Unfall Auto mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn

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4 Antworten

In § 2 Abs. 4 der StVO die Benutzungspflicht von Radwegen geregelt. Diese gilt aber nur, wenn ein Radweg mit einem entsprechenden Schild (blau mit weißem Fahrradsymbol, Z. 237, 240 oder 241) gekennzeichnet ist.

Eine Mitschuld trägst du nicht! Maximal hättest du eine Ordnungswidrigkeit begangen die dir gesondert in Rechnung gestellt werden könnte. Aber auch nur wenn der Sonderweg als benutzungspflichtig ausgeschlidert gewesen wäre (Zeichen 237, 240 oder 241 - die sind rund blau und haben ein weißes Fahradpiktogramm) und benutzbar(!) war.

Auf die Pflicht der links abbiegenden Unfall-Gegnerin auf Fahrzeuge im Gegenverkehr , wie dich, zu achten hat das keinen Einfluß! Selbst wenn du falsch gefahren wärst, was ich stark bezweifele, entbindet sie das nicht davon deine Vorfahrt zu achten!

Grundsätzlich kann (oder wird) Dir die Haftpflichtversicherung des Kfz eine Mitschuld geben. Doch muss ein Radweg nicht immer zwangsläufig genutzt werden. Ist der Radweg zum Beispiel durch parkende Fahrzeuge, Mülltonnen etc. blockiert, kannst bzw. musst Du natür-lich auf die Fahrbahn ausweichen. Ist der Radweg zum Beispiel in einem entsprechend schlechten Zustand (Schlaglöcher o.ä.), besteht ebenfalls keine Pflicht, diesen zu nutzen. Hier kommt es also auf den Einzelfall an.

Die Autofahrerin ist links abgebogen. Wer links abbiegen will, hat dem Gegenverkehr Vorrang zu gewähren. Ich habe den Unfall nicht gesehen, aber wenn du auf dem Radweg gefahren wärst, wäre es doch auch zu dem Unfall gekommen, oder?

Wenn nicht, dann trägst du zumindest eine Mitschuld.

Ich hoffe, dir geht es gut:-)

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