief" abschließen. Dann bekommst du auch Hilfe durch Dolmetscher. Und die Auslandskrankenversicherung ist SEHR wichtig. Selbst in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen wollen die Ärzte und auch KLiniken Bargeld sehen. Das bekommst du dann von deiner Krankenkasse NIE WIEDER

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Hallo kalashkalash,

hierbei sind zu Frage 1 zwei unterschiedliche Situationen zu betrachten: Wird das Leihfarzeug in DEU angemietet oder im entsprechend besuchten Land.

Frage 1 A) Wenn Du das Leihfahrzeug in DEU ausleihst, gilt für den ganzen Vertrag Deutsches Recht und Du hast auch auch einen deutschen Vertragspartner, was bei Unfällen durchaus sinnvoll sein kann. Es ist ja möglich in DEU den Wagen zu buchen und übernimmst in erst im Urlaubsland. Dann wird Dir auch in DEU das ganze "Verhalten im Schadensfall" auch in deutscher Sprache mitgegeben und erklärt. Damit entfallen dann auch sämtliche Sprachbarrieren. Eine solche Planung wäre in jedem Fall zur eigenen Sicherheit vorzuziehen, zumal die in DEU verlangten Mietwagenpreise oftmals (nicht immer = bitte unbedingt vorab im Internet vergleichen soweit möglich) günstiger sind als wenn man vor Ort mietet.

B) Man leiht sich spontan im Urlaubsland ein Kraftfahrzeug. Dann gelten selbstverständlich alle rechtlichen Regeln des betreffenden Landes und da kann es u.U. zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten wegen der Sprache kommen.

In allen Fällen aber sollte immer der jeweilige Vermieter sofort tekefonisch verständigt werden, meistens bestehen aber auch die Vermieter auf die Hinzuziehung der Polizei. Dies ist insbesonders dann wichtig, wenn der Unfallgegner ein Einheimischer ist. Um seinen Versicherungsschutz nicht zu gefährden muss dann auch den Anweisungen der Vermieter Folge geleistet werden.

Frage 2) Ja, es ist sinnvoll eine Reisekrankenversicherung abzuschließen, denn die medizinische Versorgung in anderen Ländern, besonders südeuropäischen, ist häufig nicht auf unserem sehr hohen deutschen Niveau. Hier ist das Preis-Leistungsverhältnis (Beitrag zu möglichen Rücktransportkosten) durchaus gegeben, was bei vielen anderen Versicherungen nicht immer gegeben ist.

Ich wünsche einen schönen Urlaub

Versicherungsberater

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Hallo kalashkalash,

bei der Anmietung eines Fahrzeugs im Ausland sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Fahrzeug vollkaskoversichert ist, damit der Schaden an dem geliehenen Fahrzeug abgedeckt ist. Schäden an anderen Fahrzeugen etc. sind über die Haftpflichtversicherung des Mietfahrzeugs abgedeckt.

Man sollte schon bei der Anmietung des Fahrzeugs mit dem Vermieter klären, was im Schadenfall zu tun ist. Oftmals wird vom Vermieter verlangt, dass in einem Schadenfall die Polizei hinzugezogen und der Vermieter unverzüglich informiert wird.

Wichtig ist, dass man sich die Daten des Unfallgegners notiert (Name, Anschrift, Kennzeichen, Versicherung etc.)

Es kann hilfreich sein, die Situation vor Ort und die Schäden durch Fotos zu dokumentieren.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist sicherlich sinnvoll, da Leistungen wie beispielsweise Krankenrücktransport über die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel nicht abgedeckt sind.

Viele Grüße
René Schmidt, CosmosDirekt

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  1. Mit einem geliehenem Auto hat Deutschland erstmal nicht so viel zutun. Ich würden mir vorher von dem Verleiher die entsprechenden Nummern geben lassen (ggf. sind die auch im Handschuhfach bereits hinterlegt) mit ein bisschen Schul-Englisch sollte man eigentlich die größten Hürden überstehen. Im Rahmen einer sog. Mallorca-Police kann man im Anschluss ggf. auch noch seine eigene Versicherung einschalten.

  2. Aberaba hat schon recht, grundsätzlich geben die Krankenkassen Versicherungsschutz innerhalb Europas, jedoch stimmen auch die Kommentare, dass nicht jeder Arzt diesen akzeptiert und man erstmal Bar zahlen muss. Das ist aber bei einer extra Auslandsreisekrankenversicherung auch nicht anders. Das Risiko auf Kosten sitzen zu bleiben ist jedoch nicht so hoch wie oft von den Auslandsreisekrankenversicherung beworben, in vielen Fällen zahlt die gesetzliche alle Kosten der Behandlung. Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, dann ist eine Auslandsreisekrankenversicherung aber keine schlechte Idee und im Verhältnis zu den Reisekosten ja auch wirklich nicht zu teuer. Obacht: Außerhalb Europas!

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Wenn man ADAC-Mitglied ist, kann man den anrufen, die helfen dann weiter.
Im europäischen Ausland braucht man keine extra Krankenversicherung. Nur seine Karte.

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kalashkalash 13.07.2011, 18:14

also wenn ein Unfall direkt, vor Ort, passiert ?

Dann direkt den ADAC anrufen. Helfen die wirklich so wie man es haben möchte, aus Deutschland ? Weil der Kontakt besteht ja nur über das Telefon ..

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hauseltr 13.07.2011, 18:23

Nein, man sollte immer eine Auslandskrankenversicherung (Reisekrankenversicherung) abschliessen. Allein der Hinweis mit der Karte stimmt schon mal nicht, denn man wird nicht von jedem Arzt behandelt. Die verlangen oft Barzahlung und die Krankenversicherung in Deutschland ersetzt nur die deutschen Gebührensätze. Da kann man schnell auf einigen 100,00 € sitzen bleiben.

Meistens muss man da auch in Vorkasse treten, bekommt das Geld aber ersetzt.

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