Umsatzsteuernachzahlung bei Betriebsprüfung. Sind dies nachträgliche Betriebsausgaben?

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Ja, das sind nachträgliche Betriebsausgaben. Umsatzsteuern fallen nicht unter § 12 Nr. 3, damit sind sie grundsätzlich abziehbar. Und zwar als Betriebsausgabe, § 4 (4). Und das nachträglich, § 24 Nr. 2 i.V. m. § 11 (2). Alles EStG.
 
Beim Bilanzierer wären zwar die Normen etwas anders, das Resultat aber dasselbe.
 
Anzugeben in Anlage G bei dem ehmalig Gewerbetreibenden, Anlage S bei einem ehmalig Selbständigen oder Anlage V bei einem ehemalig Vermietenden, der nicht gewerblich vermietete.

Es geht auch mit Logik anstelle mit Gesetz:
 
Fall "zuviel Vorsteuer gezogen":
Sagen wir, du hast 19 Euro Vorsteuer aus einer 119-Euro-Rechnung gezogen, obwohl die Rechnung nicht vorlag oder mangelhaft war. Dann hattest du 119 im Aufwand und 19 vom FA zurückbekommen, also insgesamt 119 Aufwand. Richtig gewesen wäre aber 119 Aufwand, da dir die Vorsteuer nicht zustand. Die 19 werden jetzt nachgeholt.
 
Fall "keine Umsatzsteuer ausgewiesen":
Du hast eine Rechnung von 119 gestellt und als Erlös die 119 verbucht, ohne USt abzuführen. Richtig wären aber 100 gewesen, und dies wird jetzt nachgeholt.

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Gibt es hierzu ein BFH Urteil oder ähnliches?

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@depot84

Wozu? Steht doch alles glasklar im Gesetz, muss man doch nichts klagen. Ich habe die Normenfolge ja mitgenannt.
 

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denke nicht, durchlaufender Posten. Bei Kapitalsteuern wär´s eine nachträgiche Betriebsausgabe

Ich nehme an, mit "Kapitalsteuern" sind Ertragsteuern gemeint (?). Die könnten nachträglich nicht als Betriebsausgabe abgezogen werden. Sie scheitern an § 12 Nr. 3 EStG und im Falle von Gewerbesteuern zusätzlich an § 4 (5b) EStG.
 
Umsatzsteuer als Betriebsteuer hingegen sind abzugsfähig, wenn die nacherhoben werden. Ist ja auch logisch: Die beispielsweise zuviel gezogene Vorsteuer hat ja damals den Gewinn nicht gemindert. Also muss dies nachgeholt werden.

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@EnnoBecker

Es geht nicht um Vorsteuer. Es wurde Umsätze hinzugeschätzt. Spielt aber keine Rolle oder?

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