Umstruckturierung der richtige Weg? Selbstständigkeit im Transportgewerbe( bis 3.5 t.) zu dritt

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4 Antworten

Hi Crawter,

endlich mal jemand, der früh versteht, dass die Kurierbranche auf zwei Säulen ruht: Die selbständigen Fahrer betreiben nur Geldwechseltätigkeit. Also was Ihr bekommt geht sofort für die Kosten raus.

Zum anderen sind die in Aussicht gestellten Fahrten x-fach versprochen oder auch nur Hoffnungen. Damit offen gesprochen Lügen-Phantasien.

Trotzdem gibt es verschiedene Varianten damit umzugehen. Leider bin ich mir nicht sicher, wie Du die Zahlen zu Einnahmen aus Ausgaben meinst. Ob 7.000 € Überschuss oder 4.200 oder 1.400 €. Die Zahlen klingen nach Monatszahlen. Die 1.400 sind realistischer. Allerdings habe ich einfach brutto für netto gerechnet, was natürlich die 1.400 auch auf 0 abschmelzen kann. Die Abschreibungen auf die Fahrzeuge sind vermutlich nicht drin.

Da Euer Problem schon wegen der Branche unheimlich vertrackt ist, schicke mir doch bitte ein Mail service@d-dh.de , dass wir mal einen Telefontermin machen. Denn egal wie ich die Zahlen interpretiere arbeitet Ihr womöglich bald alle drei auf den ökonomischen Abgrund zu. Das Ihr nicht den Eindruck vermittelt in Insolvenz zu gehen, sehe ich genau so.

Die Unternehmensform bringt keine Lösung Eurer Probleme. Denn aus den Fuhrverträgen kommt man erfahrungsgemäß schnell raus. Dafür braucht man kein Opfer wie ein UG um das ganze in Rauch aufgehen zu lassen.

Vermutlich haben Vater und Bruder schon jetzt private Geldprobleme. Die sich durch ein solches Bauernopfer mit UG auch nicht heilen lassen.

Wenn Ihr da raus wollt gibt es für mich (ohne Euch zu kennen oder mehr zu wissen) nur zwei Möglichkeiten. Das bedeutet natürlich auch, dass es mehr Möglichkeiten oder weniger werden können.

Da ich diese Branche von innen kenne - was Ihr ganz schnell feststellen werdet - würde ich Euch gern unterstützen. Bei unserem Telefonat können wir die wahrscheinlichste Marschrichtung festlegen. Das machen wir auch in meiner Freizeit. Ich kann Euch allerdings nicht versprechen, dass wenn Ihr weitere SINNVOLLE Unterstützung braucht es auch so geht. Aber lasst Euch nicht abschrecken, erst einmal sprechen vielleicht zwischen drin noch paar Mail mit Infos. Und dann können wir alle gemeinsam sagen wie der Stand ist und dann können wir festlegen was für Euch als Familie oder familiäre Geschäftsleute der richtige Weg ist.

Da Kuriere immer auf zerbrechlichem finanziellem Eis stehen und handeln damit geboten ist - Schicke mir schnell eine Mail an service@d-dh.de - Dann können wir auch gleich den ersten Schritt machen. Die Chinesen sagen ja: Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt. Und recht haben sie.

Schöne Grüße Dirk

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Wenn ich das richtig verstanden habe sind die 11200 der Gesamterlös von beiden Auftraggebern. Nach Abzug der genannten Kosten bleiben 4000 Euro. Wie wollt ihr davon zu dritt leben? Miete, Krankenversicherung, Rentenrücklage, alle privaten Kosten .... das reicht vorn und hinten nicht. Kommt dann noch ne Reparatur dazu seid ihr pleite.

Dann such dir lieber nen besseren Job und schenk ihnen die Rate für den Sprinter - ist zwar schit, aber nicht so übel wie deine Kalkulation.

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Kommentar von Dirk-D. Hansmann
26.01.2013, 13:49

Das wäre in vielen Branchen eine Möglichkeit. Der Sprinter tötet sie aber nicht. Und bei den Kosten ist noch nichts drin. Allein die Frachtversicherung kostet. Reparaturen sind wahrscheinlich monatlich. 19.000 km ist das was andere in zwei Jahren fahren. Da kommt alle zwei Monate mindestens ein Ölwechsel und mindestens alle 6 Monate vorne neue Bremsklötze. Reifensätze, wenn es dann noch ein Caddy ist... Außerdem verwunderlich, dass es augenscheinlich 50 Cent pro km gibt. Obwohl keine Leer-km dabei sind. Da wird in der Regel der Preis mit dem Argument noch einmal gedrückt. Das die Finanzämter von Kurieren überhaupt Steuererklärungen anfordern ist schon Unfug genug. Viele schaffen es nicht die Umsatzsteuer zu überweisen. Da sonst nichts zu essen da ist.

