Umziehen in eine andere Stadt wie geh ich vor?

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4 Antworten

Von was für Geldern hast Du bisher gelebt?

Üblicherweise ist man selbst für den Umzug verantwortlich und kann die Kosten steuerlich geltend machen wenn der Umzug berufsbedingt stattgefunden hat.

Je nach Entfernung kann es sinnvoller sein erst mal zu Pendeln (viele Menschen fahren über eine Stunde einfache Strecke) und dann später umzuziehen.

Es gibt auch noch die Möglichkeit erst mal in ein WG-Zimmer oder kleines möbliertes Apartment zu ziehen.

Beziehst du denn derzeit evtl.schon z.B. Leistungen vom Jobcenter und hast du deinen Arbeitsvertrag schon sicher,wäre es dir auch möglich in angemessener Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu pendeln ?

azudeme 20.01.2017, 07:12

Ja derzeit beziehe ich Leistung und den Arbeitsvertrag habe ich sicher mir ist es nicht möglich zu pendeln da es 3 Schichten sind und ich 3 1/2h fahre 

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isomatte 20.01.2017, 08:14
@azudeme

Dann setze dich mit dem Jobcenter in Verbindung und vereinbare einen Termin zum persönlichen Gespräch,wenn du einen Nachweis hast das du die versicherungspflichtige Beschäftigung bekommst dann nimm diese mit !

Am besten rufst du die kostenlose Hotline unter 0800 4555500 an,diese ist Mo - Fr von 8.00 - 18.00 zu erreichen,da kannst du dann sagen das du einen Termin zum persönlichen Gespräch mit deinem SB - möchtest und es dringend ist.

Wenn das dann deine erste Wohnung ist steht dir auch eine Erstausstattung zu,die musst du auch nicht zurück zahlen,auf Antrag steht dir dann auch ein zinsloses Darlehen für die Kaution der Wohnung zu,dieses musst du dann wieder zurück zahlen.

Es würde dann eine Forderung vom Jobcenter kommen,wenn du dann keinen Leistungsanspruch mehr hast weil du zu viel verdienst würde dieser Betrag auf einmal fällig,dann legst du fristgerecht einen schriftlichen Widerspruch ein und beantragst eine Ratenzahlung.

Solange du noch keinen Lohn auf deinem Konto hast ( Zuflussprinzip) bist du nach dem SGB - ll bedürftig und solange stehen dir auch erst mal weiter Leistungen vom Jobcenter zu,auch wenn dann wieder eine Rückforderung vom Jobcenter kommen wird,aber diese kannst du dann auf Antrag auch in Raten zurück zahlen.

Angenommen du würdest zum 01.03.2017 anfangen zu arbeiten,deinen ersten Lohn aus März 2017 bekommst du aber erst im Folgemonat April auf dein Konto ( Zuflussprinzip ) dann musst du dein ALG - 2 das du für den März bekommen hast nicht zurück zahlen.

Würdest du es aber noch im März aufs Konto bekommen,dann hättest du Einkommen im Monat des Leistungsbezuges erzielt und das wird dann nach Abzug von Freibeträgen auf deine bezogenen Leistungen angerechnet.

Ist dann das anrechenbare Einkommen höher als deine bezogenen Leistungen,dann musst du das komplette ALG - 2 für den März zurück zahlen.

Angenommen deine angemessene KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) der Wohnung würde dann bei 450 € liegen,dann läge dein Bedarf nach dem SGB - ll inkl.deines dann derzeit vollen Regelsatzes von 409 € bei min. 859 € pro Monat.

Wenn du die Stunde 12 € verdienst und min. 160 Stunden pro Monat arbeitest,dann läge dein Bruttoeinkommen bei min. 1920 €,demnach solltest du dann min. etwa 1350 € Netto bekommen.

Das Jobcenter berechnet dir dann aus deinem Brutto Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll,dass sind erst einmal 100 € Grundfreibetrag,ab 100 € - 1000 € Brutto 20 % und ab 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden dann addiert,dass würden bei dir dann derzeit die max. 300 € Freibetrag ergeben,weil dein Bruttoeinkommen bei min. 1200 € liegt,diese 300 € würden dann theoretisch von deinen angenommenen 1350 € Netto abgezogen,es bliebe dann ein anrechenbares Einkommen von etwa 1050 €.

Da dein Bedarf im Beispiel aber nur bei ca. 859 € liegt,würdest du mit deinem anrechenbaren Einkommen darüber liegen und hättest keinen Anspruch mehr auf eine so genannte Aufstockung.

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Du arbeitest jetzt schon über Mindestlohn?  du bist zum Glück auf niemanden angewiesen.  Such ne Bude,  zieh ein.

Du bist jetzt Arbeitslos?  Geh zum Jobcenter o Agentur  und beantrage MOBILITÄTSHILFEN.  Das kann Umzugszuschuss sein,  kosten f doppelte Haushaltsführung,  Kautiobsdarlehen...

Du bekommst vom Jobcenter oder Arbeitsamt keine Erstausstattung, da du deine Arbeitslosigkeit ja auf dem Amt meldend! beenden musst , da du dies ja dann nicht mehr bist. Wohnungssuche ist  allein dein Problem.

Natürlich bekommst du vom Amt andere Hilfen , frag dort nach , es können einige sein.

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