Umstatzsteuer Kleinunternehmer--->Dienstleistung

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4 Antworten

Muss ich nun trotzdem USt ausweisen, wenn ich mehr als 17500€ Umsatz mache?

Ja, weil du ja dann kein Kleinunternehmer nach UStG bist.

Ich bekomme ja so gesehen dann gar keine Vorsteuern.

Vorsteuern kannst du nur geltend machen, wenn du auch welche in Rechnung gestellt bekommen hast und der Regelbesteuerung unterliegst.

wovon wird dann die EKSt. berechnet?

Vom Gewinn. Also Betriebseinnahmen abzgl. Betriebsausgaben. Hast du keine Betriebsausgaben, dann gilt Betriebseinnahmen=Gewinn.

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Kommentar von bigsur
30.01.2013, 15:58

das gilt aber nicht für das Steuerjahr In dem Jahr, in dem die Regelung gilt, fällt keine Umsatzsteuer an. Auch nicht, wenn man den Betrag übersteigt.

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Kommentar von MadVince
30.01.2013, 16:00

Gut, die USt zählen aber zu den Betriebsausgaben richtig? Genau wie alles, was ich an Maschinen, Einrichtung usw einkaufe (PC's, Stühle, Klopapier fürs Büro usw....)?

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Wenn du nicht Vorsteuerabzugsberechtigt bist, musst du auch keine Umsatzsteuer abführen -- also wird die EKSt. vom gesamten Einkommen berechnet -- in dem Fall 17500

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Kommentar von MadVince
30.01.2013, 15:29

Sprich: Ich kaufe kein Produkt, verkaufe eine rein geistige Leistung, habe somit keine Kosten, also auch keine USt?

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Kommentar von bigsur
30.01.2013, 16:02

Nein, die Einkommensteur wird von Einkommen berechnet - und das ist nie identisch mit dem Umsatz. Irgendwelche Kosten hat jeder Unternehmer, und wenn es nur druckerpapier und Inet-kosten sind. Jede Anschaffung, wie Rechner, Fachliteratur, Downloads, die für die Firma sind etc. sind Kosten.

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Umsatzsteuer

Muss ich nun trotzdem USt ausweisen, wenn ich mehr als 17500€ Umsatz mache?

Ja, aber erst nach dem Jahr, in dem die 17500€ Umsatz überschritten wurden. Also erst im "Folgejahr".

Evtl Beispielrechnung wäre großartig....

Entweder die USt/MwSt wird auf den Nettobetrag aufgeschlagen:

Netto: 200,00€, MwSt: 38,00 €, Summe/Brutto: 238,00 €

Oder aus dem Brutto das Netto und die USt/MwSt errechnen:

Brutto: 200,00€, Netto: 200,00€/1,19 und runden = 168,07€, MwSt: 200,00€ - 168,07€ = 31,93€

Das Teilen durch 1,19 (= 119% / 100%) erfolgt so, weil das Brutto ja den 119% entspricht und auf die 100 zurückgerechnet werden muss.

Wichtig: Die eingenommene MwSt/Ust nie für etwas Anderes ausgeben! Sie gehört Dir nicht(!!), sondern muss ans Finanzamt abgeliefert werden!!


Einkommensteuer

Bei der Gewinnermittlung (Einnahmen-Überschussrechnung EÜR) wird später alles reingenommen:

Einnahmen: Eingenommene Nettobeträge, Einginommene USt und (eventuell) vom Finanzamt erstattete USt.

Ausgaben: Netto und USt für zugekaufte Waren und Dienstleistungen und ans FA abgeführte USt.

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Natürlch nicht. Dafür gibts ja die Kleinunternehmerregelung. Die besagt, daß der Umsatz im vegangenen Jahr 17.500 nicht überstiegen haben darf und daß der zu erwartende Umsatz im kommenden Jahr 50.000 nicht übersteigen darf. Wenn du dann über die 17.500 kommst, entfällt die Regelung und du wirst im darauffolgenden Jahr umsatzsteuerpflichtig und vorsteuerabzugsberechtigt. Rückwirkend mußt und kannst du keine Umsatzsteuer ausweisen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinunternehmerregelung

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Kommentar von bigsur
30.01.2013, 15:57

Umsatz minus Kosten ist Gewinn/Einkommen. Darauf zahlst du Einkommensteuer.

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Kommentar von MadVince
30.01.2013, 15:58

Okay, dass mach Sinn. Leider habe ich mich nicht ganz deutlich ausgedrückt und dieses Thema ist auch unwahrscheinlich schwer zu diskutieren find ich.

Ich möchte ja nicht für immer 17500€ verdienen. Was ist also danach? Sagen wir ich falle jetzt in Jahr 3 aus dem Kleinunternehmertum heraus, weil ich in Jahr2 30000€ Umsatz gemacht habe.

Wenn ich nun in Jahr 3 wieder 30k€ Umsatz mache. Wie unterscheiden sich dann die Kosten von Jahr 2. Ich denke diese Antwort sollte auch meine Frage dann klären...

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