Unerklärbare Ängste bei meiner Tochter 3 Jahre normal?

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6 Antworten

Ich würde versuchen, sie auf den Arm zu nehmen, um in den Aufzug zu steigen, und mit ihr zusammen einen Spielzeugstaubsauger zu kaufen. Zusätzlich überlegt ihr zusammen eine Lösung, wie du trotz ihrer Angst saugen kannst, vielleicht ist sie bereit, solange in ihrem Zimmer mit ihrem Geschwister zu spielen.

Der Hund darf auf keinen Fall bellen oder an ihr hochspringen, das ist bei keinem Hund in keiner Situation erwünscht und sollte sofort unterbunden werden. Auch deine Kleine soll wissen, wie man dem Hund Befehle geben kann, und soll ihn an der Leine halten beim Gassi gehen. 

Die Katze könnt ihr zusammen streicheln. Sie scheint kein großes Problem darzustellen.

Angst vor Männern: beobachte bitte deine eigenen Gefühle bei Männern. Was könnte von dir selbst auf dein Kind übertragen werden? Wie verhältst du dich ihr gegenüber in der Gegenwart von Männern? Männern gegenüber in ihrer Gegenwart?

Im stehenden Auto Fenster öffnen, Kind von innen und außen schauen und anfassen lassen, mit offenem Fenster losfahren und mit Schrittgeschwindigkeit einmal die Straße auf und ab fahren, beim nächsten mal die erste Minute langsam fahren, dann fragen, ob das Fenster noch einen Moment aufbleiben darf bei schneller Fahrt, und dann auch bald schließen.

Sie braucht eigene Verkleidung. Am besten erstmal Kleidung von dir oder Oma, dann kann sie sich selbst verkleiden und im Spiegel sehen. Später auch Schminke erlauben, oder mal eine Maske kaufen.

Auf der Straße kann sie vielleicht ein Kuscheltier mitnehmen?

Seltsam aussehendes Essen sollte sie nicht essen müssen, serviere immer ansprechendes Essen (Herz aus Soße, lächelndes Gesicht aus Gemüse...)

Gut, dass ihr schon zur Therapie geht.

Alles Gute!

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Kommentar von nnn020422
29.10.2016, 21:54

Sorry, aber du hast nicht nur, weil du eine gute antwort gegeben hast ein sternchen verdient, sondern weil du mir nichtmal was unterstellst, sondern ALLES in betracht siehst. Ehrlich gesagt hilft mir so jemand eher, als jemand der nur etwas vor augen sieht und nur etwas behauptet. Mach weiter so und danke für die hilfreiche antwort. Hast du auch kinder? 

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Naja....

Bei diesem Angstpotential bin ich eher der Meinung, dass Deine Tochter begriffen hat, dass Mutti (oder andere Familienmitglieder) sich ausgiebigst um sie kümmern, wenn sie mit ihrem Gebaren loslegt!

Da wird aus dem "Schaden" (die - vermeintliche - Angst) schnell ein sehr großer "Nutzen". Nämlich, dass man sie betüttelt.

Schau mal hier, das nennt sich "Krankheitsgewinn" https://de.wikipedia.org/wiki/Krankheitsgewinn

Ich würde an Deiner Stelle schleunigst die "Strategie" ändern. Beginn mit der Katze oder dem Staubsauger. Die Katze ist wuschelig und schnurrt, wenn sie Streicheleinheiten bekommt. Der Staubsauger macht nur deshalb so viel Lärm, weil er die "Puste" braucht, um den Dreck wegzusaugen.

Erklär ihr das, beachte sie aber nicht weiter! Je mehr Du auf ihren nachfolgenden Zinober eingehst, umso mehr wird sie vor allem "Angst" haben bzw. die Angst vorschieben, nur, damit Du Dich um sie kümmerst.

Ist aber auch ein normales Verhalten bei größeren Kindern. Du hast ja noch ein Kleines, das im Kinderwagen liegt. Sie fühlt sich zurückgesetzt weil Du - weil Du es auch mußt - mehr um das kleinere Geschwisterkind kümmerst. Eifersucht sagt man auch dazu.

Gönne Deiner Großen eine Zeit, die nur ihr gehört! Am besten abends vor dem zu Bett gehen! (diese Zeit ist bei meinen Kindern auch am meisten in Erinnerung geblieben). Lies mit ihr abends kuschelnd im Bett ein Buch, singe, erzähle und sag ihr auch, wie groß sie doch schon ist und wie schön es ist, wenn man - bzw. sie - schon selbst was machen kann ohne das Mutti immer gucken muß.

Alles Liebe!

Kugel

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Kommentar von wurstbemmchen
28.10.2016, 13:20

Sehe ich auch so! Der Situation nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.

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Kommentar von o0bellaAnna0o
28.10.2016, 14:27

Du kannst nicht mit Gewissheit sagen, dass es nur Marotten sind. Hoffentlich hört die Mutter nicht auf deinen Rat, sondern verlässt sich ausschließlich auf professionelle Hilfe. Sonst kann ein Trauma deutlich verschlimmert werden, das Kind wäre dauerhaft geschädigt.

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Wie lange hat sie diese Ängste schon? Ist sie frisch in den Kindergarten gekommen?
Es könnte auch sein, dass sie einfach von ihrem Charakter so ist. Sie ist möglicherweise ein sehr ängstliches Kind. 

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Kommentar von nnn020422
28.10.2016, 13:10

Ich kann sie nicht in den Kindergarten bringen, da mal was passiert ist, weswegen sie wirklich grosse verlustängste hat mich zu verlieren. Seid diesen Montag haben wir aber mit der Traumatherapie begonnen. Es hat sich auch schon etwas verbessert aber dennoch ist die angst manchmal extrem gross, dass sie mich verlieren könnte.

Naja eigentlich hat sie diese Ängste schon etwas länger.

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Man kann das erklären - wenn auch nicht hier, und vor allem nicht ohne Analyse.

Allgemein möchte ich behaupten, dass eine Störung in der Mutter-Kind Beziehung vorliegt. Die Angst deiner Tochter ist Ausdruck von Unsicherheit bezüglich des Schutzes durch die Mutter. Als Ursache kenne ich die (einmalige) Zurückweisung des Kindes durch die Mutter. Das erzeugt bleibende Verlustangst. Es gibt aber höchstwahrscheinlich auch andere Ursachen.

Wenn Du dich über die wissenschaftlichen Grundlagen etwas genauer informieren willst dann Google mal: [Bindungstheorie]

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Kommentar von Wurzelstock
28.10.2016, 13:14

P.S.: Meiner Meinung nach musst Du vor allem darauf achten, wenn deine Tochter dir Zuwendung und vor allem Unterstützung zukommen lassen will. 

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Kommentar von nnn020422
30.10.2016, 12:00

Zum glück bist du nicht mein grossvater. So jemanden würde ich nicht haben wollen 😂

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Solltest eventuell mal zum Psychologen

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