Unfall auf Arbeit / Befr. Vertrag

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6 Antworten

Die BG erfährt von dem Unfall erst wenn eine Anzeige gemacht wird, entweder vom Arzt (das passiert sicher) und nach mehr als drei Tagen AU vom Betrieb. Auch Dein Vater kann den Unfall selbst anzeigen. Fremdverschulden ist keine Bedingung für einen Unfall. Ein Unfall liegt dann vor wenn ein plötzliches, von außen einwirkendes Ereignis stattfindet, ein Umknicken auf unebener Fläche(oder wenn Material rumliegt) kann genauso ein AU sein, wie wenn man vom Fahrzeug angefahren wird. Wenn der Arbeitsvertarg befristet war und nicht verlängert wird, dann läuft er aus, einfach so.

Das ist auf jeden Fall ein Arbeitsunfall, wenn das bei der Arbeit passiert ist. Dann muss natürlich auch die BG zahlen. Sieh zu, dass das durchgeht. Du kannst Dir hier auch Hilfe holen.

Sobald es als Arbietsunfall anerkannt ist, bekommt Dein Vater alle Behandlungen umsonst, die auch teilweise besser sind. Auch finanziell ist er besser gestellt, als wenn er sein Geld von der Krankenkasse bekommt.

Wenn Dein Vater immer gearbeitet hat, dann wird er wohl nächstes Jahr in Rente gehen können. Dazu sollte er sich bei der Rentenstelle mal erkundigen.

Nightstick 23.10.2014, 00:05

Mit 53 in Rente? Und wovon träumst Du nachts, @Allexandra0809 ? ;-)

In punkto Arbeitsunfall muss als erstes geprüft werden, ob die Leihbude auch die Unfallmeldung korrekt erstattet hat - das ist die Voraussetzung für alles Weitere, und sehr wichtig, sollten evtl. Spätfolgen mit Rentenansprüchen auftreten!

Was die Kostenübernahme anbetrifft: Auch die Krankenkasse würde die Kosten übernehmen - hier geht es wie gesagt um die vorgenannten Dinge.

Recht hast Du, dass man unbedingt zusehen sollte, dass der Unfall als Arbeitsunfall anerkannt wird. Dass es aus Sicht des Verletzten zweifelsfrei ein Arbeitsunfall war, würde ich auch sofort der Krankenkasse schriftlich mitteilen.

Auch ist sofort der Arbeitgeber (hier: Leihbude) zu befragen, ob er die Unfallmeldung korrekt abgesetzt hat. Unabhängig davon, ob er ja oder nein sagt, würde ich auch der Berufsgenossenschaft (unter Nennung des bzw. der Unfallzeugen) schriftlich mitteilen, dass es sich einwandfrei um einen Arbeitsunfall handelt.

Dem Vater von @Hope20 wünsche ich gute Besserung sowie bestmögliche Unterstützung durch seine Familie!

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Allexandra0809 23.10.2014, 00:07
@Nightstick

Sorry, hab den Vater versehentlich 10 Jahre älter gemacht. Bis ich den Beitrag gelesen hatte, war ich schon 10 Jahre weiter :-)

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Nightstick 23.10.2014, 00:12
@Allexandra0809

Alles klar :-)

Ich kenne nur einen Menschen in meinem Bekanntenkreis, der es tatsächlich mit 53 Jahren geschafft hat - der war allerdings bei der Bundeswehr, wäre ohnehin mit 55 Jahren pensioniert worden, und hat noch zwei Jahre "geschenkt" bekommen, weil seine Einheit aufgelöst wurde.

Dazu keinen weiteren Kommentar...

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Allexandra0809 23.10.2014, 00:13
@Nightstick

Dann hatte Dein Bekannter Glück gehabt. Heute musst Du ja den Kopf unter dem Arm daherbringen, damit Du früher in Rente kannst.

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So wie geschildert ist das ein Arbeitsunfall. Den wird die BG auch anerkennen. Mit Fremdverschulden hat das nix zu tun.

Hätte er aber einen Hexenschuss zB wäre das kein Arbeitsunfall. Nicht alles was auf Arbeit zu Krankheit führt und manchmal auch wie Unfall aussieht wird als Arbeitsunfall anerkannt.

Aber der Vertrag wird wohl ganz einfach auslaufen.

Hoi.

Wie soll den die BG den Unfall schon heute ablehnen, wenn sie davon noch gar nichts wissen können? Evtl. hat der Arzt so was gesagt, aber wie die anderen auch schon sagten, Fremdverschulden hat nix mit der Ablehnung oder Anerkenntnis als Arbeitsunfall zu tun.

Zu 2: er erhält Geld von der BG, wenn die Entgeltfortzahlung endet.

Zu 3: Stärke ihm den Rücken und starte eine neue Bewerbungsrunde, sollte der Vertrag doch nicht verlängert werden.Er soll es als positives Zeichen nehmen, dass er immerhin einen Job fand und doch wohl ohne den Unfall hätte weiterarbeiten können. Wenn er dran bleibt, wird das Glück sich ihm wieder zuwenden.

Viel Glück!

Loki

Hope20 23.10.2014, 10:30

Würde sich die Haftung durch die BG ändern, wenn es echt schusseligkeit ist? Also umgeknickt auf ebener Fläche? Danke.

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Lokicorax 23.10.2014, 14:40
@Hope20

Nein, sogar wenn er bei Rot über eine Ampel gehen würde und dann verunfallt, besteht Versicherungsschutz.

§ 7 SGB VII Begriff

(1) Versicherungsfälle sind Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten.

(2) Verbotswidriges Handeln schließt einen Versicherungsfall nicht aus

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Bei der Arbeit verunfallt, das ist auf jeden Fall ein BG-Unfall, egal ob der Unfall aus Eigen- oder Fremdverschulden passiert ist.

Wenn der Arbeitsvertrag ausläuft, werden die wohl nicht verlängern, da kann man m.E. nichts machen. AU-Geld muss bis Vertragsende gezahlt werden. Dann wird wohl das Job-Center zuständig sein.

Jetzt meinte er, dass die Berufsgenossenschaft das als Arbeitsunfall heute schon abgelehnt hat, weil kein fremdverschulden vorlag.


hat er das schriftlich ???

dann soltte er dringend Rechtsmittel einlegen

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