Unbegrenztes Umtauschrecht für gekaufte Weine, die Korkgeschmack haben? Wie ist die Rechtslage?

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Hallo, allgemein üblich ist Kork kein Reklamationsgrund (stellt im übrigen auch keinen Sachmangel dar, den der Händler poder Hersteller zu vertreten hätte), der Umtausch erfolgt daher auf Kulanz des Händlers - egal ob online-Händler oder stationär. Wenn der Händler nuneinmal zum zweiten Mal herangezogen werden soll und auch noch nach einem halben Jahr, ist dass m.E. zwar bedauerlich, jedoch verständlich. Vielleicht können Sie sich ja mit ihm verständigen, dass sie zwar die Versandkosten tragen, aber seine Versandkonditionen angewandt werden - durch eine Abholung z.B. da er wesentlich günstiger versenden kann als Sie. Bedenken Sie auch, dass ja nciht alle Flaschen "korkig" sind, was wenn die von Ihnen reklamierten (geschlosenene) Flaschen keinen Kork haben? --- Mag vielleicht nciht befriedigend für Sie sein, aber der Händler kann auch nichts dafür ---

Gruß Mel

Ich gehe davon aus, dass Korkfehler (echte) ein Mangel sind - leider schreiben viele Händler einen Ausschluss in ihre AGB.

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Ich bin kein Jurist - aber Korkgeschmack ist ein Fehler - und da haftet der Händler - das ist die Lage (Sie geben selbst den BGB-§ an). Davon gibt es keine Ausnahme; sollte der Passus in den AGB ausgeschlossen sein, ist dies ungültig und kann eingeklagt werden (ist meine Meinung). Seriöse Online-Händler schreiben das auch in den AGB: "Weinstein und Depot sind nicht qualitätsmindernd und keine Grund für eine Reklamation. Korkschmecker und andere deutliche Weinfehler werden gegen Vorlage des Weines bis maximal 2 Jahre nach Kauf ersetzt. Raritäten und Subskriptionsweine sind davon ausgeschlossen." - (ein Beispiel) - man kann als Kunde aber auch kulant sein und kostengünstige Regelungen vereinbaren.

Das mit den AGB's ist klar, soweit bin ich schon gekommen, aber wie ist es mit den Transportkosten, die entstehen? Wer trägt die Hinsendekosten zum Händler? Ich oder kann ich das vom Händler verlangen (Umtauschrecht wegen der beanstandeten Ware)

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Allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz: Ein Korksckmecker ist definitiv ein Sachmangel und bewirkt ein Umtauschrecht.

Bedeutet eine verspätete Rücksendung einer Bestellung automatisch die Zahlpflicht der Ware gegenüber dem Händler?

Liebe Community,

Ich habe bei einem Online-Shop ein paar Klamotten bestellt, nur ein paar Schuhe der Bestellung behalten und bezahlt, den Rest der Ware allerdings zu spät (aber auf eigene Kosten!) zurückgesendet. Die Rücksendung wurde ungeöffnet vom Shop abgelehnt, worüber ich per E-Mail informiert wurde, da ich die Rücksendefrist nicht eingehalten habe. Die Ware wurde erneut an mich versandt. Ich habe die erneute Annahme allerdings abgelehnt. Nun liegt das Paket bei dem Onlineshop, der aber nachwievor auf die Zahlung der Ware besteht und verlangt eine zusätzliche Pauschale, wenn das Paket erneut an mich zugestellt werden soll. Ich habe immer wieder E-Mail Kontakt mit dem Shop gehalten, der aber immer wieder betont, das ich der Besitzer der Ware bin und diese zu zahlen habe. In einem ähnlichen Forum habe ich allerdings gelesen, dass dies so nicht stimmt. Solange die Ware nicht bezahlt worden ist, ist der Händler weiterhin im Besitz dieser und muss die Ware anstandslos zurücknehmen, auch wenn die Rücksendefrist nicht eingehalten wurde. Lediglich entstandene Kosten, durch Beschädigung der Ware oder weiterer Unannehmlichkeiten hätte ich zu zahlen (lt. neuem Widerrufsrecht). Auch diese Information habe ich dem Shop mitgeteilt, der blieb aber unbeeindruckt und beharrlich.

Kennt sich jemand mit dieser Rechtslage aus bzw. kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich mich am besten verhalten soll?

Vielen Dank im Voraus.

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