UNFALL > Freund hat auto gefahren, Auto nur auf Halter versichert.

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10 Antworten

Dann fällt der Alleinfahrer-Rabatt rückwirkend weg. Zusätzlich könnte der Versicherer eine Konventionalstrafe verhängen.

Die Versicherung zahlt immer. Gottseidank haben wir hier in Deutschland (zumindest im Straßenverkehr) Versicherungspflicht. Als Geschädigter kann man also in dieser Hinsicht schon mal aufatmen.

Was natürlich passieren kann: Die Versicherung geht in Regress, d.h. sie holt sich die Kohle wieder vom Fahrer/Halter/Verursacher.

JotEs 23.12.2010, 06:01

Die Versicherung hat keinen Anspruch auf einen Regress.

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Auszug aus der Versicherungsbedingungen der Allianz 24

D Welche Pflichten haben Sie beim Gebrauch des Fahrzeugs? D.1 Bei allen Versicherungsarten Vereinbarter Verwendungszweck D.1.1 Das Fahrzeug darf nur zu dem im Versicherungsvertrag angegebenen Zweck verwendet werden. Berechtigter Fahrer D.1.2 Das Fahrzeug darf nur von einem berechtigten Fahrer gebraucht werden. Berechtigter Fahrer ist, wer das Fahrzeug mit Wissen und Willen des Verfügungsberechtigten gebraucht. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer des Fahrzeugs es nicht wissentlich ermöglichen, dass das Fahrzeug von einem unberechtigten Fahrer gebraucht wird. Fahren mit Fahrerlaubnis D.1.3 Der Fahrer des Fahrzeugs darf das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen nur mit der erforderlichen Fahrerlaubnis benutzen. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer das Fahrzeug nicht von einem Fahrer benutzen lassen, der nicht die erforderliche Fahrerlaubnis hat.

Und hier die Folgen:

D.3 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten? Leistungsfreiheit bzw. Leistungskürzung D.3.1 Verletzen Sie vorsätzlich eine Ihrer in D.1 und D.2 geregelten Pflichten, so besteht kein Versicherungsschutz. Verletzen Sie eine dieser Pflichten grob fahrlässig, sind wir berechtigt, unsere Leistung zu kürzen. Die Kürzung richtet sich nach der Schwere Ihres Verschuldens. Eine Kürzung unterbleibt, wenn Sie nachweisen, dass keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. D.3.2 Auch im Falle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sind wir jedoch insoweit zur Leistung verpflichtet, als Sie uns nachweisen, dass die Verletzung der Pflicht - weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalls - noch für die Feststellung oder den Umfang unserer Leistungspflicht ursächlich ist. Dies gilt nicht, wenn Sie die Pflicht arglistig verletzt haben.

Fazit: Es kann sein, das ein Teil oder die vollständige Regulierung eines Kasko-Schadens abgelehnt wird.

In der Kraftfahrzeughaftpflicht gilt:

Leistungsfreiheit ist beschränkt auf 5.000,00 € oder anders ausgedrückt: Der Haftpflichtschaden wird reguliert, weil per Gesetz Versicherungsschutz besteht, jedoch holt sich die Versicherung bis zu 5.000,00 € vom Versicherungsnehmer zurück (Regress) wenn das Verstossen gegen diese Obliegenheiten vorsätzlich begangen wurde.

Es würde also ggfls. zu den Streitpunkt kommen, ob es Vorsatz war, oder grobe Fahrlässigkeit.

huskycologne 23.12.2010, 10:20

Unter berechtigter Fahrer wird die Person verstanden, die mit Wissen und Willen des Fahrzeugbesitzers das Fahrzeug führt.

Nicht zu verwechseln mit dem Nutzerkreis!

Hat sich Dein Freund das Fahrzeug nicht einfach genommen, sondern hast Du ihn fahren lassen, so besteht Versicherungsschutz.

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Alleine schon das Fahren ist ein Mißbrauch gegenüber der Versicherung. Wenns kracht zahlt sie natürlich, kann sich aber am Halter schadlos halten.