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Was also die Umstrukturierung angeht, solltest Du gerade bei solchen heiklen Fragen du über viel entscheiden, einen Steuerberater aufsuchen, damit ihr da gut bei steht und keine Nachteile aufkommen die sich nur noch verstärken.

Hast Du schon versucht etwas in Richtung Sprinter zu unternehmen; den also wieder zu veräußern oder ähnliches? Ich weiß ja nun nicht was ihr transportiert und wie Euer Fahrzeug ausgestattet ist, aber ich hätte da unter Umständen eine Idee. Und Ideen haben die Natur, das man sie nicht so heraus posaunt also würde ich Dich bitten mich einfach hier anzuschreiben; ich will Dir dann gerne weiteres dazu sagen.

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Kommentar von VWCrafter
02.02.2013, 10:34

Also ihn zu veräußern sehen wir als nicht so ratsam da er ganz neu(1700km) ist und der Wertverlust einfach zu hoch wäre. Wir haben nach langem hin und her rechnen uns nun auch gegen den neuen Auftraggeber entschieden, da dieser wirklich viel zu wenig geboten hatte.---Mit anderen Worten der Sprinter(Kastenwagen) steht wieder 24h unbewegt vor der Tür... Gerne bin ich auf deine Idee gespannt!

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Immer das Gleiche - die letzten beißen die Hunde.

Hallo, VWCrafter, deine Branche ist dermaßen speziell und abgeschmackt, dass man hier tatsächlich nur noch mit direktem Insiderwissen weiter kommt.

ZU dem anderen Thema Unternehmensgründung würde ich auf gar keinen Fall eine deutsche UG nehmen, da diese deutschen Ursprungs und damit von vorneherein ein höchst verzwicktes Gesetzeswerk nach sich zieht. Allein schon, dass man 25% des Jahresgewinn zurück legen muss, um dann in den (un)sicheren , aber sehr viel teureren Hafen der GmbH fahren zu müssen (wohl ein Gefallen der Notar-Lobbyisten) ist eine Frechheit. Letztendlich darf die Firma nur mit der Endung UG (haftungsbeschränkt) firmieren. Insider sprechen hier gerne auch von hirnbeschränkt.

Ich würde dir da in jedem Fall eine englische Ltd empfehlen, die ist billiger zu machen, einfacher zu handhaben und ist nicht ohne Gründe eine der meist genutzten Firmenmäntel der Welt. Die Ltd. ist in über 56 Staaten der Welt und auch in Europa legitim zu führen.

Alle Verträge gehen auf die Ltd. über. Ihr wählt einen Geschäfstführer, der mit 400€ im MOnat eingestellt ist. Wenn es einer von euch ist, kann der auch - bei Bedarf- fahren. Alle Kosten, alle Umsätze gehen über die Ltd. Gleichzeitig werdet Ihr drei bei der Ltd. ordnungsgemäß angestellt. Und zwar so, dass es für die Ltd. bezahlbar ist. Ich denke da an etwa 5,30€ Stundenlohn. Ist nichts zu tun, gibt es kein Geld.

Da jeder von Euch und auch Eure Familien ein Recht auf Leben haben, kann ein jeder von Euch einen Aufschlag bei der Arbeitsagentur anmelden. So habt Ihr wenigstens eine Grundsicherung.

Dann müsst Ihr zusehen, noch andere Jobs rein zu holen.

Ich denke da an Kleintransporte und kleine Hilfen bei Umzügen. Ich muss auch rechnen. Habe Familie und nicht genügend Leute an der Hand, die mir bei meinem baldigen Umzug helfen. Wenn ich da jetzt zwei Leute mit einem Sprinter oder dergleichen hätte, die mir helfen und dabei ein für uns bezahlbares Angebot machen, wäre es super.

So wie uns, ergeht es vielen Leuten, die umziehen wollen. Sie können sich einfach die teuren Umzüge nicht leisten, also machen sie in Eigenleistung. Was aber, wenn sie zu alt sind? Oder krank? Oder selbst beim Aufbau eines Unternehmens sind?

Überdenkt Euer Konzept. Macht Euch nicht von einem Auftraggeber abhängig, denn dadurch seid Ihr erpressbar.

Nicht aufgeben, weitermachen. Doch darüber nachdenken, wie Ihr neue und andere Aufträge bekommt. Zur Grundsicherung - Familie geht vor- eine Ltd. gründen. Erst wenn die Ltd. mit allen Aufträgen auf guten Füßen steht, könnt Ihr Euch auch mehr Geld bezahlen. Aber erst dann...

Ansonsten empfehle ich Euch, mit dem Insider auf dieser Seite in Verbindung zu treten.

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