Unaufhörlich steigende Ablösesummen im Fußball?

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14 Antworten

Spieler wie Messi, Bale, Ronaldo, Neymar etc. haben Ausstiegsklauseln die teilweise noch deutlich über 200€ Mio € liegen. Wenn man dann noch bedenkt, dass immer mehr Clubs von reichen Investoren mit zu viel Geld und Zeit aufgekauft werden, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es irgendwann Ablösesummen in dem Bereich gibt. Genug Geld haben sie jetzt schon, ist nur eine Frage der Zeit bis jemand wirklich bereit ist,soviel für einen einzigen Spieler auszugeben.

Was man dagegen tun kann? Nun, das einzige was man selbst tun kann ist den Wahnsinn nicht mehr mitzufinanzieren: Keine Tickets mehr kaufen, keinen Merchandise und vor allen Dingen: Sich nicht mehr die Spiele im Fernsehen angucken, auch nicht im Free TV. Werbeeinnahmen aus TV-Übertragungen machen schließlich immer noch einen sehr großen Teil der Einnahmen aus. Aber insbesondere zum letzten Punkt sind viele wahrscheinlich nicht bereit, weshalb man als einzelner ziemlich machtlos ist.

Was die FIFA/Uefa hingegen tun könnte, wäre eine Art Obergrenze für Gehalt und Transferausgaben einzuführen, so ähnlich wie das "Salary Cap" in den US-Ligen. Ob die das jemals tun werden, wage ich zu bezweifeln. Denn solange jedes Jahr Top-Spieler munter hin und her gewechselt werden, gibt es jedes Jahr auch wieder massenhaft neue Trikots, die man verkaufen kann. Und darüber freuen sich nicht nur die Vereine selbst, sondern vor allen Dingen auch die Hersteller, sprich Riesenkonzerne wie Nike, Adidas und Puma. Insbesondere die haben also gar kein Interesse daran, dass dieser ganze Transferwahnsinn endet. Und bei der Fifa und der Uefa ist man ja generell sehr aufgeschlossen was das Empfangen von "kleinen Gefälligkeiten" von Lobbyisten angeht...

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die Ablösesummen sind in Fußball die letzten Jahre enorm gestiegen das hat mehrere Gründe die Vermarktung des Fußballs hat eine Ebene erreicht die vor zehn Jahren kaum vorstellbar waren dazu gehören Gelder von Firmen also Sponsoren Gelder, TV einnahmen Z. B. England ich denke dass dies noch ein paar Jahren weitergehen wird aber dann wird es ja das ist die frage ich gleich bleiben oder wieder auf ein Niveau zurückgehen wie es heute beziehungsweise vor vor Jahren war

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Der Wirtschaftsfaktor Fußball ist inzwischen sehr groß.

Bei den Ablösesummen geht es inzwischen nicht mehr nur um den Spieler. Dahinter stecken so viele Dinge, die für uns "Otto Normal" nicht nachvollziehbar sind.

Natürlich sind diese Summen nicht mehr gerechtfertigt und wenn man nur die nüchternen Zahlen betrachtet ist es traurig, dass Mannschaften im Sommer mal "eben" 100 Mio Euro ausgeben können. Diese Summe könnte für soviel andere Sachen im Leben eingesetzt werden. (Bekämpfung von Krankheiten, Bildung, Nahrung, Forschung und und und...)

Der Wirtschaftsfaktor ist allerdings inzwischen so groß, dass diese Zahlen völlig den Bezug zur Realität verloren haben.

Allein durch Werbeartikel, Sponsoren oder Eintrittspreise verdienen die Vereine so viel Geld, dass die Ablösesummen auch locker steigen können.

England ist ein gutes Beispiel. Allein durch die Vermarktung der Liga (im Inland und Ausland) sind sogar Aufsteiger in der Lage mal eben 50-90 Mio ausgeben zu können. Vergleicht man dies mit Vereinen wie vielleicht SC Freiburg entstehen große Klippen.

Aber so ist das: Wir lieben nun mal alle diesen Fußball.

Wobei ich persönlich mir eine Sache vorgenommen habe: Als großer BVB Fan und jahrelanger Inhaber einer Dauerkarte werde ich zukünftig nicht mehr nach Berlin zum Finale z.B. fahren. Dort wurde dieses Jahr aber auch wirklich alles übertroffen. Für jeden Pups musste man richtig Geld zahlen. Die Maschine für Werbeartikel ist perfekt organisiert und läuft zu 1005 Gewinnbringend. Der Fußball an sich rückt da in den Hintergrund.

