Und wieder eine Frage zum Schimmel

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9 Antworten

Heute ist die Situation eben etwas anders. Man duscht mehr, man Bügelt heute mit Dampf usw. Das alles bringt viel Wasser (Feuchtigkeit) in die Wohnungen. Zudem baut man heute Fenster ein die mit Gummi Dichtungen hermetisch abdichten. Wie soll nun die Feuchtigkeit verschwinden? Mit Dampfabzug in der Küche oder ein Ventilator im der Dusche kann viel Feuchtigkeit gleich an der Stelle weg. Dampf-bügeln könnte man ja auf dem Balkon, wenigstens 3/4 vom Jahr. So wären die grössten Verursacher schon mal gestoppt.

Mit Heizen und Lüften wirst du oder deine Mieter das Problem sicher nicht lösen.

Eine Wärmedämmung der Wand könnte auch helfen, doch die müsste 3 - 4 cm dick sein, damit es nützt.

Eine andere sofort wirksame Lösung wäre, im Baumarkt oder wo eine Entfeuchter Maschine zu kaufen und in jede Wohnung eine stellen. Der Hygrostat würde dann die Feuchtigkeit auf ein gesundes Mass herunter bringen. Alle würden staunen, wie viel Wasser da anfänglich ausgeschieden würde. Sobald die Feuchtigkeit weg ist, würde auch das Schimmel Problem gelöst sein. Schimmel braucht feuchte Wände zum gedeihen. Ich würde diese Methode wählen, die bringt sofort was. Die ist besser als eine Sanierung der Wohnungen. Das bisschen Strom, ist nicht der Rede wert.

jogibaer 07.12.2013, 12:36

Danke dir für den *.

Freut mich, wenn meine Leistung honoriert wird, und die Antwort geholfen hat.

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Dämmung, Heizung, Lüftung... Viel Halbwissen, um eigentlich einfache Dinge.

Wenn Luft sich abkühlt, sinkt das Vermögen Wasserdampf aufzunehmen, bzw. Wasserdampf zu halten. Übermäßiger Wasserdampf kondensiert unter Umständen an Oberflächen aus (Taupunkt).

Wenn sich Luft erwärmt, dann steigt das Vermögen, Wasserdampf aufzunehmen.

Daraus folgt, dass sich in den Wohnungen, bei der überwiegend konvektive Beheizung (Warmlufterzeugung durch Heizkörper unter dem Fenster) die Luft ihre Wärmemenge unter Abkühlung an die Außenwände überträgt. Die sich hier nun direkt an der inneren Aussenwandoberfläche abkühlende Luft bekommt dadurch nun ein vermindertes Wasserdampfaufnahmevermögen, d.h. die rel. Luftfeuchtigkeit steigt. Mit der erhöhten rel. Luftfeuchtigkeit steigt durch Feuchteausgleich auch die Feuchtigkeit im Mauerwerk. Feuchte Wänden haben einen erheblich schlechteren Dämmwert. Die innere Oberflächentemperatur kann durch eine stärkere Wärmeleitung nach aussen weiter abfallen, bis zur Kondensat- und Schimmelbildung. Durch Verstellen der Außenwände mit Möbeln, etc. kann die warme Raumluft noch schlechter zirkulieren und die Außenwände werden dann hinter denn Möbeln mit Wärme unterversorgt.

Eine Außenwärmedämmung ist hier nicht zwangsläufig zielführend. Wärmedämmungen wirken auch nur dort, wo ein Wärmestrom eingedämmt werden muss. Wenn hinter dem Schrank vor der Außenwand schon kaum Wärme hinkommt (der Schank wirkt schon wie eine Innendämmung), kann eine Außenwärmedämmung hier nicht zielführend sein. Wärmedämmungen verhindern weiterhin die Entfeuchtung der Wände nach außen, da der Dämmstoff vor Regenwasser geschützt werden muss, durch entsprechende Fassadenbeschichtungen. Die Wand mit dem Schimmel ist aber schon sehr feucht. Unter Umständen wächst der Schimmel auf der immer noch feuchten Wand dann bei ggf. höheren Temperaturen noch besser.

Es gilt die innere Oberflächentemperatur der Außenwände anzuheben, möglichst über die Raumlufttemperatur, denn nur dadurch kann effektiv die Kondensat- und Schimmelbildung vermieden werden.

Wärmestrahlung bewirkt die Erwärmung von Oberflächen. Durch die Umstellung der Heizanlage auf einen höheren Anteil von Wärmestrahlung kann die Schimmelbildung verhindert werden. Ist der Wärmestrahlungsanteil der Heizanlage so hoch, dass die Wände alle wärmer als die Raumluft sind, dann gibt es garantiert keinen Schimmel mehr durch Raumluftkondensat, da sich die Luft an der Wand erwärmt und dadurch die rel. Luftfeuchtigkeit sinkt.

