Umsatzsteuer der innergemeinschaftliche Erwerb im Inland gegen Entgelt?

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2 Antworten

Ein Blick ins Gesetz hilft.

Wenn du ein Unternehmer im Sinne des §2 UStG bist, dann beziehst du einen innergemeinschaftlichen Erwerb. Als Privatperson hat mit dem ganzen nichts zutun.

§1a (1) UStG: 

1) Ein innergemeinschaftlicher Erwerb gegen Entgelt liegt vor, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

1.
Ein Gegenstand gelangt bei einer Lieferung an den Abnehmer (Erwerber) aus dem Gebiet eines Mitgliedstaates in das Gebiet eines anderen Mitgliedstaates oder aus dem übrigen Gemeinschaftsgebiet in die in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebiete, auch wenn der Lieferer den Gegenstand in das Gemeinschaftsgebiet eingeführt hat,
2.
der Erwerber ist
a)
ein Unternehmer, der den Gegenstand für sein Unternehmen erwirbt, oder
b)
eine juristische Person, die nicht Unternehmer ist oder die den Gegenstand nicht für ihr Unternehmen erwirbt, und
3.
die Lieferung an den Erwerber
a)
wird durch einen Unternehmer gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausgeführt und
b)
ist nach dem Recht des Mitgliedstaates, der für die Besteuerung des Lieferers zuständig ist, nicht auf Grund der Sonderregelung für Kleinunternehmer steuerfrei.
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Ein innergemeinschaftlicher Erwerb liegt vor,  wenn ein Unternehmer eine Ware aus einem anderen EU-Land für sein Unternehmen bezieht. Dann wird der Umsatz der Umsatzsteuer des Bestimmungslandes ( also dort wo die Ware am Ende hingelangt) unterworfen.

Dies gilt aber wie gesagt nur für Unternehmer - bei Privatpersonen fällt die USt des Ursprungslandes an.


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