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Kommentar von toomuchtrouble
22.07.2016, 12:47

Sorry, aber alle paar Jahre geht dieses Gejammer los. Wieso sollte es im Fußball anders zugehen als im Rest der Ökonomie. Natürlich bedaure ich es, dass die 2.Liga zum Auffangbecken von mindestens 11 Traditionsmannschaften geworden ist. Natürlich ist es bedauerlich, dass sich Audi Ingolstadt, VW Wolfsburg, Red Bull Dunkeldeutschland und andere Schrottmanschaften ohne echte Fanbasis in der Bundesliga breitmachen. Trotzdem lässt sich das Rad nicht zurückdrehen. Ok.... nen 5er ins Phrasenschwein.

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Kommentar von UserDortmund
22.07.2016, 22:35

Ich habe bewußt das Thema traditionelle Vereine oder neureiche Vereine nicht angesprochen

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Die englische Liga gibt den Marktwert vor. Außerdem gibt es mindestens 6-8 Mannschaften, die einigermaßen auf Augenhöhe spielen, während in der Bundesliga eigentlich nur noch der Abstiegskampf interessant ist. Wegen der auch international hohen Attraktivität der Premier Division sind die Einnahmen durch Vermarktung und TV-Rechte bei knapp 7 Millarden Euro für die Jahre 2016 bis 2019. Die Bundesliga erhält gerade einmal 2,3 Milliarden incl. 2. Liga.

Ob ein Entry-Draft-System wie in den US-Profiligen (https://de.wikipedia.org/wiki/Entry\_Draft) etwas ändern könnte, wage ich zu bezweifeln. Ich denke, dass als nächstes die 500 Millionen Grenze fällt.


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Kommentar von charismaticus
22.07.2016, 10:26

Könnte man nicht einfach eine "Ablösesummen-Obergrenze" einführen? Beziehungsweise eine Obergrenze, was den Betrag der Ausgaben pro Spielzeit angeht?

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Diesseits wird die Meinung vertreten, dass kein "BERUFSAUSÜBENDER" die im Raum stehenden Summen wert ist. Stellt man diesen "Beruf" in Rela-tion zu anderen Berufen(z. B. Grubenarbeiter, Dachdecker, den gesamten Personenbeförderungsverkehr, etc.)steht die Frage im Raum, mit welcher Berechtigung derartig hohe Summen verlangt und bezahlt werden??? Es steht doch außer Frage, dass ein Schichtarbeiter eine wesentlich höhere Leistung erbringt als ein Fußballer! Da ich selbst jahrelang Fußball gespielt habe, auch in der Auswahl vertreten war, weiß ich, wovon ich rede. Was deine Frage angeht, so existiert diesseits die Hoffnung, dass sich dieser Hokus-Pokus von alleine auflöst. Wenn man sich die Verschuldung anschaut, die europäische Spitzenvereine mit sich "HERUMSCHLEPPEN" , fragt man sich, wie die es schaffen, existent zu bleiben. Damit ich nicht falsch verstanden werde. Jede Arbeit ist Ihres Lohnes wert. Aber Ablösesummen von 90 - 120 Mio und zwei-stelligen Mio Jahreseinkommen sind überzogen und nicht nachvollziehbar. Das erklären sie einmal einem Polizisten, der jeden Tag seinen Kopf für unsere Sicherheit hinhalten muss!!!   

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Kommentar von charismaticus
22.07.2016, 10:24

Genau das ist auch meine Haltung. Nur ist es ja so, dass Fußball die wahrscheinlich beliebteste Sportart weltweit ist und zumindest in Europa die Leute freiwillig ihr dafür Geld ausgeben.. sei es für Tickets, TV-Abos, Trikots oder andere Fanartikel. Bei der geballten Menge von Fans kommt da dann ein Haufen Geld zusammen. Was will man dagegen schon tun? Ich habe immer das Gefühl, dass der Konsument letztlich gar nicht so mündig ist, wie immer behauptet wird. Sich Karten für Spiele zu kaufen, dazu Trikot und Schal - okay, davon lebt der Fußball. Aber inzwischen wird ja jede kleinste sich bietende Nische kommerzialisiert, jedes noch so unnötige Plastikgebömsel gibts von BVB, S04 und Bayern. Dazu jede Saison ein neues Trikot (war das früher eigentlich auch schon so?), jedes halbe Jahr neue Schuhe usw. Solche Sachen finde ich nicht gut, das finde ich moralisch und ökologisch bedenklich.. dadurch entsteht dieser reine Konsum-und-Wegwerf-Geist, der auch den Wert der Dinge ziemlich herabsetzt.

