Unbezahlte Arbeit nach Ladenschluss/Aushilfe

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Leg Deiner Schichtleiterin einmal den Grundsatz des Bürgerlichen Gesetzbuches vor und lass sie dann einmal überlegen: Zitat BGB

BGB § 612 Vergütung

(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.

(2) Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen.

Und dann sagst Du ihr: "Das bedeutet für Dich: Nix Geld? nix Arbeiten! Alternativ: Solange gearbeitet wird, wird auch bezahlt!"

Gruß Uli

Zur Arbeitszeit zählt alles, was Du für den AG tust. Die Vor- und Nacharbeiten dienen der Firma und nicht dem Privatvergnügen, sind daher Arbeitszeit die zu bezahlen ist.

Arbeitszeit im Sinne des Gesetzes ist jede Tätigkeit, die der Befriedigung eines fremden Bedürfnisses dient. Entscheidend für das Vorliegen von Arbeitszeit ist, dass AN ihrem AG zur Arbeitsleistung zur Verfügung stehen. Zur Arbeitszeit gehören auch Vor- und Abschlussarbeiten, Vor- und Nachbereitungen des Arbeitsplatzes oder andere Tätigkeiten, die durch die Organisation des AG veranlasst sind, wie etwa das abschließende Bedienen der am Arbeitsende noch in einem Geschäft anwesenden Kundschaft.......(Auszug aus dem Arbeitsrechtkommentar zum § 2 Arbeitszeitgesetz von Prof. Dr. Peter Wedde)

Was steht in Deinem Arbeitsvertrag? Wenn dort nichts Gegenteiliges steht, dann arbeitest Du genau die Zeit, die Du auch bezahlt bekommst. Ich war zum Glück immer bei einem Arbeitgeber, wo jede Minute bezahlt wurde. Es geht aber nicht, dass Du früher kommst und später gehst, ohne dass diese Zeit bezahlt wird.

Warum muss ich als Kunde einem Handwerker solch einen hohen Stundenlohn zahlen?

Ich bin studierter Akademiker mit Masterabschluss. Als ich vor ein paar Jahren noch an der Universität angestellt war, wurde ich nach Tarif bezahlt und habe einen Stundenlohn von ca. 15 Euro bekommen.

Letztens war ein Dachdecker bei mir zu Hause und hat eine Kleinigkeit am Dach gemacht. Als er mir dann die Rechnung ausgehändigt hat, stand dort ein Stundenlohn von ca. 50 Euro drauf. Und der Handwerker war nur Geselle und noch nicht mal Meister.

Nun frage ich mich natürlich, warum ein Handwerker, der nur einen Sekundarabschluss I (also Mittlere-Reife) und eine normale Ausbildung hat so gigantisch mehr verdient als ein studierter Akademiker mit Masterabschluss. Dies kann doch nicht richtig sein?

Solch ein Handwerker ist ja schließlich kein Saison-Arbeiter wie z.B. ein Bauer, der halt im Winter nichts verdienst. Handwerker arbeiten das gesamte Jahr.

Auch ist die Auftragslage seit vielen Jahren mehr als gut. Die Auftragsbücher sind mehr als gut gefüllt, was man ja auch daran erkennen kann, wie lange es dauert, bis man mal einen Termin bei denen bekommt.

Also ich verstehe einfach nicht, warum ich als Kunde einem Dachdecker-Gesellen einen Stundenlohn von 50 Euro zahlen muss. Wie ist dieser Preis gerechtfertigt?

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Arbeitsrecht bei Problemen mit Fillialchef und Oberster Chef?

Hallo,

Ich habe seid geraumer Zeit Probleme mit meinem Arbeitgeber.

Dieser ist der Meinung daß meine Leistung misserabel ist. Jedoch bin ich einer der tragenden Elemente und reiße mir den * auf damit das Geschäft und den Kunden alles rund läuft. Nun wurde ich letztens wieder rausgezogen mit der Kernaussage

" warum machst du noch nicht genug? Du müsstest uns etwas zahlen , nicht wir dir !. Vieleicht setzen wir dich in eine andere filliale wo du noch länger hin fahren musst"

Sehe ich richtig das er diese Aussage " du müsstest uns etwas zahlen " Überhaupt nicht sagen dürfte?

Zu dem Thema Arbeitsqualität:

Vor 4 Wochen habe ich knapp 50 h Wochen geschoben um alles zu erledigen. Nach meinem 3 wöchigen Urlaub ging's bergab und ich muss meinen Kollegen vieles hinterherlaufen, damit der Laden wieder rund läuft. Jedoch werde ich immer wieder angemault ich solle mehr arbeiten als möglich ist. Entweder leiden die Kunden oder ich werde jeden Tag in die Pfanne gehauen. Nun ist es so das ich Samstag länger im Laden war (bis 21:30) um die angefallene Arbeit fertig zu bekommen. Und jetzt erfahre ich das mein Chef diese Zeit nicht bezahlen will.

Dazu kommt noch eine Frage : darf mein Chef verlangen das ich jeden Tag 30min länger bleibe um außenpresenter rein bzw raus zu fahren und rechnungen zu machen? Laut meinen Stand fällt sowas doch unter Arbeitszeit und MUSS vergütet werden . Dazu fand ich das hier :

Aufräumen nach Ladenschluss

Gerade im Einzelhandel, in Werkstätten und in der Gastronomie kommt es vor, dass Mitarbeiter nach Ladenschluss noch aufräumen oder saubermachen. „Da das Aufräumen auf Veranlassung des Arbeitgebers erfolgt, gehört die Arbeit zur Arbeitszeit“, erklärt Alexander Birkhahn, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Auch wenn die eigentliche Schicht nur bis Ladenschluss geht, muss die zusätzliche Zeit vergütet werden.

So verhält es sich auch mit Nacharbeit. Ein Beispiel: Wenn ein Geschäft um 20 Uhr schließt, ein Kunde aber noch bis 20:15 Uhr im Laden ist, muss der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter diese zusätzliche Viertelstunde vergüten. „Man kann davon ausgehen, dass alles, was im betrieblichen Interesse noch gemacht wird, Arbeitszeit ist“, 

Dazu ist er verpflichtet und bis 20:30 bzw schon ab 8:30 zu bezahlen oder ?

Und zu meinem eigentlichen Problem :

Sollte ich mich An die IHK melden ?

Wenn ja , wo bzw mit welchen Kontakt ?

Vielen Dank für die Antwort:)




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