Umsatzsteuer wie funktioniert das?

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6 Antworten

Wenn Du ein Gewerbe angemeldet hast, dann ist beim Einkauf von Waren die Mehrwertsteuer ein sog. durchlaufender Posten. D.h.
Du kaufst Ware für 100.- EUR netto zzgl. 19% MwSt. (19.- EUR) = 119.- EUR brutto ein.
Davon bekommst bekommst Du vom Finanzamt bei der Einreichung Deiner Umsatzsteuererklärung (das ist Pflicht) die 19% Mehrwertsteuer (in diesem Fall 19.- EUR) wieder.

Gleichzeitig verkaufst Du Waren, die Du mit 19% MwSt. berechnest.
Diese 19% musst Du an das Finanzamt bezahlen.

Hope, it helps ;-)

Wenn du ein Gewerbe betreibst rechnest du beim Einkauf grundsätzlich nur mit dem Nettopreis. Die UST die du beim Einkauf bezahlst gibst du in der Umsatzsteuervoranmeldung an und erhältst sie darüber zurück..

Bei einer Handelsspanne von 25 % und einem Netto-EK (denn im Einkauf rechnet man ja grundsätzlich eigentlich nicht mit dem Brutto-Preis) von 80 € sähe das dann so aus.
80 € (Netto-EK) + 25 % (Handelsspanne) = 80 € * 1,25 = 100 €
100 € (Netto-VK) * 1,19 (Umsatzsteuer) = 119 € (Brutto-VK)

Die 19 € die du beim VK als UST aufschlägst musst du auch bei der Umsatzsteuervoranmeldung angeben. Die wird dann mit dem verrechnet was du ausgegeben hast (beim EK). Die Differenz zwischen den beiden Summen führst du dann ans Finanzamt ab (bzw. kriegst du wieder wenn du in dem jeweiligen Zeitraum mehr eingekauft als verkauft hast).

Ich hoffe ich habs halbwegs simpel verständlich ausgedrückt.

Griesuh 10.11.2015, 07:39

Du erhälst die MwST nicht zurück:

MwsT.....Umsatzsteuervoranmeldung an und erhältst sie darüber zurück....

Du kannst sie mit deiner verausgabten MwST gegenrechnen mehr aber auch nicht.

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wurzlsepp668 10.11.2015, 07:44
@Griesuh

@griesuh:

wenn in einem Monat 19 € Umsatzsteuer anfallen, aber 50 € Vorsteuer, wird die Steuer sehr wohl zurückbezahlt

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Bekomme ich diese 19 % irgendwo wieder oder kann sie verrechnen

Genau so ist es, diese von dir für dein Unternehmen gezahlten 19% nennt das Umsatzsteuergesetz "Vorsteuer"

http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__15.html

Verkaufst du diese Ware bspw. für 500€ zzgl. 95€ USt, schuldest du dem Finanzamt > 95 ./. 57 = 38 €
Und diese 38 € sind - glaub es oder nicht - genau die 19% auf den von dir aufgeschlagenen Mehrwert i.H. von 200 € (500./.300). Von der Wirkung her also eine "Allphasen-Netto-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug"

Deshalb heißt sie auch europaweit Mehrwertsteuer. Die deutsche Bezeichnung "Umsatzsteuer" stammt noch aus uralter Zeit ohne Vorsteuer-Verrechnung bis 1967. Damals fiel auf jeder Handelsstufe die volle Steuer an (Hersteller / Großhdl / Zwischenhdl / Einzelhdl. - je mehr Handelsstufen es gab, um so teurer wurde eine Ware)

Die Mehrwertsteuer, die ein Händler/Gewerbetreibender für den Einkauf von Produkten/Rohstoffen usw. bezahlen muss, nennt sich Vorsteuer. Diese Vorsteuer wird mit der Umsatzsteuer verrechnet und die Differenz daraus muss er an das Finanzamt abführen.

Einkaufspreis                                    300

+ betrieblicher Aufschlagsatz 20%     60

Verkaufspreis netto                           360

zuzüglich 19% Märchensteuer:         68,40

Bruttopreis;:                                     428,40   den hat der Kunde zu bezahlen

Abrechnung mit dem Finanzamt bezüglich der Umsatzsteuer:

Umsatzsteuer aus eigenen Umsätzen   68,40

./. Vorsteuer                                             57,00

Zahllast                                                    11,40

Griesuh 10.11.2015, 07:36

Genau so ist es. Sehr gut erklärt.

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Ganz grob geantwortet:

Wenn Du den Einkauf benutzt, um einen umsatzsteuerpflichtigen Erlös zu erzielen, kannst Du die Vorsteuer beim Finanzamt in Deiner eigenen Umsatzsteuervoranmeldung geltend machen.

Beim Weiterverkauf rechnest Du:

Nettoeinkaufspreis (also 300 Euro) plus Kosten plus Gewinnspanne = Nettoverkaufspreis

Auf diesen Nettoverkaufspreis rechnest Du dann wieder die Mehrwertsteuer drauf.

Diese Mehrwertsteuer minus Vorsteuer ergibt dann Deine Zahllast, also den Betrag, den Du an das Finanzamt abführen mußt.


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