Umsatzsteuerbefreit nach §19 UStG

4 Antworten

Nein, denn das wäre eine irreführende Auspreisung. Wenn Du von §19 UStG Gebrauch machst, dann muss auch Dein Auftritt zum Kunden hin entsprechend umgestaltet werden, denn die Ausweisung von Mehrwertsteuer ist Dir damit ja eben nicht möglich. Sonst würde sich Dein gewerblicher Kunde mit Recht betrogen fühlen, erführe er erst bei Zugang der Rechnung, dass Du gar keine MWST. ausweisen darfst (und sich der Einkauf damit für ihn um 19% verteuert).

NB.: Bei einem Handelsgewerbe ist die Anwendung von §19 UStG in aller Regel mehr von Schaden als von Nutzen. Bei Dienstleistungen schaut das schon anders aus.

Man kann! Allerdings ist das Unschöne daran, dass du die zu unrecht ausgewiesenen Umsatzsteuer schuldest und dein Kunde sie nicht als Vorsteuer abziehen kann. Man kann es daher, aber es macht keinen Sinn.

Entweder §19 und Befreiung von der Umsatzsteuer, oder 19% ausweisen und Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Beides geht nicht. Wenn Dir der Aufwand für die Änderung zu hoch ist, verzichte lieber auf die Kleinunternehmerregelung.

Aber dann muss ich doch 19% an das Finanzamt zahlen oder erst ab 7662 Euro ?

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@max7777

Umsatzsteuer die Du ausweist, egal ob zu Recht oder unberechtigt, musst Du immer an das Finanzamt abführen. Die 7662 EUR (sind das nicht 7664?) haben bei der Umsatzsteuer nichts zu suchen, das ist der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer. Die kommt später. Umsatzsteuer zahlst Du auf Deine Umsätze, im Gegenzug kannst Du Dir Umsatzsteuer Deiner Lieferanten zurückholen (Vorsteuer). Handelst Du mit gebrauchten Gegenständen, hast Du noch die Möglichkeit der Differenzbesteuerung, da müsste ich mich aber erst mal schlau machen.

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@dolabella

Bei der USt gilt die Kleinunternehmerregelung bis 17.900 Euro jährlich. Wenn auf den Rechnungen USt ausgewiesen wird, muss sie auch ans FA bezahlt werden, egal ob Kleinunternehmer oder nicht. Berechnungsgrundlage für die ESt ist dein Gewinn jhrl. (bis 7.664 € fällt grundsätzlich keine EST an)

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@dolabella

Wenn er alle Rechnungen korrigiert, dann kann er die USt-Abführung vermeiden. Wer macht sich schon gerne die Arbeit und korrigiert alle Rechnungen eines Jahres? Meist sind es dann 3 Jahre, weil Kleinunternehmen frühestens alle 3 Jahre geprüft werden. Zahlen muss er erst einmal, bekommt es aber ab dem Zeitunkt der Berichtigung zurück. Dann wäre da noch die Sache mit der Verzinsung (Hinterziehungszinsen, Aussetzungszinsen, Nachzahlungszinsen etc.)

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