Unbegründete Fristlose Kündigung

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5 Antworten

Eine Kündigung muss grundsätzlich schriftlich erfolgen. Außerdem muss sie begründet sein..

Trotzdem musst du gegen diese Kündigung vorgehen. Dafür hast du 3 Wochen Zeit. Beim Arbeitsgericht ist das kostenlos und du brauchst auch keinen Anwalt.

Du musst am nächsten Arbeitstag deine Arbeitskraft anbieten. Wenn du dann nicht beschäftigt wirst, kannst du nach Hause gehen. Dann muss der Arbeitgeber aber zahlen, bis die Sache vor Gericht entschieden ist.

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Du solltest auf jeden Fall innerhalb der Frist Kündigungsschutzklage einreichen und dich ggf. anwaltlich beraten lassen.

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Ob die Kündigung rechtens ist, müsste ein Fachmann prüfen. Das hängt von mehreren Dingen ab. Seit wann hattest Du den Job? Was für einen Vertrag hast Du?

Auf jeden Fall ist es schlechter Stil, die Kündigung nicht zu begründen. Das kannst Du Deinem Chef auf jeden Fall vorwerfen. Er sollte Deine Version hören.

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Kommentar von Schlumpf1991
01.09.2014, 20:48

Also den Job hatte ich seit Februar 2013 und, der Vertrag war unbefristet. Er wirft mir halt eine schlechte Einstellung vor, weil ich mich nicht für diesen Fehler verantwortlich machen lassen hab.

Danke für die Antwort, ich werde mich dann direkt morgen bei einem Fachmann erkundigen.

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Kommentar von Ernsterwin
02.09.2014, 06:56

Da für eine Kündigung gem. BGB die Schriftform vorgeschrieben ist, ist sie immer unwirksam, wenn sie nicht schriftlich dem Empfänger zugestellt wird. Insofern gibt es kein " Das hängt von mehreren Dingen ab."

Allerdings wird auch eine unwirksame Kündigung wirksam, wenn nicht innerhalb von 21 Tagen nach Bekanntwerden (hier nach dem Telefonat) Klage dagegen erhoben wird.

Zu weiteren Fehlern bei Kündigung siehe z.B. http://www.iab-dm.de/download/chklkuen.html

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Problem 1: Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Telefonisch ist sie ungültig.

Problem 2: Du musst weiterhin zur Arbeit gehen, da die Kündigung nicht rechtswirksam zugestellt wurde. Tust du es nicht, kann es dir später als "unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz" ausgelegt werden.

Problem 3. Du MUSST, sobald dir die schriftliche Kündigung zugeht, innerhalb von 3 Wochen Kündigungsschutzklage erheben, weil du sonst Sperrzeit bei ALG1 bekommst und auch keinen Anspruch auf eine Abfindung hast. Diese wird nämlich vom Arbeitsgericht festgesetzt, wenn der Gütetermin scheitert.

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Kommentar von Nightstick
01.09.2014, 22:06

Damit ist eigentlich alles gesagt...

Ach ja, sollte der Arbeitgeber das Arbeitsangebot (Punkt 2.) nicht annehmen, soll er ihr das schriftlich geben, bzw. es sollte zumindest ein verlässlicher Zeuge dabei sein!

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Ganz wichtig. Suche umgehend einen Anwalt auf.

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