Mehr Wärmestrahlung schafft der** Plattenheizkörper Typ10** (55% Strahlungsanteil gegenüber ca. 20-30% der herkömmlichen Kompaktheizkörper). Dieser muss allerdings für die gleiche Heizlast breiter (größer) sein.

Auch helfen warme Heizrohre unten vor allen (!) Außenwänden, um hier einer Wärmeunterversorgung entgegen zu wirken. Sinnvoll kann auch die Installation von hydraulischen Heizleisten sein (mal googeln). Diese geben durch gezielte konvektive Erwärmung der Außenwände auch viel Wärmestrahlung in den Raum. Die Außenwände trocknen und bleiben dadurch schimmelfrei, auch bei schlechtem Lüftungsverhalten der Mieter. Eigentlich ideal, um sich Schimmelproblematiken durch lüftungsfaule Mieter vom Hals zu halten.

Auch können bei richtig installierten Heizleisten die Möbel an die Außenwand gestellt werden, ohne die Gefahr der Schimmelbildung, da die Heizleiste ja trotzdem die Wandoberfläche hinter dem Schrank erwärmt. Die Heizleisten/zusätzlichen Heizrohre führen auch nicht zu höheren Heizkosten. Die Wärme wird nur im Raum besser verteilt. Die Heizlast des Raumes (der Wärmebedarf) bleibt gleich.

Durch das Trocknen der Wände und durch ein geringeres ungenutztes Warmluiftpolster unter der Zimmerdecke durch einen hohen Wärmestrahlungsanteil der Heizung kann aber mit einer spürbaren Heizkosteneinsparung gerechnet werden.

Hast du dich dies bezgl. schon mal an eine Verbraucherzentrale gewandt, die haben oft nützliche Tipps. Das Bett vor der Heizung ist mit Sicherheit nicht optimal, wäre mir persönlich viel zu warm, außerdem heißt das nicht das Zimmer, sondern das Bett????

In der Situation kann dir ein Datenlogger helfen. Er zeichnet über Wochen die Raumtemperatur und Feuchtigkeit auf und sollte 4-6 Wochen an seinem Aufstellplatz verbleiben. Damit kannst du nachweißen, welches Lüftungs- und Heizverhalten tatsächlich vorliegt. Den Logger kannst du bei Gutachtern oder Sanierungsfirmen leihen. Zumindest bei manchen. Evtl. Musst du für. Die Auswertung der Daten zahlen. Sprich doch den GA an, der schon mal da war. Hat er das nicht vorgeschlagen??

SCHIMMEL KOMMT ZU 90% DURCH FALSCHES LÜFTEN UND HEIZEN; • möglichst konstante Temperaturen in den Räumen das ganze Jahr gleich halten! • Bei Abwesenheit die Heizung nie ganz abdrehen. Eine gleich bleibende Temperatur ist zudem preiswerter, als das ständige Auskühlen und Aufheizen der Zimmer. kühlere Räume, wie zum Beispiel Schlafzimmer, nie durch das Wohnzimmer mit heizen. • Die Türen zwischen unterschiedlich geheizten Räumen immer geschlossen halten. Die warme und feuchte Luft schlägt sich als Feuchtigkeit an kalten Wänden nieder, wie im Sommer, wenn ein kühles Bier serviert wird und es so schön am Glas perlt, wenn warm auf kalt trifft, dann gibt es Schwitzwasser am Glas und an den Wänden führt das zu Schimmel. Außerdem atmet der Mensch in der Nacht beim Schlafen über ein Liter Flüssigkeit aus.

RICHTIG LÜFTEN HEIßT; • Mehrmals tägl. die Fenster mehrmals Stoßlüften, dadurch wird ein kompletter Luftaustausch gewährt, aber wer macht das schon, in Kippstellung wird nur der umliegende Teil unterkühlt und schwitzt bei der Erwärmung • T i p p, anstatt 3X Stoßlüften, die Hälfte der Dichtung oben am Fenster entfernen. ist leichte Dauerlüftung • Badezimmer sind häufig von Schimmelpilz bedroht. Hier muss besonders gut gelüftet werden, nach dem Duschen/Baden Fenster weit auf, damit sich die feuchte Luft nach einem Bad oder einer Dusche raus kann. • Wäsche trocknen in der Wohnung gehört verboten! • Schrankwände sollten mit einem Abstand von drei bis fünf Zentimeter an den Außenwänden von der Wand stehen. Somit ist eine Hinterlüftung gewährleistet.

