umschulung durchbekommen. aber wie?

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4 Antworten

Ich bin 23 , gelernt elektroniker für betriebstechnik, zurzeit maschinenarbeiter. Ich hatte einen bandscheibenvorfall l4L5 und starke schmerzen. War im krankenhaus und hab auch die befunde.Will sehr wahrscbeinlich mich operieren lassen weils nicht richtig besser geworden ist.

Operationen sollten das allerletzte Mittel sein. Gehe zum Orthopäden. Der soll eine stationäre oder ambulante Reha einleiten. Frage auch nach einer anschließenden IRENA das ist eine Nachsorge nach der Reha. Man kann 2-3 mal/Woche dann z.B. noch in einer Einrichtung Rückenschule, Schwimmen oder Muskeltraining usw. machen.

Mit dem rücken möchte ich nicht mehr in dieser branche weiterarbeiten. Mein wünsch ist eine umschulung zu machen im sozialen bereich

Wenn Dein Arzt ein Attest austellt, dass Du in Deinem Beruf nicht mehr arbeiten kannst, besteht die Möglichkeit einer Umschzlung/Weiterbildung. Aufgrund Deiner wenigen Berufsjahre wäre dafür die Agentur für Arbeit zuständig.

Am liebsten den heilpraktiker. Was habe ich für möglichkeiten ? Wie soll ich vorgehen? Ich bitte um hilfe

Wie man im folgenden Link erkennen kann, kann so ein Kurs oder eine Weiterbildung zum Teil mit Bildungsgutschein gefördert werden.


Ich mache gerade einbe Weiterbildung für 2 Jahre und habe einen Bildungsgutschein bekommen.

Auf Deine andere Frage werde ich gleich auch noch antworten.

MfG

Johnny

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Wenn du Aufgrund deiner Rückenprobleme nicht mehr deinen Beruf ausüben kannst, dann solltest du dich deshalb beim Arbeitsamt erkundigen. Ich habe selbst eine Umschulung hinter mir, aber wegen was anderem. Besser wenn du es hinkriegst, das es als berufsbedingte Krankheit anerkannt wird. Die Berufsgenossenschaften sind bei Umschulungen, wie ich im Berufsförderungswerk sah, kulanter, wenn es notenmäßig in der Umschulungsmaßnahme nicht so läuft. Sieh aber zu, das du keinen reinen REHA-Beruf aufgedrückt kriegst. Im BFW wird zwar weitaus mehr Theorie vermittelt, aber dafür viel weniger Praxis. Wenn es dumm läuft, wirst du auf einem Computersystem oder Programm ausgebildet, und dein späterer Arbeitgeber hat was völlig anders. Wie bei mir als Qualitätsfachmann für Längenprüftechnik. Ich wurde auf Zeiss-KMG geschult und hatte es in der freien Wirtschaft nur mit PCDMIS-Maschinen zu tun. Reha-Berufe, das sind Berufe, die es draußen in der freien Wirtschaft nicht als Ausbildungsberuf gibt. Wer so ausgebildet wurde sollte vorher gearbeitet haben, nicht arbeitslos gewesen sein, denn dann hast du die sogenannte Anwartschaftszeit nicht erfüllt, weil REHA-Berufe zwar durch die Industrie und Handelskammern abgenommen werden, sind aber keine anerkannten Ausbildungsberufe. Wer übrigens umschult, gilt vor dem Gesetz nicht als arbeitslos, aber auch nicht als beschäftigt. Du fällst quasi mitten durch. Rücken- und Wirbelsäulenerkrankungen fürchten die Krankenkassen, das Arbeitsamt und die Landesversicherungsanstalten wie der Teufel das Weihwasser. Sieh zu, das du eine Untersuchung vom Versorgungsamt kriegst, damit du wenigstens ein paar Prozente bekommst. Frage bei deiner Gemeideverwaltung nach, wie das läuft. Die Regelungen findest du in den Sozialgesetzbüchern. Die kannst du bei www.sozialgesetzbuch-sgb.de/ runterladen und auch einige andere Gesetze.Wenn du mindestens 30 Prozent hast, dann kannst du beim Versorgungsamt einen Gleichstellungsantrag machen. Dann wirst du mit Leuten, die >= 50 Prozent Behinderungsgrad haben gleichgestellt. Aber erst nach erfolgter Umschulung. Denn Schwerbehinderte dürfen nicht ohne Genehmigung des Versorgungsamtes entlassen werden. Innerhalb der Umschulung solltest du auf keinem Fall krank werden. Wer auf Grund einer Erkrankung umschult, bei dem ruht das Krankengeld und er bekommt Übergangsgeld(siehe SGB V §49 Absatz 1, 3 ,5). Diese Zeiten des Übergangsgeldes werden jedoch wie Zeiten des Krankengeldes berechnet. du darfst bis zu 546 Tage krank sein, danach erlischt das Recht Krankengeld zu beziehen(SGB V § 48 Absatz 2). Damit auch die Mitgliedschaft in deiner Krankenkasse (SBG V §192 Absatz2). Mich wollte meine Betriebskrankenkasse dann loswerden.Hab es aber mit Rechtsanwaltshilfe gerade noch verhindern können. Hab mich einfach gesund schreiben lassen(trotz Schädelbruch und Ertaubung links und Verlust des linken Gleichbgewichsorganes), habe dann einen Rentenantrag bei der DRV gestellt. Denn solange der Antrag läuft, bist du bei der DRV krankenversichert. Gleichzeitig das Arbeitsamt informiert, ich wäre arbeitssuchend und vermittelbar. Wenn die beim Vorstellungsgespräch meine Verletzungen sahen, dann wurde ich nicht genommen. So hatte ich eine Umschulungsmaßnahme fast verloren. Also ja aufpassen.

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Habe noch nie gehört das man eine Umschulung zum Heilpraktiker bezahlt bekommt. Die Fachkenntnisse die von einem Heilpraktiker erwartet werden, werden allgemein unterschätzt. Allein für die Überprüfung beim Gesundheitsamt braucht man mindestens ein Jahr Vollzeitunterricht. Dann braucht man noch eine gute Ausbildung in der entsprechenden Therapierichtung, was noch mal ein Jahr oder länger in Anspruch nimmt. Ich denke das es da keinen Zuschuss gibt, weil der Heilpraktiker freiberuflich arbeitet und dadurch auch viele finanzielle Vorleistungen bringen muss wie z.B. die Praxiseinrichtung .

Wer seinen Heilpraktiker machen will kann ihn nebenberuflich in der Abendschule machen , was dann natürlich auch länger dauert. Physiotherapeut ist ja auch ein Beruf in diese Richtung, aber ich kann nicht sagen ob das unbedingt rückenschonend ist. Vieleicht meldet sich ja noch jemand der sich da auskennt, oder du stellst noch mal neu eine entsprechende Frage.

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Problem ist, im pflegerischen Bereich wird Dien Rücken auch schwer belastet und Heilpraktiker ist kein geregelter Lehrberuf sondern ein Laienberuf. Darauf seine Existenz zu begründen ist extrem schwer.

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