Umsatzsteuer beim Immobilienverkauf und Ansetung der Kosten zur Renovierung

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2 Antworten

Der Verkauf von Immobilien ist von der Umsatzsteuer befreit. § 4 Nr. 9a UStG.

Damit entfällt auch der Vorsteuerabzug.

Man kann zwar optieren (§ 9 Abs. 1 UStG) ist aber bei einer Wohnung kontraproduktiv, da der Käufer keinen Vorsteuerabzug hat und damit die Wohnung um 19 % zu teuer würde im Vergleich zum Markt.

Also kein Vorsteuerabzug auf die Renovierungskosten.

Natürlich sind die Renovierungskosten Betriebausgaben/bzw. erhöhen die Anschaffungskosten der Wohnung und mindern so Gewerbe- und Köroerschaftsteuer.

Dirk-D. Hansmann 13.03.2014, 11:08

Spart dafür aber die Grunderwerbssteuer. Ohne ins Gesetz zu gucken gilt das Optionsrecht hier überhaupt? Würde hier jeden zum Blick ins Gesetz zum Steuerberater schicken.

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Ein paar grundsätzliche Dinge:

In der Grundstückswirtschaft tätige sollten das als kleines 1x1 wissen.

Wenn schon sollte zwischen Ankauf und Verkauf ein kürzerer Zeitraum liegen. Das ist eine Frage der Rentabilität. In der Zeit kann man ja bis zu vier Objekte durchziehen.

Wohnungkäufern sollte man mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der Gestaltung einräumen. Von der Farbauswahl angefangen bis zur Qualität der verwendeten Materialien.

Bei Renovierungskosten kann es sich um nachträgliche Anschaffungskosten oder um sofort abzugsfähige Betriebsausgaben handeln.

Anschaffungskosten werden vom Verkaufserlös abgezogen. Der Gewinn unterliegt der Gewerbesteuer und der Körperschaftsteuer.

Und da kommt die Frage der GmbH ins Spiel. Sind bereits so viele Objekte abgewickelt, dass die GmbH überhaupt sinnvoll ist?

Insgesamt sollte man das mit einem Steuerberater machen. Da können ganz schnell fünfstellige Beträge an unnötiger Steuerbelatung auftreten.

Außerdem könnte das schon ein Fall für die Makler- und Bauträgerverordnung sein.

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