Unfall bei Schnee

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6 Antworten

Polizei wäre besser gewesen. Was ist, wenn ihr euch nicht einigen könnt?

Sie hätte sich vergewissern müssen, daß sie niemanden bei der Fahrt in den Gegenverkehr gefährdet, was sie aber getan hat.

Ursächlich für deine Bremsaktion war ja, daß sie dir auf DEINER Fahrbahn entgegenkam. Interessant wäre noch, ob in dieser Kurve überhaupt geparkt werden darf, wenn diese so unübersichtlich ist. Wenn nein, hätte auch der Parker eine Mitschuld.

Ich sehe die Schuld mal so überhaupt nicht bei dir. Höchstens eine klitzekleine Mitschuld, wenn deine Fahrweise nicht den Witterungsbedingungen angepaßt war, oder du generell zu schnell gewesen bist.

Hallo..... Du konntest die Kurve nicht einsehen? Durfte der Wagen auf der Seite Deiner Unfallgegnerin parken? Grundsätzlich hat jeder Verkehrsteilnehmer Sorgfalt walten zu lassen. Dies gilt ebenfalls für die Unfallgegnerin. Da auf ihrer Seite ein Wagen stand und sie nun überholen mußte, hat sie damit zu rechnen das ihr ein PKW entgegen kommt - egal ob Regen, Schnee oder Nebel. Grundsätzlich hat sie zu warten bis der Gegenverkehr vorbei ist und sie ohne Probleme vorbeifahren kann. Wenn sie nun die Kurve nicht einsehen konnte, was Du evtl. ebenfalls nicht konntest, kann hier eine geteilte Schuld ausgesprochen werden. Hierzu wird natürlich auch geprüft, ob eure Pkws ordnungsgemäß dem Straßenverkehr hätten fahren dürfen. Auch wenn ein Unfallverursacher abgefahrene Reifen hat oder die Reifen nicht den Umständen entsprechen kann ein Versicherer sich nicht auf Leistungsfreiheit berufen. Es muß immer ein Kausalzusammenhang bestehen. Das heißt, wäre der Unfall auch passiert wenn......... Ich würde Prüfen on der parkende Wagen dort stehen durfte. Wenn nicht, kann dieser haftbar gemacht werden aber dann bitte nur mit Polizei und ggf. Fotos machen. Vom PKW, der Parksituation und dem Verbotsschild. Da der Unfall zu Beginn des Jahres passiert ist, kannst Du oder sie sich schon jetzt stufen lassen und nicht bis zum nächsten Jahr warten. Das kann kostengünstiger sein. Der Versicherer rechnet Dir aus, wie hoch die die Kosten für den Unfall für Dich /sie wirklich sind (auf 5 Jahre wird gerechnet). Oft kommt es vor, dass der Schaden niedriger ist als die Mehrprämie. Du kannst also den Schaden an die Versicherung in den nächsten sechs Monaten zurückzahlen und wirst nicht gestuft. Eine gute Sache bei Kleinschäden. Die Ermittlung der Mehrprämie ist für den Sachbearbeiter nur ein Knopfdruck

Ja die Kurve ist nicht einsehbar. Aber dort wo der parkende Pkw stand ist kein Halteverbot. Das war auch alle nicht direkt in der Kurve, sonder ich kam aus der Kurve raus und dann kam sie mir entgegen. Bin dann halt auf die Bremse und dann ca 10 m gerutscht. Normal ist da 30 km/h. Hatte vllt 15 drauf.

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@Weissepele

Ok.... du hast keine Schuld. Auch wenn die Straßenverhältnisse schlecht waren trifft Dich hier keine Schuld. Ich würde die Schadensersatzansprüche der Gegnerin ablehnen mit der Begründung, dass hier kein Fehlverhalten unseres Versicherungsnehmers vorliegen. Du mußt es so sehen. Du hast schon aufgrund der Wetterbedingungen deine Geschwindigkeit reduziert. Nun steht aber da jemand auf Deiner Spur mit dem Du kollidierst. Egal wieso er da stand, hat er Schuld. Er haftet also auch für den Schaden an Deinem Wagen. Hätte der Wagen da nicht gestanden und Du wärst in das parkende Auto oder ein anderen Gegenstand gerutscht, dann hättest Du haften müssen. Achte bitte immer darauf, dass die Reifen Wintertauglich sind, genügend Profil haben und nicht zu alt sind.

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@ganzneu75

hm.. kennst du dich damit genauer aus? wäre es möglich, dass ich dir ne skizze per mail oder so schicke und du dir das mal anschaust !! Weil ich war gerade bei den Eltern und haben uns jetzt erstmal so geeinigt, dass ich morgen meine Versicherung anrufe und ne Schadensnummer hole, mit der die dann zu ner Werkstatt gehen. Ist das schon ein Schuldeingeständnis von mir ? Habe Allwetterreifen mit M + S die sind 1 Jahr alt. also Profil ist noch gut.