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Kommentar von TobsterMRT
22.07.2016, 19:28

Ich kann es verstehen, dass Fußballer mehr verdienen als "normale Leute", da es einfach 50 mal schwerer ist Profifußballer zuwerden als z.b. Maurer oder Dachdecker

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Kommentar von Borg93
24.07.2016, 18:29

Mein Senf dazu, ein Zitat von meinem Ex-VWL-Prof:

"Denn obwohl die Gehälter uns absurd hoch vorkommen, sind sie das
rational betrachtet nicht. Jeder von uns will die Besten sehen und zahlt
dafür. Und obwohl etwa eine Krankenschwester die wertvollere Arbeit
macht, verdient der Superstar das Zigfache, weil er im globalen
Medienmarkt Millionen oder gar Milliarden Menschen bedient, die
Krankenschwester am Tag aber nur ein paar Dutzend
." (http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article107120709/Der-WM-Effekt-betraegt-0-07-Prozent.html)

Gleiches gilt eben für die Ablöse.

Wenn ein DJ wie Calvin Harris für einen Auftritt bis zu 500.000€ bekommt und damit mehr als ein Musiker der ein komplexes Instrument im Orchester spielt in zig Jahren verdient, oder eben ein "normaler" Angestellter, gilt das Gleiche.

Dass die Leistung auf rein sportlicher Ebene verglichen mit anderen Sportarten NICHT tausende Male höher ist bei einem Fußballer steht außer Frage, aber Profifußball ist zu >90% Business & Kommerz und daran werden die Spieler "angemessen" beteiligt.

Peace

P.S.: 120 Mio für Pogba SIND absurd.

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Durch die immer besser werdende Technik, steigt auch die Optimierung der Trainingseinrichtungen.
Die Talente werden immer jünger und immer früher bereit für die großen  Ligen.
Daher wird der Preis sicherlich noch höher steigen als 120 Millionen, denn desto jünger desto besser!

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Das kommt von steigenden TV Einnahmen. Das wird als Umsatz gezählt und damit passt es im Rahmen der Financial Fair Play Regeln ... 

Klar, ich finde auch alles viel zu überzogen, aber wie soll das Ganze denn aufhören, wenn wir weiterhin Fussball im TV gucken ... schalten wir mal zeitlang den TV aus, dann werden sie merken ... dass es nicht mehr so geht ;-) 

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Solange das Publikum mitspielt und die Wirtschaft boomt, geht das so weiter. Bei einer richtigen Wirtschaftskrise bricht das natürlich alles weg: Werbung, Sponsoren, Übertragungsrechte... 

Oder wenn das Publikum wegbleibt: ich glaube es war in den 70er-Jahren, nach dem Bundesliga-Skandal um verschobene Spiele, da gingen die Zuschauerzahlen eine Zeitlang zurück und viele Vereine (heute muss man sagen Unternehmen) bekamen wirtschaftliche Probleme.

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Irrsinn!!! Was hier für Summen gezahlt werden ist nicht normal!!

Aber die Polizeieinsätze durch die Fussbalfans verursacht tragen wir, die Steuerzahler!!

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Kommentar von rolfmartin
23.07.2016, 10:54

Dem ist nichts mehr hin zuzufügen, Du siehst den Sachverhalt realistisch.  

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Pogba wird ManUtd 105.000.000€ kosten nicht 120.000.000€.

Du hast trotzdem Recht dass die Ablösesummen weiter steigen werden.

Es liegt daran dass die Nachfrage mach Fußball stetig größer wird und folge dessen immer mehr Investoren in das Fußballgeschäft einsteigen sowie die Fernsehgelder in die Höhe schnellen.

Dadurch haben die Clubs vielmehr Einnahmen welche sie im Transfermarkt investieren können. Da das alle Clubs betrifft, sind bei einem Wettbewerb um einen Spieler die finanziellen Grenzen nach oben verschoben worden und ein Club kann viel höhere Gebote abgeben. Dann zieht der Konkurrent nach usw. und am Ende liegt die Ablösesumme bei über 100.000.000€.

Die Ursache liegt also darin dass immer mehr Menschen sich für Fußball interessieren, und die vorhandene Interesse zusätzlich weiter stärker wird und Fußball eine immer größere Bedeutung für die Leute bekommt.

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Angebot und Nachfrage...Marktwirtschaft eben.

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Solange der Fan es finanziert wird es so weitergehen.

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Klar wird es weiter steigen, da der Wert der Spieler weiterhin steigen wird (mehr Titel etc.)

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Messi hat eine Ablösesumme von 250 Millionen

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Kommentar von rolfmartin
26.07.2016, 10:53

Was hat das zu besagen? Soll das heißen, dass du solche imagi-nären Summen honorierst? Diesseits wird davon ausgegangen, dass die Sichtweise konform geht mit dem lateinischen Zitat;" Adhuc sub judice lis est."

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Kommentar von TobsterMRT
26.07.2016, 20:29

Er hat geschrieben, dass Pogba der teuerste Spieler der Welt ist. Das ist jedoch falsch und das hab ich mit dieser Antwort begründet

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