Unendlicher Blick ins All?

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6 Antworten

Du machst einen Denkfehler, denn:

Was immer wir sehen, sehen wir in einem vergangenen Zustand (da das Licht ja - seiner nur endlichen Geschwindigkeit wegen - Zeit benötigt hat, jenes Bild zu uns zu transportieren).

Hätten weit entfernt von uns - damals - existierende Aliens Bilder empfangen, so gilt für sie eben das Gleiche. Die Zeitspanne also, die jene Bilder bis hin zu den Aliens benötigt haben, muss dewegen addiert werden zur Zeitspanne, die jene Bilder dann unterwegs waren, um von den Aliens zu uns zu gelangen.

Wenn nun aber die Summe dieser beiden Zeitspannen nahe an das Alter unseres Universums heran reicht, können diese Bilder nur einen Zustand kurz nach dem Urknall zeigen. Es könnte also gut sein, dass in jenem Zustand noch nicht mal Atome existiert haben.

Tatsächlich können wir nur zurücksehen bis etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall. Erst da nämlich haben sich Atome gebildet. Bilder von Zuständen des Alls aus noch früherer Zeit zeigen uns rein gar nichts, da damals das All noch nicht durchsichtig war. Der Grund hierfür: 

Erst als sich die ja negativ geladenen Elektronen und Elementarteilchen mit positiver Ladung zu elektrisch neutralen Atomen zusammengefunden hatten, konnte Licht sich in gerader Linie ausbreiten. Vorher nämlich wurde es an fast allen sich frei bewegenden Teilchen gestreut, da sie ja elektrische Ladung trugen. 

Bilder aus jener frühen Zeit zeigen nur undurchdringlichen Nebel, also rein gar nichts Unterscheidbares.


Nein das stimmt so nicht. Die Bewohner würden nicht sehr weit sehen.

Jeder Blick ins all ist ein Blick in die Vergangenheit. Sagen wir der einfach halt halber das das Universum 100 Jahre alt ist. Vor 100 Jahren sind Sterne etc und diese Rasse einfach so aus dem nichts erschienen.

Die Rasse ist von uns 90 Lichtjahre entfernt. Wir würden also deren Planeten sehen wie er vor 90 Jahren aussah.

Würden die ins all schauen würden sie nach 10 Jahren Existenz nichts sehen was weiter als 10 Lichtjahre weg ist.

Würden sie diese Bilder an uns senden und sie kommen 90 Jahre später bei uns an und wir schauen dann in die gleiche Richtung würden wir exakt das gleiche sehen wie die aliens vor 90 Jahren. Nämlich die ersten 10 Jahre des Universums. Wir würden auch keine Objekte sehen die weiter als 100 Lichtjahre weg sind.

Und könnten sehen was hinter dem scheinbaren Rand des Universums ist.

Nein.

Der scheinbare Rand des Universums entsteht durch das Alter des Universums und die Lichtgeschwindigkeit. Wenn Aliens Fotos machen und diese uns schicken, sind diese Fotos nicht eher bei uns als das Licht von den fotographierten Objekten selbst. Man kann auf diese Weise also nicht weiter blicken. Allerdings hätten die Fotos natürlich eine Auflösung und Empfindlichkeit, die wir von der Erde aus nicht erreichen können.

Nein,

da das Universum und damit das sichtbare Licht vor 13,7 Milliarden Lichtjahren erst entstanden ist (genauer gesagt die kosmische Hintergrundstrahlung ca. 400.000 Jahre nach dem Urknall).

Das Licht hat eine endliche Geschwindigkeit von ca. 300.000 km/s -> 9,46 Billionen km/a (Jahr)

von daher kann man nur Dinge sehen, die innerhalb des Radius von 13,7 Mrd. Lichtjahren liegen, was sich dahinter befindet, ist für einen Beobachter unsichtbar.

  Du verkennst, dass bei dem Ereignishorizont ( EH ) Raum UND Zeit zusammen wirken . Sagen wir eine Galaxis am Rande " unserer Welt " fällt eine Minute nach dem Urknall über unseren EH . D.h. die erste Minute nach dem Urknall hattest du Gelegenheit, dorthin überzusiedeln - oder die zu uns . Wegen der immensen Rotverschiebung wirst du heute von denen nix mehr sehen. Natürlich haben die einen anderen EH ; aber was die Aliens heute wissen, erreicht uns ja nicht mehr .  Weil eine Minute nach dem Urknall war Schluss, sagte ich dir .

Unendlich gibt es nicht. Auch das was wir Welt nennen ist endlich, 

Seh, alles hat seine Zeit. 

Ich werde vielleicht 90 Jahre, wenn es hoch kommt, leben. Dann werde ich ins Jenseits gehen. 

Man kann nie weiter sehen als bis zum Punkt des Urknalls. Was dahinter liegt, kann man beim besten Willen nicht sehen. 

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