Unbekannte Kräfte?


13.08.2020, 12:19

Wenn jemand auf Nein klickt soll er das bitte auch begründen!

Das Ergebnis basiert auf 25 Abstimmungen

Eher Ja 32%
Eher Nein 28%
Nein 24%
Ja 16%

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Eher Ja

Das Reichweiten-Gesetz

Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen der Reichweite der Wechselwirkung und der Ruhemasse der Bosonen, die diese Kraft bzw. Wechselwirkung vermitteln:

Je größer die Ruhemasse, umso kürzer die Reichweite. Photonen etwa haben keine Ruhemasse, die elektromagnetische Wechselwirkung hat daher unbegrenzte Reichweite. Jedes Austauschteilchen einer kurzreichweitigen Kraft aber muss Ruhemasse haben.

Paul Davis sagt genauer: Die Stärke der Kraft ist umgekehrt proportional zur Ruhemasse der Austausch­teilchen (die Masse der Bosonen, welche die schwache Wechselwirkung zur Folge haben, ist demnach am größten).

Note: Die Ruhemasse der Gluonen scheint eine Ausnahme dieser Regel zu sein. Tatsächlich aber hat man Gluonen einfach noch nicht messen können. Gluonen sind bislang nur hypothetisch angenommene Teilchen.

|

Deine Aussage

Bei alle diesen Kräften gilt: je weiter man weg ist desto schwächer werden sie.

ist falsch, wie die starke Wechselwirkung zeigt:

Der asymptotischen Freiheit bei kleinen Abständen steht das Confinement der Quarks und Gluonen bei großen Abständen im Bereich von mehr als 10–13 cm gegenüber. Obwohl es keinen stringenten theoretischen Beweis für das Confine-ment der Quarks gibt, haben dennoch numerische Lösungen der QCD mit Hilfe der schnellsten Computer unserer Zeit überzeugende Hinweise dafür erbracht, dass Quarks tatsächlich in Hadronen eingesperrt sind. Das Potential zwischen einem Quark und einem Anti-Quark steigt kontinuierlich an, wenn man die beiden Farb-Quellen zu trennen versucht. Ganz im Gegensatz zum elektrischen Coulomb-Potential, das bei großen Abständen verschwindet.

Quelle: https://www.pro-physik.de/restricted-files/103836

|

Ich denke, es war Adalbert Pauldrach, der darauf hinwies, dass man auch die Wechselwirkung massebehafteter Teilchen mit dem Higgsfeld als eine der Grundkräfte der Physik verstehen könne.

So gesehen gäbe es tatsächlich mehr als nur 4 Grundkräfte der Physik.

Dass darunter auch uns bisher noch gar nicht bekannte sein könnten, kann nicht ausgeschlossen werden.

Guter Beitrag!

1
Eher Nein

Die Tatsache, dass alle Kräfte mit zunehmender Entfernung schwächer werden, beruht ja auf dem geometrischen Prinzip, dass die Oberfläche einer Kugel mit steigendem Radius größer wird.

Man könnte auch sagen, "in der Summe" bleibt die Kraft eigentlich gleich, nur muss sie sich mit steigender Entfernung auf eine größere Fläche verteilen, so dass logischerweise der Quotient "Kraft pro Flächeneinheit" kleiner wird.

Ich kann mir kein Wirkprinzip für eine "Grundkraft" vorstellen, dass diesem geometrischen Gesetz entgegen wirkt ...

Nein

Über größere Abstände, das bedeutet größere Entfernung, das steht dann nicht nur im Widerspruch zur Physik, sondern auch der Mathematik. (Kugelfläche nimmt mit größerem Radius eben zu.).

Eher Nein

Könnte sein das in unmittelbarer Nähe eine Kraft gibt die noch nicht gefunden wurde was aber sehr unwahrscheinlich ist

Selbst vor vielen Jahrzehnten hat Einstein in seinen Berechnungen eine konstante verwendet die sich später als dunkel Materie energie/Kraft herausgestellt hat. Also wenn es sowas ähnliches noch geben sollte ist es unwahrscheinlich gut versteckt aber theoretisch ist ja (fast) alles moglich

Nein

Das hätte eine völlig absurde Auswirkung:
Angenommen, ich aktiviere eine "winzige Menge" dieser Kraft, dann wäre alles aber auch alles was in weiter Ferne liegt, zerstört.
Im Umkehrschluß würde könnte man annehmen, dass sich das gesamte Universum auf diese Art selbst kaputt macht.

Nein. Eine solche Kraft würde alles ab einer gewissen Entfernung anziehen, dadurch wirkt die Kraft allerdings wieder schwächer!

0

Was möchtest Du wissen?