Der Versicherungsschutz bleibt bestehen, der kann nicht Rückwirkend aufgehoben werden.

Da der Inhaber der Versicherung aber Vertragsbruch begangen hat, wird die Versicherung Geld verlangen.

Normalerweise wird die Versicherung dann Rückwirkend für das ganze Kalenderjahr die Beiträge hochstufen. So als wäre von Anfang an vereinbart dass ein anderer fahren darf.

huskycologne 23.12.2010, 10:14

und ist in der Kakso ggfls. leistungsfrei.

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Wenn der Fahrer als alleiniger Fahrer eingetragen ist (wobei die Ehefrau IMMER auch fahren darf, auch wenn z.B: nur ich als Ehemann als Fahrer angegeben bin!!!), dann wird die Versicherung wohl dennoch zahlen aber das Geld zurückfordern, denn dann wurde unversichert gefahren.

Das ist wie wenn du mit dem Ausweis deiner Tante Bahn fährst - dann fährst du schwarz.

Neben der Versicherung wird sich bei dem Unfall auch die Staatsanwaltschaft bei dem Verursacher melden - und der Halter dürfte wohl aus seiner Versicherung rausfliegen.

JotEs 23.12.2010, 06:01

denn dann wurde unversichert gefahren.

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Unsinn. Versichert ist immer das Fahrzeug, nicht der Fahrer oder der Halter.

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JotEs 23.12.2010, 06:24
@JotEs

Das ist wie wenn du mit dem Ausweis deiner Tante Bahn fährst - dann fährst du schwarz.

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Es besteht ein gehöriger Unterschied zwischen dem schwarzfahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Straftat!) und dem Führen eines Kraftfahrzeuges ohne bei der Versicherung gemeldet zu sein (Vertragsverstoß)

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Neben der Versicherung wird sich bei dem Unfall auch die Staatsanwaltschaft bei dem Verursacher melden

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Und warum?

Vielleicht, weil sie zum Kaffeetrinken eingeladen werden möchte? :-)

Die Staatsanwaltschaft hat andere Sachen zu tun, nämlich Straftaten zu verfolgen - eine solche liegt hier jedoch ganz gewiss nicht vor.

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die versicherungen handeln unterschiedlich,meisstens gibt es einen aufschlag von 50% der jahresprämie,ntürlich auch eine höhe der versicherungsprämie,der schaden wir bezahlt.es gibt keine betrugsanzeige.auch wenn ein notfall zu grunde liegt ändert das nichts.

Hat man sich als "Alleinfahrer" bei der KFZ-Versicherung angemeldet, dann zahlt man (meistens) auch weniger Beiträge.

Sollte nun jemand nicht "gemeldeter" fahren, der dann auch noch einen Unfall verursacht, dann könnte das ggf. von der Versicherung, als Betrug gesehen werden.

Versicherung zahlt jedenfalls den Schaden, aber nur in Vorkasse, ...und fordert es ggf. vom Verursacher zurück, oder erhöht die Prozente des Halters. (Warscheinlich wird auch eine Nachzahlung, wegen falscher Angaben fällig -und eine Anzeige, wegen Betrug)

Manchmal hilft auch eine "Notfallsituation", als Begründung, dass jemand Andere fahren musste.

(Am Besten mal mit dem zuständigen Versicherungsvertreter -persönlich- reden)

LG, Christian

JotEs 23.12.2010, 05:59

"Betrug" ist das ganz sicher nicht!

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regress geht aber nur bis 5000€

DerCo 23.12.2010, 04:44

Seitens der Versicherung, aber Zivilklage dürfte dann ja auch noch folgen. Davon ab - wer so behämmert ist, ohne Versicherung zu fahren, taugt eh nur noch zum Unkrautrupfen im Stadtpark, aber echt.

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JotEs 23.12.2010, 06:29
@DerCo

ohne Versicherung zu fahren

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Solange der Versicherungsvertrag besteht, ist das Fahrzeug versichert. Der Versicherungsschutz entfällt nicht dadurch, dass ein nicht vereinbarter Fahrer das Fahrzeug führt.

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