Das vor der Heizung stehende Bett verhindert evtl. eine ordentliche Vektion, trägt aber sicher nicht zur Schimmelbildung bei.

Was da passiert ist ganz einfach. Die immer in einem Raum befindliche Luftfeuchte (vor allem von zwei atmenden Menschen im Schlaf), kondensiert an der kalten Wand.

Nichts und niemand wird das ändern können, so lange diese Kältebrücke existiert.

Die Wand MUSS gedämmt werden.

TrudiMeier 02.12.2013, 11:59

Die kondensiert da erst nach 40 Jahren? Die Luftfeuchtigkeit im OG liegt bei ca. 65 % im EG bei 54%.

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tipps4scheidung 02.12.2013, 12:13
@TrudiMeier

Was wurde denn in diesen 40 Jahren gemacht?

Also ich hatte schon:

Schimmel durch Austausch der Fenster. Die neuen Fenster waren dicht - nur weil es nicht mehr ziehen konnte, wurde die feuchte Luft auch nicht mehr abtransportiert.

Schimmel durch Renovierungsarbeiten wie Tapezieren/Streichen. Nach dem Streichen/Tapezieren muss geheizt werden.

Schimmel durch aufsteigende Nässe. An der Aussenwand wurde ein Stellplatz gepflastert. Durch die Verdichtung des Bodens ist das Regenwasser nicht versickert, sondern an der Hauswand ins Kellergeschoss gelaufen. Nachdem der Sockel vollgesaugt war, ist die Feuchte aufgestiegen. Folge--> Nasse Wände im EG (Der Mieter hats gemerkt und hat die Kellerwände gefliest--unglaublich)

Schimmel durch Wasserleitung Läuft da eine Wasserleitung in der Wand?

Schimmel durch Wäschetrocknung Die Mieter haben immer ihre Wäsche im Schlafzimmer getrocknet. Warum sie nicht gelüftet haben? Na weils doch dann kalt wird und die Wäsche nicht trocknet...

Wichtig wäre mal die Feuchte der Wand zu messen. Solche Messgeräte gibts im Baumarkt. Sockelleiste entfernen und direkt aufs Mauerwerk messen. Werte um die 50 Digits sind normal.

Wenn alles nichts hilft, musst du wohl oder übel einen Gutachter ran lassen.

Viel Glück.

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TrudiMeier 02.12.2013, 14:06
@tipps4scheidung

In den 40 Jahren wurde das Dach gedämmt und die Fenster ausgetauscht. Beides war vor ca. 20 Jahren. Der Schimmel trat vor 3 Jahren auf, als jemand die Nachtabsenkung zu tief eingestellt hatte. Ich habe letztes Jahr die Dämmung vom Dach instandsetzen lassen.

  1. Unsere Fenster sind ca. 20 Jahre alt. Ich möchte aus dem von dir genannten Grund auch keine neuen einbauen lassen. Fenster sind ansonsten vollkommen ok, wurden auch im letzten Jahr geprüft.

  2. Renoviert wurde das Schlafzimmer vor ca. 3/4 Jahr. Die Wand wurde mit Silikatfarbe gestrichen.

  3. Eine Wasserleitung führt nicht durch die Wand.

  4. Wäsche wird seit ein paar Wochen nicht mehr in der Wohnung getrocknet, da Anschaffung eines Wäschetrockners, der allerdings im Keller steht.

  5. Die Feuchte der Wand wurde im letzten Jahr von einem Gutachter gemessen. Die Wand ist definitiv nicht feucht. Aber sie ist halt kalt.

Eine weitere Möglichkeit für den Schimmel könnte am Balkon liegen. Da sind genau in der Ecke, an der der Schimmel auftritt, die Fugen rausgebröselt. Der Balkon ist überdacht und Regen kommt an diese Stelle nur bei Sturm a la Kyril.

Ganz ehrlich ich weiß als Vermieter langsam nicht mehr , was ich machen soll. Ich denke trotzdem, dass es sich um falsches Lüftverhalten handelt, auch wenn die Mieter etwas anderes erzählen. Er arbeitet nachts, schläft tagsüber, sie arbeitet tagsüber schläft nachts. Schon aus dem Grund kann ich mir ein richtiges Lüften nicht wirklich vorstellen. Ich habe mal darauf geachtet, aber ich habe bisher kein Stoßlüften feststellen können. Gestern morgen waren beide Flügel des Schlafzimmerfensters auf....jeder ca. 15 cm.

