Unfall bei Gartenarbeiten für Bekannten. Zahlt die landwirtschaftliche BG?

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6 Antworten

Hoi.

Kommt auf die genauen Umstände an: ob du gegen Geld gearbeitet hast oder dies eine Gefälligkeitsleistung war.

"Nach einem Urteil des Hessischen Landessozialgerichts (L 3 U 90/09) besteht keine Unfallversicherung bei Gefälligkeitsleistungen innerhalb der eigenen Familie. Hilft ein Student seinen Eltern bei Eigenbauarbeiten, ist dies eine übliche und zu erwartende Gefälligkeitsleistung.

In dem zu entscheidenden Sachverhalt half ein junger Mann bei Umbauarbeiten am Hause seiner Eltern. Er verletzte sich dabei mit dem Hammer an der Hand. Der Student hatte seinen Erstwohnsitz noch bei seinen Eltern. Die Unfallkasse lehnte eine Entschädigung ab. Es habe sich bei der Tätigkeit nicht um eine arbeitnehmerähnliche Tätigkeit gehandelt, sondern lediglich um eine Gefälligkeitsleistung unter Verwandten.

Eine versicherte arbeitnehmerähnliche Tätigkeit muss unter den Umständen geleistet werden, die einer Tätigkeit aufgrund eines Beschäftigungsverhältnisses ähnlich sind, so die ständige Rechtsprechung des BSG. Auch ein Verwandter kann wie ein Versicherter tätig werden. Ein Versicherungsschutz besteht jedoch nicht, wenn es sich um einen aufgrund der konkreten sozialen Beziehungen geradezu selbstverständlichen Hilfsdienst handelt oder durch die zum Unfall führende Verrichtung eine gesellschaftliche Verpflichtung erfüllt wurde.

Die Mitarbeit des klagenden Studenten ist daher nicht gesetzlich unfallversichert. Die Umbauarbeiten am Eigenheim sollten Kosten ersparen und deswegen in Eigenleistung erbracht werden. Dabei hätten die Eltern die Hilfe des Sohnes erwarten können, da sie das Studium finanziell unterstützten und ihm in ihrem Haus kostenlos Unterkunft gewährten. Auch seien 30 Stunden Mitarbeit während der Semesterferien dem jungen Mann durchaus zumutbar gewesen."

https://www.haufe.de/sozialwesen/sgb-recht-kommunal/lsg-urteil-keine-unfallversicherung-bei-gefaelligkeit_238_79990.html

Also brauchen wir von dir mehr Informationen, um deine Frage beantworten zu können.

Ciao Loki 

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Hat Dich denn jemand für Deine Tätigkeit dort versichert und Beiträge gezahlt?

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Kommentar von gunla
14.10.2016, 11:11

Ja, über landwirtschaftliche BG zwangsversichert.

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Nein!

Für sowas sollte man eine private Unfallversicherung haben. Die zahlt aber auch erst dann, wenn 3 Jahre nach dem Unfall eine Beeinträchtigung bleibt.

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Privat in dem Garten gearbeitet? Wenn ja kein Anspruch.

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Nein, warum soll die den zahlen.

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Kommentar von gunla
14.10.2016, 11:13

Wofür zahlt mein Bekannter schließlich die Zwangsabgabe an die BG?

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Nein, natürlich nicht..

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