Umzug in anderes Bundesland als ALG1-Klient unter 25?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Wenn man, "ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben", seinen Job oder seine Lehrstelle kündigt, gibt es zwölf Wochen weniger ALG I laut SGB III § 159 Ruhen bei Sperrzeit. Diese zwölf bittren Wochen beginnen mit dem Ende des Jobs.

Weist man sein Mobbing nach, kann gelten ebenda: "Die Person, die sich versicherungswidrig verhalten hat, hat die für die Beurteilung eines wichtigen Grundes maßgebenden Tatsachen darzulegen und nachzuweisen, wenn diese Tatsachen in ihrer Sphäre oder in ihrem Verantwortungsbereich liegen."

Umziehen kann man mit und ohne Sperrzeit jeden Tag bis zu drei Mal! Oder sogar öfter. Man muss aber manchmal auch wieder umziehen wegen eines zumutbaren neuen Jobs, sonst gibt es wieder eine Sperrzeit.

Und auch dann, wenn man beim Arbeitsamt nicht auftaucht zu einem Termin, da je eine Woche.

Also melde man besser beim neuen Amt, dass man sich dorthin verändert hat. Eine Anmeldung ist dabei eher zweitrangig - ein Meldeverstoß liegt nicht so schnell vor.

Gruß aus Berlin, Gerd

PS. Zur Überbrückung einer Sperrzeit kann man ALG II erhalten. Auch zum Aufstocken von zu wenig ALG I. Dazu ist eine Anmeldung hilfreich.

Allerdings wirkt sich eine Sperrzeit auch auf die Höhe des ALG II aus - und evtl. auf die Rückzahlungs-Höhe.

Was möchtest Du wissen?