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tipps4scheidung 02.12.2013, 16:31
@TrudiMeier

Also wen die Wand keine Feuchte aufweist und der Schimmel nur innen auftritt würde auch ich auf falsches Lüftverhalten tippen. Andererseits ist es schon komisch, dass nach den ganzen Sanierungsarbeiten Schimmel auftritt, nur weil die nicht richtig lüften. Da fällt mir dann auch nichts mehr ein...sry.

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TrudiMeier 02.12.2013, 17:16
@tipps4scheidung

Es bestünde noch eine Möglichkeit. Da das Haus bereits etwas älter ist wurden die Heizungen unter den Fenstern in eine Nische eingebaut. Dadurch strahlt die Wärme nur nach vorn , rechts, links und oben wird eigentlich nur die Nische beheizt. Vor der Heizung steht das Bett. Ob es Sinn macht, die Nische zuzumachen und die Heizung davor zu setzen, damit die Wärme nicht nur nach vorn abstrahlt? Ich hatte übrigens eben Rücksprache mit meinen Mietern gehalten, die aufgrund der Schichtarbeit auch bestätigt haben, dass sie nicht in dem Maße lüften können, wie sie eigentlich sollten.

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gansh 03.12.2013, 10:30

Die Wand MUSS gedämmt werden.

nö,die mieter müssen mehr heizen,was sie nicht machen,weil sie das nicht einsehen.

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Die Außenwand ist jedenfalls kalt.

Die ist kalt, weil die Wand nicht gedämmt ist. Wie soll man die Wand den warm bekommen, wenn jegliche Wärme sofort weg geht. Selbst die Heizung den ganzen Tag volle Pulle laufen lassen bringt nichts. Haben wir alles schon durch, erst die Dämmung brachte Abhilfe.

TrudiMeier 02.12.2013, 11:56

Dann hätte doch schon viel früher der Schimmel auftreten müssen. 40 Jahre lang war nichts! Und früher waren die Winter doch noch um einiges kälter. Mein eigenes Schalfzimmer liegt genau unter dem der Mieter an der gleichen Außenwand und ich bin absolut schimmelfrei!

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Datenschnee 02.12.2013, 11:59
@TrudiMeier

Früher waren die Sporen nunmal einfach noch nicht da. Wo keine Sporen sind kann nichts Schimmel. Aber wenn die erstmal da sind, bekommt man die schnell und einfach nicht mehr weg.

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Datenschnee 02.12.2013, 12:08
@Datenschnee

Es ist mir schon klar, dass dir meine Antwort nicht gefällt. Aber ist ist auch ziemlich naiv zu denken, dass der Schimmel plötzlich verschwindet nur weil man das Bett von der Heizung wegschiebt. Dämm die Wand, dann hat das Theater ein Ende. Das ist auch gut für dich als Vermieter, da du ja unten wohnst sparst du dadurch auch Heizkosten.

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TrudiMeier 02.12.2013, 14:12
@Datenschnee

Ich bin nicht naiv und ich denke auch nicht, dass durch das Wegschieben des Bettes der Schimmel verschwindet. Aber warum soll ich das vor der Heizung stehende Bett als Ursache für weitere Schimmelbildung ausschließen? Die Heizungsluft kann sich doch m. E. nach nicht richtig verteilen und staut sich hinter dem Bett. Ich habe bisher wirklich einiges unternommen, aber jetzt kann und will ich auch nicht mehr ausschließen, dass meine Mieter den Schimmel selbst verursachen! Zumal mein Schlafzimmer in baugleicher Wohnung schimmelfrei ist!

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Datenschnee 02.12.2013, 16:26
@TrudiMeier

Die Heizungsluft kann sich doch m. E. nach nicht richtig verteilen und staut sich hinter dem Bett.

Auch wenn das Bett nicht vor der Heizung stünde, würde man die Wand ohne Dämmung nicht warm genug bekommen... Bei uns war der Schimmel weg sobald die Wand gedämmt war. Eins alleine reicht nicht, die Kombination macht.

Zumal mein Schlafzimmer in baugleicher Wohnung schimmelfrei ist!

Dazu hatte ich bereits was geschrieben. Wäre klasse, wenn du das nicht ignorieren würdest.

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Meine Frage ist nun, ob das vor der Heizung stehende Bett die Schimmelbildung begünstigt? Die Außenwand ist übrigens nicht feucht, nur kalt!

das bett sollte etwas von der heizung entfernt sein(5-10cm) und wenn die wand kalt,aber nicht feucht ist,liegts am zu geringen heizen und falschen lüften der mieter.

such dir nen sachverständigen vor ort, der die ursache klärt.. übers internet schwierig bis unmöglich.............

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