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@Weissepele

bin versicherungsfachwirt und ausbilder bei einer versicherung.kannst mir gerne etwas zuschicken. Schreibe dann zurück.. j.ph.s@web.de vielleicht ergibt sich ein neuer sachverhalt nach Zeichnung. Wenn ich es richtig verstanden habe, kollision mit gegnerin auf deiner fahrbahn trotz eingeleitetem Bremsen

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@ganzneu75

Ganz so eindeutig sehe ich es nicht, @ganzneu75 :)

Man muss auf Sichtweite zum stehen kommen - und 10 m gerutscht ist sie auch noch. Rest siehe meine Antwort, die eigentlich hier als Kommentar stehen sollte.^^

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Du hast einen Unfall verursacht, da Du nicht rechtzeitig vor einem stehenden Hindernis anhalten konntest. Offensichtlich war Deine Geschwindigkeit nicht den winterlichen Straßenverhältnissen angepasst. Melde den Schaden Deinem Versicherer, damit dieser den Schaden regulieren kann - oder regle das bei einem geringen Schaden am Auto der Nachbarin selbst, das spart die Stufung bei der Versicherung.

Rein rechtlich darf man ja mit Ganzjahresreifen (wenn diese das M+S-Symbol tragen) auch im Winter fahren. Ein wriklich tauglicher Ersatz für richtige Winterreifen sind die aber nicht...

Aber wie unten schon geschrieben, dass sie auf meiner Seite der Fahrbahn war? Denke leider auch dass ich Schuld bin, habe ich oben ja schon geschrieben. An meinem Auto ist nicht wirklich was kaputt, nur bisschen was von ihrer Stoßstange, das bekomm ich aber wegpoliert. An ihrer Stoßstange war halt wohl mehr kaputt was man auf den ersten Blick sehen konnte. Wie läuft das denn mit runterstufen ab? Geht das nach Anzahl der Unfällen oder nach der schwere bzw Preis der Reparatur? War mein erster Unfall in 10 Jahren

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@Ganzneu75,

ganz so eindeutig sehe ich es nicht, denn in § 3, Absatz 1 StVO steht:

Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, daß er sein Fahrzeug ständig beherrscht. ... Er darf nur so schnell fahren, daß er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann.

http://www.verkehrsportal.de/stvo/stvo_03.php

Und da sie auch noch 10 m gerutscht ist, wirds noch weniger eindeutig.


Mal so nebenbei als OT-Anmerkung:

Wenn du nach rechts auf eine bevorrechtigte Straße abbiegst, hat dort auch derjenige Vorfahrt der dir auf der Gegenfahrbahn entgegenkommt, wenn dieser überholt oder an einem Hindernis vorbei fährt. In dem Fall gilt die Vorfahrt auf der gesamten Fahrbahnbreite.

Wie gesagt, nur mal zur OT-Info, denn bei einer Kurve trifft das ja so nicht zu. ;)

Uups sollte alles eigentlich nur ein Kommentar werden... ;)

@Eichbaum1963 Dein Kommentar ist grundsätzilich nicht verkehrt jedoch geht es hier primär um versicherungstechnische Fragen. Der §3 STVO ist wichtig für Bußgeldangelegenheiten oder schlimmeres. Das Versicherungsgewerbe interessiert hier vielmehr der §7 StVG sowie die eigenen Paragraphen und Bedingungen und zieht dann unterstützend das StVG heran. In dem hier genannten Unfall handelt es sich nicht um einen Vorfall so wie Du ihn anführst (verlassen Vorfahrtsstraße etc). Hier geht es um einen normalen Straßenunfall im Bereich einer Kurve mit verlassen der Fahrbahn aufgrund einer rutschigen Straße. Wäre denn die Versicherung zur Leistung befreit, wenn nur Dein Paragraph angewendet werden würde? Zum Glück nicht. Es ist viel mehr zu beachten bei einem Schadensfall. Es gehört schon viel dazu, dass eine Versicherung nicht zahlt. Ich habe da mal ein Urteil herausgesucht vom Oberlandesgericht Hamm vom 24.05.2004 (10 U 214/03) ----- so kann es auch laufen. Nicht immer ist eindeutig wer die Schuld trägt. Zur Güte wird dann eine "Teilschuld" eingeräumt :)

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@ganzneu75

Den Vorfall, den ich hier anführte war ja nur eine Off-Topic (OT) Anmerkung. ;)


Und ich glaube nicht, dass das Versicherungsgewerbe die StVO völlig ignorieren kann. ;)

Aber mal ehrlich: soll ein Fahrer, welcher vor einer Kurve an einem Hindernis vorbei fahren will, erst aussteigen, vor laufen und schauen ob da was kommt?^^

Gesetz dem Fall, Fragestellerin wäre einem, hinter der Kurve auf ihrer Spur Parkendem oder gar nur haltendem Fahrzeug reingerauscht - wäre der dann auch Teilschuld? ;)

Ich kann deine Ausführungen schon nachvollziehen, aber klar ist auch: Versicherungen zahlen nicht ganz so gerne.^^ Und vor Gericht und auf Hoher See... ;)

Achja, was für ein Fall war es denn beim OLG Hamm?

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Man darf nur so schnell fahren, dass man in jeder Situation noch stehen bleiben kann.

Von dem her wird des drauf raus laufen dass du die schuld haben wirst.

macht halbe -halbe, bzw meldet es euren versicherungen und fertig.

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