Unbegründete Abmahnung?

6 Antworten

Schwierige Situation, auch da die Hintergründe nicht klar sind. Grundsätzlich ist bei einer Abmahnung immer zu überlegen die Personalabteilung aufzufordern, die Abmahnung aus der Akte zu nehmen, eine Gegendarstellung zu schreiben oder die Abmahnung erst einmal einfach zu akzeptieren.

Eine Reaktion auf eine Abmahnung ist sehr situativen. Den Arbeitgeber aufzufordern die Abmahnung aus der Personalakte zu nehmen hat immer das Risiko, weigert sich der Arbeitgeber, auf Entfernung zu klagen ist. Mit Risiko meine ich, dass der Kläger für sein Klagevorbringen immer die Darlegungslast trägt.

In der Regel ist es daher einfacher erst einmal abzuwarten. Sollte eine Kündigung ausgesprochen werden kann in einem solchen Verfahren die Abmahnung immer noch angegriffen werden. Der Mittelweg wäre die Gegendarstellung.

In deiner Situation besteht zum erst einmal kein Kündigungsschutz. In der Probezeit, jedenfalls in den 1. 6 Monaten des Arbeitsverhältnisses, kann der Arbeitgeber ohne Kündigungsgrund unter Beachtung der Frist einfach beenden. Wenn dem Arbeitgeber die Sache irgendwie unangenehm wird, erhöhst du natürlich das Risiko, dass der Arbeitgeber die Kündigung ausspricht.

Was mir nicht gefällt ist der Vorwurf sexueller Handlungen. Wenn dies Blödsinn ist würde ich ganz offen ein Gespräch suchen und dies genauso transportieren. Wenn dich die Situation belastet halte ich dies für den besten Weg. Sollte ein Betriebsrat vorhanden sein, würde ich diesen gegebenenfalls hinzuziehen. Die Alternative wäre die Probezeit erst einmal abzuwarten, aber wenn es dich so sehr belastet wahrscheinlich keine gute Alternative.

Anbei ein Link mit weiteren Informationen rund um die Abmahnung

http://www.kanzlei-mudter.de/abmahnung.html

Vielen Dank für deine Antwort. Ich hatte jetzt insgesamt 3 Gespräche mit der Chefin, Teamleitung und Personalchefin aber wurde nie richtig angehört. Mir würde gesagt ich solle nicht mit meinen Ausreden kommen , sie hätten Indizien dafür.Hauptsächlich geht es mir auch darum ,das es unter anderem sehr Rufschädigend für mich ist und ich da einfach Aufklärung möchte. Jetzt wurde mir gesagt ich soll das Thema jetzt Ruhen lassen und es ist wie es ist. Aber das möchte ich nicht.

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Damit hast du dir bereits selbst eine Antwort gegeben. Wenn du es wirklich aufklären möchtest, gehst du natürlich das Risiko ein, dass der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis kündigt. Auf der anderen Seite sollte man sich nie erpressbar machen. Wenn dieser Vorgang rufschädigend für dich ist muss natürlich reagieren. Dann bleiben als Optionen die Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte oder eine Gegendarstellung. Ich würde dies mit der erfahrenen Rechtsberatung deines Vertrauens besprechen. Dabei dürfte es insbesondere auch darum gehen, was eigentlich konkret passiert ist. Sollte ein Betriebsrat vorhanden sein würde ich diesen auf jeden Fall mit an Bord nehmen

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@Robert Mudter

Wenn die Abmahnung keine genauen Aussagen dazu macht, was der Fragesteller wann wie gegen wen begangen hast, ist die Abmahnung ohnehin das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben 📝 steht!

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@familiengerd Da bin ich komplett bei dir. Der grundsätzliche Vorwurf gefällt mir nicht. Dies lässt sich hier in dem Forum natürlich nicht aufklären, da es letztendlich darum geht, was genau passiert es. Geht es hier um den Vorwurf, dass etwas ein verständliches passiert es oder geht es hier um den Vorwurf, dass eine Situation ausgenutzt ist. Gegebenenfalls hat dies auch strafrechtlichen Charakter. Aber unbenommen, wenn die Abmahnung keine Angaben hierzu macht dürfte die Entfernung der Abmahnung problemlos durchgehen. Eben 2 Haken: Probezeit und Fragestellerin möchte dies nicht auf sich sitzen lassen

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@Robert Mudter

Da muss man natürlich auch fragen, was man mit einem Arbeitgeber "anfangen" soll, der Bemühungen um Klärung oder Aufklärung mit "man solle nicht mit Ausreden kommen" abbügelt und damit deutlich macht, dass ihm an einer Aufklärung überhaupt nicht gelegen ist.

Ich glaube einmal, die Frage "Überstehen der Probezeit" dürfte sich sowieso erledigt haben.

Welche Zukunft hat die Fragestellerin bei einem solchen Arbeitgeber denn noch?

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Diese Abmahnung ist das Papier nicht wert. Sinn einer Abmahnung ist es, dein Verhalten zu korrigieren. Und dazu muss man dir schon genau erklären, welches Verhalten bemängelt wird.

Und man muss dies auch genau belegen, mit Ort, Datum, Uhrzeit und Nachweis ggf. mit Zeugenaussagen.

Des Weitere gehört es sich, dass ein Betrieb jemanden anhört, sobald es zu abmahnungswürdigen Vorwürfen kommt.

Im Grunde kannst du dich zurücklehnen, weil eine solche Abmahnung nie im Leben als Grundlage für eine spätere Kündigung dienen kann.

Dein Nachteil ist natürlich nicht allein die Abmahnung an sich, sondern auch die Rufschädigung und der Gedanke, dass dies die Verlängerung deines Vertrags gefährden könnte.

Gibt es einen Betriebsrat oder bist du in der Gewerkschaft? Dann würde ich mir dort einen Ansprechpartner suchen.

Im Grunde hast du alle Möglichkeiten, rechtlich gegen die Abmahnung vorzugehen, auch mit einer Klage beim Arbeitsgericht. Zuvor kannst du es aber auch mit einem persönlichen Gespräch versuchen, wenn du einen geeigneten Ansprechparter unter den Vorgesetzen oder der Geschäftsleitung findest. Oder du kannst eine Gegendarstellung schreiben, wobei du meines Erachtens lediglich die Zurücknahme der Abmahnung wegen Nichtzutreffen fordern kannst, weil dir ja keine Sachverhalte genannt wurden, die du widerlegen könntest. Auf Sachverhalte solltest du auch deinerseits nicht freiwillig eingehen.

Sie müssen dir denjenigen, der dich angeschwärzt hat nicht nennen, Sie müssen dir aber offenlegen, was genau passiert sein soll und wann.

Und zu einer Sexuellen Handlung gehören ja immer zwei. Also kann die 2. Person natürlich den Umstand bestätigen oder dementieren.

Einfach so jemanden wegen Sexuellen Handlungen ohne Beweise oder Gegendarstellung abzumahnen geht also nicht.

Schreibe einen Schriftlichen Widerspruch, in dem du die Personalleitung dazu aufforderst den Genauen Sachverhalt offenzulegen, bzw drohe mit einer Anzeige gegen Unbekannt wegen Verleumdung.

Danke für deine Antwort. Die 2. Beschuldigte Person hat auch eine Abmahnung und im Prinzip dasselbe Problem.

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Klar, widersprechen, so dass die Abmahnung korrigiert und erst auf diese Weise juristisch korrekt wird?! Ist doch nur von Vorteil für den Fragesteller, wenn die Abmahnung vor dem Arbeitsgericht für ungültig erklärt würde! Oder was?! 

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